Modellpflege fürs Sportcoupé

Fahrbericht: Audi A7 3.0 TDI Competition

4 Ringe, 6 Zylinder, 1 Turbo

Der Audi A7 Sportback 3.0 TDI competition bietet viel Kraft, dazu jede Menge Luxus und Fahrspaß vom Feinsten. Ab August kommt der neue Ingolstädter auf die Straße

15. Juli 2014

Der Audi A7, Kreuzung aus A6 Avant und A8, polarisierte von Anfang an. Vor allem in der Supersportversion RS7 mit 560 PS und einem brachialen Sound lässt er Männerherzen höher schlagen und die finanzielle Hemmschwelle ein wenig in den Hintergrund rücken.

Wir hatten vier Jahre Zeit, uns an das Oberklasse-Sportcoupé zu gewöhnen. Jetzt ist es Zeit für eine Modellpflege; allerdings sind die optischen Modifikationen in dem bulligen Profil kaum wahrzunehmen.

Umso prägnanter das Sondermodell, das die Überarbeitung begleitet: Der Audi A7 3.0 TDI Sportback competition ist nicht nur zwei Zentimeter tiefer gelegt, sondern – passend zum 25-jährigen Jubiläum des Audi-Turbodiesel – mit einem Selbstzünder der Spitzenklasse ausgestattet. Es zeigt, dass der Diesel heute mehr Spaß macht als je zuvor.

 

 
 

 

Bullige 650 Newtonmeter Drehmoment

Der ab 72.000 Euro teure und 4,97 Meter lange Jubilar zeigt Änderungen am Singleframe-Grill, den Stoßfängern, den Abgasendrohren und den Schweinwerfern, die jetzt serienmäßig in LED-Technik verbaut sind.

Für den Kontakt mit dem Untergrund sorgen 265er Breitreifen, die auf 20 Zoll großen Fünf-Speichen-W-Design-Felgen aufgezogen wurden. Durch die Speichen hindurch scheinen rote Bremssättel und Scheiben im 17-Zoll-Format. Hinterherfahrende werden zudem in den Genuss kommen, beim Abbiegen des vorherfahrenden neuen A7 die Blinklichter mit dynamisierter Anzeige bestaunen zu können.

Im Inneren fallen sofort neben neuen Materialien die schwarz bezogenen Leder-Sportsitze mit roten Kontrastnähten und Dekoreinlagen, bestehend aus Aluminium Holz Beufort in schwarz ins Auge.

Audi A7 im Video

 

Sanft und sportlich zugleich

Doch das eigentlich Spannende ruht – zumindest im Stand – unter der langen Motorhaube: ein 3,0 Liter große Sechszylinder TDI-Motor. Dank einiger Modifikationen an der Aufladung und an den Nockenwellen wurde seine Leistung um sieben auf 326 PS gesteigert. Den Sprint bis Tempo 100 absolviert er in 5,1 Sekunden.

Unter Volllast kommen sogar kurzzeitig weitere 20 PS hinzu. Im Zusammenspiel mit dem 650 Newtonmeter starken Drehmoment bedeutet dies nichts anderes, als Fahrspaß pur. Wer jetzt glaubt, dass mit einem Dieselaggregat kein Spaß zu haben ist, da nur Benziner richtig gut klingen können, der irrt an dieser Stelle gewaltig.

Denn das sonore Brodeln des TDI, das nur auf Wunsch, sprich bei vollem Gasfußeinsatz, zum Vorschein kommt, treibt auch verbissenen Benziner-Fans eine Gänsehaut auf den Körper. Doch ein Auto, das sich gut anhört, muss sich nicht auch zwangsläufig gut fahren können. Beim Audi A7 TDI Sportback competition ist dem aber so.

Spaß an spontanen Überholmanövern

Die Achtstufen-Tiptronic, die auch per Schaltwippen am Lenkrad manuell bedient werden kann, lässt den Motor stets in der richtigen Drehzahl arbeiten. Spontane Überholmanöver sind daher nicht nur kein Problem, sie machen sogar richtig viel Spaß.

Die Beschaffenheit der Straßenoberfläche spielt beim A7 auf Grund einer sehr komfortablen Federung nur bedingt eine Rolle. Für den sportlichen Part einer Ausfahrt kann diese etwas härter und die Gasannahme spontaner eingestellt werden. Macht der ab August erhältliche Audi auf einer freien Autobahn schon Freude, sorgt seine perfekte und sehr präzise Lenkung in Kombination mit dem hervorragenden Fahrwerk auf kurvigen Landstraßen für ein ständiges Lächeln im Gesicht.

Lediglich beim Bremsen kommen die 2.000 Kilogramm Lebendgewicht, die kurz zuvor noch spielend leicht ums Eck pilotiert wurden, wieder ins Gedächtnis.

Mehr Auto braucht niemand

Dass der neue Audi A7 TDI Sportback competition auch weiterhin für den Alltag zu gebrauchen ist, dafür sorgt unter anderem sein 535 Liter großer Kofferraum, dessen Ladevolumen auf 1.390 Liter erweitert werden kann, sofern die Rückbank umgeklappt wird. Gleichzeitig bietet er auch im Fond mitfahrenden Passagieren ausreichend Bein- und Kopffreiheit, so dass längere Fahrten im Familienverband keine Probleme darstellen.

Und auch das Rangieren auf engstem Raum wird dank der Rückfahrkamera fast zum Kinderspiel. Nur fast, da bei Regen ein einzelner Regentropfen auf eben jener Kamera den Traum vom stressfreien Einparken im Nu zunichtemachen kann.

Abgesehen von seinem hohen Gewicht und der nicht gerade regentauglichen Rückfahrkamera ist der Audi A7 TDI Sportback competition eine mehr als nur gelungene Fahrzeug-Motor-Kombination.

Oder anders gesagt: Mehr Auto braucht nun wirklich niemand.

Text: Press-Inform / Marcel Sommer