Audi R8, Facelift

Audi R8, Facelift

Halbzeitstand

Audi hat seinen rassigen Supersportler R8 leicht überarbeitet.

24. Oktober 2012

Audi hat nach fünf Jahren Produktionszeit seinen Hochleistungssportler R8 für die nächsten fünf Jahre nachgeschärft. Wie bisher gibt es mit Coupé und Spyder zwei Karosserieformen. Ebenso bleibt es bei zwei Aggregaten, die den Sportler antreiben: Der V8-Sauger im 4.2 FSI leistet aus 4163 ccm wie gehabt 316 kW/430 PS und ein maximales Drehmoment von 430 Nm. Er schickt das Coupé binnen 4,6 Minuten von 0 auf 100 und ist gut für 300 km/h.

Fast 100 PS mehr lässt der Zehnzylinder frei: Mit 386 kW/525 PS und einem maximalen Drehmoment von 530 Nm jagt er den R8 auf bis zu 314 km/h. Im V10 plus, den es nur im Coupé gibt, puscht Audi die Leistung auf 405 kW/550 PS und ein maximales Drehmoment von 540 Nm - das reicht dann für 317 km/h Spitze.

S tronic runderneuert

Komplett überarbeitet hat Audi das Automatik-Getriebe S tronic mit seinen sieben Gängen. Das Doppelkupplungsgetriebe hat einen wesentlichen Anteil daran, dass der R8 bei Bedarf zum sanften Alltagsauto wird - oder seine Passagiere beim Beschleunigen mit Wucht in die Sportsitze presst, wenn er in nur 3,6 Sekunden (Spyder: 3,8 Sekunden; V10 plus: 3,5 Sekunden) aus dem Stand auf 100 km/h stürmt.

Und das alles bei einem Durchschnittsverbrauch, der zumindest offiziell knapp einen Liter unter dem seines Vorgängers liegt.

Audi R8 im Video

 

Gutes Fahrwerk

Wenn man nicht gerade im doch recht straff abgestimmten R8 V10 plus unterwegs ist, erweist sich der Sportler aus der Audi-Manufaktur in Neckarsulm als alltagstauglicher denn je. Der Federungskomfort der beim V10 serienmäßigen adaptiven Dämpfung und die ebenso griffigen wie bequemen Sitze lassen auch lange Strecken zu einem angenehmen Erlebnis werden.

Wer den Sportler rauskehrt, den belohnt der R8 mit einer süchtig machenden Hatz um enge Kurven und über steile Pässe - erst recht im offenen Spyder.

Traktionsprobleme hat der allradgetriebene R8 so gut wie nie, die Achslastverteilung ist dank des Mittelmotor-Konzepts mit 43:57 nahezu perfekt, der Schwerpunkt auch wegen der Trockensumpfschmierung sehr niedrig.

Ein Druck auf den Knopf für den Sportmodus sorgt dafür, dass die Gänge höher drehen, die Lenkung direkter wird und das Fahrwerk straffer.

Preise über 100.000 Euro

Der Einstieg in die R8-Klasse beginnt nun mit 113.500 Euro für das 4.2 FSI-Coupé mit V8-Motor und 6-Gang-Handschaltung. Das sind 4.400 Euro mehr als bisher. Als Spyder werden mit V8 und Handschalter mindestens 124.800 Euro fällig. Den offenen 5.2 FSI gibt es nur mit Automatik und von 165.900 Euro an aufwärts.

Wer sich das V10-Spitzen-Coupé mit den 550 PS in die Garage stellen will, sollte wenigstens 173.200 Euro an die Ingolstädter überweisen.

Stärken 

  • überragende Fahrleistungen
  • hervorragende Automatik
  • präzise Lenkung
  • ausgezeichnete Traktion
  • sicheres Fahrverhalten
  • standfeste Bremsen
  • akzeptabler Kofferraum
  • gute Platzverhältnisse
  • satter Sound

Schwächen 

  • teuer in Anschaffung und Unterhalt
  • mäßige Sicht nach hinten und schräg vorne
Text: Press-Inform / Jürgen Wolff