BMW 330i, E90

BMW 330i, E90

Sportskanone

Ohne den Dreier geht bei BMW gar nichts. Immerhin macht die Mitteklasse- Baureihe rund 40 Prozent des Umsatzes der Münchener aus. Das soll auch beim neuen Modell so bleiben …

15. Januar 2012

Wer es sportlich mag, nimmt den BMW Dreier. Dieser Grundsatz war in der Mittelklasse bisher gültig. Bleibt es das auch? Beim Design fällt das Urteil nicht ganz so positiv auf. Dass die Münchener kein großes Wagnis eingehen würden, war von vorneherein klar. Verströmt die Front mit der gepfeilten Motorhaube und den leicht angeschrägten Frontscheinwerfer noch Sportlichkeit, erinnert das Heck an Alltagsfahrzeuge aus Fernost.

Großzügigere Platzverhältnisse

Im Innenraum fallen zunächst die großzügigeren Platzverhältnisse auf. Wobei die abfallende Dachlinie bei großgewachsenen Personen im Fond zur Beklemmung führt. Das Cockpit ist eine deutliche Verbesserung zum Vorgänger. Die Materialien sind hochwertiger und die Rundinstrumente verströmen BMW-typische Sportlichkeit.

BMW 3er im Video

 

Spaß-Motor

Auch die fünfte Generation setzt beim Fahrwerk und dem Antrieb Maßstäbe. Reihensechszylinder, drei Liter Hubraum. Diese Daten reichen schon, um jeden BMW-Fan das Wasser im Mund zusammenlaufen zu lassen. Jetzt kommt noch die variable Ventilsteuerung Valvetronic dazu. Das Resultat: 258 PS, 300 Newtonmeter ein grandioses Ansprechverhalten. Bei diesem Spaß-Motor sind die angegeben 8,7 Liter/100 km nur sehr schwer zu erreichen.

Überzeugendes Fahrwerk

Damit die unbändige Kraft auch auf die Straße kommt, wurde das Fahrwerk kräftig überarbeitet. Hinten stellt eine Fünflenkerachse den Kontakt zur Straße her und vorne absorbier die Doppelgelenkachse aus dem Fünfer BMW mit viel Alu die Unebenheiten. Diese Zutaten ergeben einen hervorragenden Mix aus Komfort und Fahrfreude. Garniert mit der optionalen Aktivlenkung (1.300 Euro Aufpreis) wird jede Kurve zum Vergnügen.

Fazit: Der Dreier BMW ist der Maßstab in Sachen Sportlichkeit. Doch die hat auch ihren Preis. Vor allem die Aufpreispolitik ist durchaus ambitioniert: Selbstverständlichkeiten wie Becherhalter gibt es nur im Ablagepaket und das kostet 200 Euro. So knackt man beim Top-Dreier (35.900 Euro) ruckzuck die 40.000-Euro-Marke.

Text: Press-Inform / Hans-Jürgen Peters