Versicherungsrecht 2008

Die allgemeinen Kraftfahrtversicherungsbedingungen sind zwischenzeitlich vollständig überarbeitet worden. Obwohl unverbindlich, stellen sie die Grundlage für Versicherungsverträge ab 2008 dar.

  • Bei den mitversicherten Fahrzeugteilen nahm man einen sog. "Unterversicherungsverzicht" bis zur jeweils festgesetzten Wertgrenze auf. 
  • Bei der Schadensabrechnung wird künftig nur noch eine auf den Versicherungsnehmer ausgestellte Reparaturrechnung akzeptiert – liegt eine Solche nicht vor, verbleibt es bei der sog. "fiktiven Abrechnung". 
  • Wird keine Reparatur oder keine fachgerechte Reparatur durchgeführt, zahlt der Versicherer im Rahmen der Kaskoversicherung nur die Differenz zwischen Wiederbeschaffungswert und Restwert. 
  • In der Insassenunfallversicherung wird es künftig keine Rentenzahlung mehr geben – Beträge erhält ein Versicherungsnehmer als Einmalzahlung.
  • In der Krafthaftpflichtversicherung kann der Versicherungsnehmer bei Beitragserhöhungen in der Summe je Sparte kündigen (zum Beispiel aufgrund einer Typklassen- / Regionalklassenumstufung oder einer sog. "Beitragsanpassungsklausel"). 
  • Ändert der Versicherer seinen Schadensfreiheitssystem bzw. die Tarifstruktur, besteht ebenfalls ein Kündigungsrecht.  Verringert sich jedoch z. B. aufgrund einer gesetzlichen Änderung der Leistungsumfang der Versicherung, besteht kein Kündigungsrecht.
  • Der Versicherer seinerseits kann bei Änderung der Art und Verwendung des Fahrzeugs gemäß § 25 Versicherungsvertragsgesetz (Stichwort Gefahrerhöhung) den Vertrag beenden; dies darf er jedoch nicht, wenn sich lediglich einige Merkmale zur Beitragsberechnung bzw. zur Einstufung ins Schadenfreiheitssystem ändern.