Audi TTS, 8J

Audi TTS, 8J

Hightech-Kurvenjäger

Audi sieht seinen TT gern als puristischen Renner. Reichlich Fahrspaß bietet der Wagen in der Tat, doch an Bord ist eher geballte Technik-Power als reinrassiges Roadster-Ambiente. Das gilt besonders für den TTS.

14. März 2012

Von Purismus kann bei einem Auto mit permanentem Allradantrieb, elektromechanischer Servolenkung, zweistufigem ESP und adaptiver Fahrwerksdämpfung eigentlich keine Rede mehr sein. Trotzdem beschwört Audi mit dem 272 PS starken TTS klassisches Roadster-Ambiente. Der Flitzer - es gibt ihn natürlich auch als Coupé - empfiehlt sich für Piloten, die satten Fahrspaß gerne mit Komfort und Alltagstauglichkeit verbinden.

In 12 Sekunden geht die Sonne auf

Audi bietet reichlich Komfortausstattung an, lässt sich das aber auch fürstlich entlohnen. Die Alltagstauglichkeit gibt es gratis: Im Kofferraum warten 250 Liter Stauraum, das ist viel für diese Fahrzeugklasse. Die Ladekapazität verringert sich beim Roadster auch dann nicht, wenn das Verdeck geöffnet ist. Der Striptease dauert nur 12 Sekunden und ist bis zu einem Tempo von 50 Km/h. Das Windschott führt einen erfolgreichen Kampf gegen störende Luftverwirbelungen.

Audi TTS im Video

 

Turbo-Boost und 5,2 Sekunden auf 100

Unter der Haube lauert beim TTS der aufgeladene Vierzylinder 2.0 TFSI. 272 Pferdestärken und 350 Nm Drehmoment stehen zur Verfügung. Beim Beschleunigen gibt es den Turbo-Effekt: Bis 2500 Touren tut sich nicht allzu viel. Wenn dann der Schub des Turboladers einsetzt, geht schlagartig die Post ab. Der Quattro-Antrieb bringt die Leistung auch in schnellen und engen Kurven kontrolliert auf die Straße. Für den Sprint von 0 auf 100 Km/h benötigt der TTS 5,2 Sekunden, der Zwischenspurt von 80 auf 120 Km/h ist nach viereinhalb Sekunden absolviert.

Magnetisch fahren

Das straff abgestimmte Fahrwerk mit Vierlenker-Hinterachse hält den TTS eisern auf der Straße. Serienmäßig hat der Wagen den "Magnetic Ride" an Bord. Eine Flüssigkeit im Stoßdämpferkolben, die durch ein Magnetfeld beeinflusst wird, passt die Dämpfung in Sekundenbruchteilen der Fahrbahnsituation an. So wankt die Karosserie fast gar nicht mehr. Das alles funktioniert in einem normalen und einem Sport-Modus, wobei man am aber keine großen Unterschiede feststellen kann.

Teure Spaßmaschine

Mit reichlich Turbo-PS und Allradantrieb ist der TTS ein kleiner Sportwagen. Auf Komfort und Platz muss man aber nicht gänzlich verzichten. Leider ist der Preis nicht heiß: Mit 44.900 Euro (Coupé, Handschalter) bis 49.900 Euro (Roadster, S tronic) ist das Konzertticket für das wohlig blubbernde Turbo-Vergnügen happig.

Stärken

 
  • knackiges Fahrwerk
  • saubere Straßenlage
  • sehr gute Traktion
  • ordentlicher Kofferraum
  • fast keine Wankbewegungen

Schwächen

 
  • hoher Preis
  • lange Aufpreisliste
  • nach hinten unübersichtlich
Text: Press-Inform / Sebastian Viehmann