Audi A3 Sportback, 8V

Audi A3 Sportback, 8V

Mehr fürs Geld

Der Audi A3 Sportback ist doppelt so beliebt wie sein dreitüriger Bruder. Bleibt das auch bei der neuen Generation so?

12. November 2012

Wer einen Audi A3 Sportback kauft, gehört zu den Pragmatikern unter den Design-Liebhabern. Klar schaut der gestreckte Fünftürer gut aus, aber die zwei zusätzlichen Türen sind sehr komfortabel. Beim neuen Sportback ist das nicht anders. Für den Aufpreis von 900 Euro gibt es tatsächlich mehr Blech: Der Fünftürer ist mit 4,31 Metern etwa sieben Zentimeter länger als die dreitürige Version. Auch Radstand und Kofferraum legen zu.

Wenig Serienausstattung

Die gewachsenen Abmessungen schlagen sich im Innenraum nieder: Hinten sitzt man deutlich bequemer als beim Vorgänger. Dass der Innenraum hochwertig verarbeitet ist, hat bei Audi Tradition. Die bricht auch der A3 nicht. Das neue reduzierte Bedienkonzept braucht zwar etwas Eingewöhnungszeit, dann geht es aber schnell von der Hand.

Die Eindung ins Internet geht per "Audi Connect" vonstatten. Dann kann man SMS diktieren, Facebook checken oder sich Flugpläne anzeigen lassen. 500 Euro kostet der Spaß, allerdings muss dann auch das Top-Navi-System für 2.725 Euro bestellt werden.

Wer will, kann den Sportback mit allerlei Assistenzsystem ausstatten: Der adaptive Tempomat mit Notbrems-Assistent (legt nur eine Teilbremsung hin), kostet mindestens 290 Euro (bei Ausstattung Ambition, sonst 560 Euro). Wer einen Spurwechsel-Warner will, muss 500 Euro auf den Tisch des Hauses blättern.

Serienmäßig gibt es unter anderem: ein MP3-CD-Radio, einen Knie-Airbag für den Fahrer, eine manuelle Klimaanlage und ein gut funktionierendes Start-Stopp-System.

Audi A3 im Video

 

Diesel überzeugt

Mit dem 2.0 TDI kann man überall gut mithalten. Der Sportback flitzt ebenso freudig um die Ecken, wie sein dreitüriger Bruder. Im Vergleich zum Vorgänger ist er sogar deutlich agiler.

Das liegt vor allem an den 90 Kilogramm Gewichtsverlust, an den wesentlich kürzeren Überhängen und natürlich an dem besseren Fahrwerk. Das Drehmoment von 320 Newtonmetern und die Spitzengeschwindigkeit von 216 km/h genügen für die meisten Fahrsituationen.

Der angegebene Durchschnitts-Verbrauch von 4,2 Litern dürfte in der Realität höher liegen. Trotzdem gilt nach wie vor: Wer Audi A3 sagt, sollte Sportback meinen.

Bleibt der Sportback gut?

Wer es billiger haben will und es nicht ganz so eilig hat, sollte auf den 1,2-Liter-Benziner mit 105 PS warten, Der kommt etwas später auf den Markt und ist schon für 22.500 Euro zu haben.

Beim Erstkontakt hinterließ der kleine Benziner einen guten Eindruck, meldete sich aber oberhalb von 4.000 Umdrehungen durchaus zu Wort. Der A3 Sportback mit Erdgas-Antrieb ist ebenfalls im nächsten Jahr erhältlich.

Die Plug-in-Hybrid-Variante e-tron kommt dagegen erst 2014 auf den deutschen Markt. Kommen wir zur eingangs gestellten Frage: Egal mit welchem Motor, der Sportback ist einfach der bessere A3, und die 900 Euro sind gut angelegtes Geld.

Stärken 

  • Komfort
  • Verarbeitung
  • Innenraum
  • Platz
  • viele Assistenzsysteme erhältlich

Schwächen 

  • Hoher Grundpreis
  • lange Aufpreisliste
Text: Press-Inform / Wolfgang Gomoll