Massenbewegung

BMW X3 xDrive 20d

Massenbewegung

Harte Zeiten für Audi Q5, Mercedes GLK und Co. Der überarbeitete BMW X3 wurde optisch kaum verändert, doch technisch hat sich einiges getan.
16. April 2014 Ein leicht verändertes Gesicht, optionale LED-Scheinwerfer und neue Innenraumdetails machen es den Kunden schwerer denn je, den BMW X3 ab Mai von der ausgelaufenen Modellgeneration zu unterscheiden. Auch bei den Triebwerken sind die Überarbeitungen allenfalls Feinarbeit - außer beim Zweiliter-Diesel. \"Wir haben den B47-Motor komplett neu entwickelt\", erklärt Dr. Niklas Fichtmüller, Projektleiter des X3, \"effizienter ist in dieser Klasse kein anderer.\"

190 PS - 400 Nm

Im Innenraum gibt es nach der Modellpflege ebenfalls leichte Überarbeitungen. So blicken die Insassen auf geänderte Oberflächen, neue Innendekors und neue Details an Armaturenbrett, Sitzen und Ablagen. Unverändert gut blieb das Platzangebot. Im Fond finden zwei Personen ausreichend und eine dritte Person auf kürzeren Strecken genügend Platz. Der Laderaum fasst 550 bis 1.600 Liter. Im Gegensatz zu den zuletzt vorgestellten BMW-Modellen gibt es beim überarbeiteten X3 aus Spartanburg die elektrische Heckklappe nur gegen Aufpreis.

Kein Sportmodell

Der 190 PS starke Vollaluminium-Selbstzünder arbeitet mit seinen 400 Nm maximalem Drehmoment vibrationsärmer als bisher. Das Vierzylindertriebwerk des 4,66 Meter langen Bayern-Amerikaners arbeitet bis zu sechs Kraftstoffeinspritzungen von 2.000 bar. \"Es ist eng mit der neuen Benzinergeneration verwandt und ist wahlweise in Längs- oder Querbauweise verwendbar\", ergänzt Christan Bock. Die geringe Mehrleistung ist dem Euro6-Vierzylinder im Realbetrieb nicht anzumerken. Die Fahrleistungen sind mit 0 auf Tempo 100 in 8,1 Sekunden und einer Höchstgeschwindigkeit von 210 m/h zumindest etwas besser als zuvor. Der Volumendiesel BMW X3 xDrive 20d ist mit 5,2 Litern sparsam wie kein anderer. Perfekt auf den Vierzylinder-Diesel abgestimmt zeigt sich bei den Testfahrten die Achtstufenautomatik aus dem Hause ZF. Das Start-Stopp-System funktioniert ebenfalls sanfter als bisher, könnte jedoch gerade beim Ampelstart noch weniger mucken. Neben den frei anwählbaren Fahrmodi, die auf Motorelektronik, Dämpfung, Lenkung und Nebenaggregate einwirken, trägt die Segelfunktion mit Leerlaufdrehzahl zwischen 50 und 160 km/h zu dem geringen Verbrauch bei. Hier wird der Antriebsstrang von der Achtgang-Automatik abgekoppelt, wenn der Fahrer den Fuß vom Gas nimmt.

Startpreis: 41.100 Euro

Auf eine M-Performance-Sportversion insbesondere als Antwort auf den als Diesel und Benziner erhältlichen Audi SQ5 warten die dynamischen Bayern-Fans weiter vergeblich. Hier kämen bei den starken Sechszylindern nicht genug Stückzahlen zusammen. Vielleicht aber eben gerade weil eine solche Variante seit Jahren fehlt. Zumindest für die fast zeitgleich auf den Markt kommende Coupévariante des BMW X4 scheint eine Performance-Modell gesetzt. Das Fahrwerk das gut 1,8 Tonnen schweren X3 zeigt sich ausgewogen, jedoch auch im Komfortmodus unverändert stramm und bisweilen etwas hölzern gefedert.
Der Basispreis für den dünn ausgestatteten BMW X3 xDrive 20d mit Handschaltung liegt bei 41.100 Euro. Sinnvoll sind neben dem Gesamtpaket an Fahrerassistenzsystemen unter anderem die optionalen LED-Scheinwerfer und das Navigationssystem, das mit Echtzeit-Verkehrsmodus, seinen Connected-Drive-Funktionen und Apps nicht nur in dieser Klasse unverändert seinesgleichen sucht.

Stärken

  • Gute Fahrleistungen
  • geringer Normverbrauch
  • Navigationssystem
  • Platzangebot

Schwächen

  • Schwache Serienausstattung
  • teure Extras
Text: Press-Inform / Stefan Grundhoff