Alkohol – Konsequenzen für den Führerschein

  • Für eine Neuerteilung der Fahrerlaubnis gelten die gleichen Vorschriften wie für die Ersterteilung: Erforderlich sind ein Antrag auf Neuerteilung, bestehende Fahreignung, bestehende Befähigung sowie eine eventuelle Begutachtung.
  • Wurde gerichtlich eine Sperrfrist verhängt, muss die Sperrfrist vor Neuerteilung der Fahrerlaubnis abgelaufen sein. Ein Antrag auf Neuerteilung kann selbstverständlich schon vor Ablauf der Sperrfrist gestellt werden.
    Üblicherweise empfiehlt es sich, einen Antrag ca. 3 Monate vor Ablauf der Sperrfrist zu stellen. Die Fahrerlaubnisbehörden sind gehalten, einen solchen Antrag entgegenzunehmen und zu bearbeiten.
    Wird ein solcher Antrag früher gestellt, wird er möglicherweise abgewiesen.
  • Wurde die Fahrerlaubnis wegen "Alkoholabhängigkeit" entzogen worden, ordnet die Fahrerlaubnisbehörde die Beibringung eines ärztlichen Gutachtens an (vgl. § 13 Fahrerlaubnisverordnung).
  • War die Fahrerlaubnis aufgrund von Alkoholmissbrauch, wiederholter Zuwiderhandlung im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss oder Führen eines Kraftfahrzeugs mit einer Blutalkoholkonzentration von 1,6 Promille oder mehr entzogen worden, ist zwingend ein medizinisch- psychologisches Gutachten beizubringen (vgl. § 13 Nr. 2 d Fahrerlaubnisverordnung).
Dieser kurze Zusammenstellung verdeutlicht, welche erheblichen Folgen die alkoholisierte Teilnahme am Straßenverkehr mit sich bringt – insoweit mag die Kolumne durchaus als Warnung dienen.


Diese mobile.de Verkehrsrechts-Kolumne wurde verfasst von:

Rechtsanwalt Michael Winter,
Tätigkeitsschwerpunkt u.a. Verkehrsrecht
70806 Kornwestheim
www.rechtsanwalt-michael-winter.de