Audi RS5 Cabrio, Typ AU485

Audi RS5 Cabrio, Typ AU485

Agiler Frischluft-Gleiter

Das Audi RS5 Cabrio überzeugt durch einen ausgefeilten Allradantrieb und einen starken, wohlklingenden Motor.

11. Dezember 2012

Das komfortable Gleiten ist mit dem Audi RS 5 kein Problem. Das können andere Autos aus Ingolstadt auch. Doch wenn es um Kurven geht, zeigt der Quattro seine Stärken. Von Haus aus werden 60 Prozent Antriebskraft nach hinten geleitet, wenn nötig, sind es noch einmal 15 Prozent mehr.

Das RS5-Cabrio lenkt deutlich agiler ein als frühere Modelle. Das zwei Tonnen schwere Cabrio ist dennoch kommoder abgestimmt, als das Coupé. "Schließlich will der Cabriofahrer eher cruisen", erklärt Matthias Nöthling der technische Projektleiter des RS5.

Motor als Freudenspender

Der bekannte 4,2-Liter-V8-Motor bereitet nach wie vor Freude. Die 450 PS reichen für eine Spitzengeschwindigkeit von bis zu 280 Km/h und einem Sprint von null auf hundert in 4,9 Sekunden.

Stellt man das Cabrio via Driveselect scharf, dann knurrt das Triebwerk wohlklingend. Ein Genuss ist der vollvolumige bollernde Zwischengas-Stoß bei jedem Runterschalten.

Sowohl komfortabel als auch agil

Das Audi RS 5 Cabrio kostet mindestens 88.500 Euro. Am Innenraum merkt man die tewa fünfjährige Bauzeit der A5-Reihe: Der 6,5-Zoll-Navi-Bildschirm wirkt im Vergleich zu den aktuellen Displays fast wie ein Mäusekino. Dafür ist die unansehnliche graue Plastikblende, die sich in manchen Audi-Modellen um die Rundinstrumente schmiegt, einer Klavierlack-Version gewichen.

Insgesamt ist das RS 5 Cabrio ein ausgereiftes Auto, dass sowohl komfortabel als auch sportlich bewegt werden kann. Allerdings braucht man dazu das variable Fahrwerk, das 1.950 Euro kostet.

Neue Märkte

Diese Agilität ist ganz im Sinne der Kunden. Eine Produkt-Offensive soll im nächsten Jahr pünktlich zum 30jährigen Bestehen der quattro GmbH wieder mehr Fahrer hinter das Lenkrad eines Allrad-Audis locken. Insgesamt kommen 2013 vier neue PS-starke RS-Modelle auf den Markt. Neben dem RS 5 Cabrio dürfen sich die Allrad-Afficionados auf einen deutlich agileren RS 6 Avant freuen, der beim Genfer Autosalon seine Premiere feiert.

Im zweiten Halbjahr folgt dann der RS7. Damit will Audi vor allem in China, Russland, den USA und dem Mittleren Osten punkten. Diese Märkte waren bislang nicht zwingend als quattro-Bastionen bekannt. Dass sich das ändern könnte, zeigt schon die erfolgreiche Einführung des Roadsters Audi TT RS in den USA.

Modelle mit Heckantrieb

Neben der Agilitätssteigerung der Autos, denkt man in Ingolstadt und Neckarsulm sogar über Modelle mit Heckantrieb nach, die sich dann vom Audi R8 LMS ableiten. Klar ist dagegen schon die Antriebsstrategie, die sich in Zukunft auf drei Säulen stützt: dem Reihen-Fünfzylinder in Anlehnung an den Ur-Quattro (wie im TT RS) aufgeladene Achtzylinder-Aggregate (wie im RS5) die für größere Luxusfahrzeuge und V10-Motoren aus dem Rennsport. Klingt ja alles ganz einleuchtend, jetzt muss nur noch die Umsetzung stimmen.

Stärken 

  • Verarbeitung
  • kräftiger Motor
  • agiler Allradantrieb

Schwächen 

  • Innenraum-Design etwas altbacken
  • hoher Preis
Text: Press-Inform / Wolfgang Gomoll