Die Rechtsschutzversicherung

Notwendig oder nicht? Ein Teil der Bundesbürger schätzt sie – der andere Teil hält sie für überflüssig: die Rechtsschutzversicherung.

Eine Rechtsschutzversicherung ist eine reine "Schadensversicherung" und unterliegt den entsprechenden Bestimmungen des Versicherungsvertragesgesetzes. Zusätzlich gelten die jeweils aktuellen "Allgemeinen Bedingungen für die Rechtsschutzversicherung (ARB)".

Aufgrund der Vertragsfreiheit im Versicherungsrecht können Rechtsschutzversicherer ihre Bedingungen eigenverantwortlich gestalten – häufig wird von den Musterbedingungen abgewichen.

Wer ist versichert?

Versichert sind z.B. Personen in ihrer Eigenschaft als Alt-Eigentümer, Halter oder Insasse auf sie selbst zugelassener Fahrzeuge.
Mitversichert sind auch berechtigte Fahrer und berechtigte Insassen eines auf den Versicherungsnehmer zugelassenen Fahrzeugs.

Dies nennt der Jurist "eine Versicherung für fremde Rechnung“ zugunsten von Fahrern und Insassen.

Der Versicherungsnehmer selbst ist auch als Fahrer und Fahrgast eines anderen als des von ihn zugelassenen Fahrzeugs versichert – gleichfalls als Fußgänger und Radfahrer.

Der Versicherungsschutz der Rechtsschutzversicherung umfasst:

  • Straf-Rechtsschutz
  • Ordnungswidrigkeiten-Rechtsschutz
  • Verwaltungsrechtsschutz in Verkehrssachen (Führerscheinsachen)
  • Steuerrechtsschutz vor Gerichten
  • Rechtsschutz in Vertragssachen (z. B. Kfz-Kauf und Reparatur)
  • Schadensersatzrechtsschutz (im Falle eines Unfalls)

Die letztgenannte Alternative bietet Versicherungsschutz für die aktive Geltendmachung von gesetzlichen Schadensersatzansprüchen gegen Dritte.