BMW X3 xDrive 20d, F25

BMW X3 xDrive 20d, F25

Größer und besser

Mit dem ersten X3 gelang BMW ein echter Überraschungscoup. Dementsprechend groß ist der Druck auf den Nachfolger.

3. Januar 2012

Die Gnade der frühen Geburt hat der neue BMW X3 nicht mehr. Sein Vorgänger war der erste seiner Art und sahnte kräftig ab. Mittlerweile hat auch die Konkurrenz Mittelklasse-SUVs im Portfolio. Damit die Zweitauflage an den Erfolg anknüpfen kann, hat BMW kräftig am Modell gefeilt.

Gute Verarbeitung

Um sich vom kleinen Bruder BMW X1 abzugrenzen, hat der X3 deutlich zugelegt. Er ist 8.3 Zentimeter länger und 2,8 Zentimeter breiter, als der Vorgänger. Platz ist also genug. Auch im Fond sitzt man bequem. Allerdings ist die Rückbank nicht verschiebbar und hinterlässt beim Umlegen der Sitze eine unpraktische Stufe. Dafür bietet der Kofferraum mit 550 bis 1.600 Litern viel Raum.

BMW X3 im Video

 

Wenige Assistenzsysteme

Lediglich bei den Assistenzsystemen leistet sich BMW beim X3 eine Schwäche. Zwar findet man ein Head-Up-Display, ein gutes Navigationssystem und eine Rückfahrkamera in der ellenlangen Aufpreisliste. Beliebte Helferlein wie Spurhalte- oder Totwinkelassistent oder einen Abstandstempomaten sind nicht zu bekommen.

Verbessertes Fahrwerk

Deutlich verbessert ist das Fahrverhalten. Die Münchener schaffen den Kompromiss zwischen Sportlichkeit und Komfort: Der BMW X3 ist immer noch ein Kurvenkünstler, prügelt aber den Insassen nicht den Straßenzustand gnadenlos ins Kreuz, sondern nimmt Unebenheiten gelassen hin.

Fazit: Der BMW X3 macht alles besser als der Vorgänger. Unverständlich ist nur die kleine Auswahl an Assistenzsystemen. Immerhin ist der X20d mit 39.400 Euro einen Schuss günstiger als ein vergleichbarer Audi Q5 (39.750 Euro), aber teurer als der Mercedes GLK (37.604 Euro).

Text: Press-Inform / Hans-Jürgen Peters