Kaufberatung: Golf-Alternativen

Es muss nicht immer der Marktführer sein

Gebrauchtwagen-Alternativen zum Golf

Das Budget steht fest, die Fahrzeuggröße auch: ein gebrauchter Kompakter soll es sein, am besten ein Golf. Doch wer sich umschaut, bekommt für sein Geld mehr Auto bei gleicher Qualität.

22. Februar 2011

Ob es uns nun schmeckt oder nicht: Der Golf ist beim Auto das Maß aller Dinge. Sowohl im Bereich der Neuwagen wie auch bei Gebrauchtwagen ist der kompakte VW das beliebtesten und meistverkaufte Auto in Deutschland. In der Klasse der Kompaktvans verhält es sich mit dem VW Touran ganz genauso.

Steht also der Autokauf an, wählen die meisten Deutschen Golf oder Touran – aus gutem Grund: Qualität der Verarbeitung, Wirtschaftlichkeit und technischer Fortschritt sind bei Produkten aus Wolfsburg stets top. Der Preis aber auch: Ein Volkswagen hat seinen Preis.

Dabei gibt es genügend Alternativen im VW-Konzern, die günstiger sind. Bei gleicher Technik und vergleichbarer Qualität werden vor allem die Autos der Konzernschwestern Seat und Skoda als Gebrauchtwagen interessant und bieten meist „mehr VW fürs Geld“. mobile.de stellt die besten Konzern-Alternativen zu Golf & Co. vor.

Eine Plattform, zig Varianten

Das Zauberwort heißt dabei „PQ35“. Damit bezeichnet VW seit 2003 die aktuelle Plattform – also die technische Basis – für seine kompakten Baureihen. Das P steht für Plattform, das Q für quer eingebaute Motoren, die 3 kennzeichnet die Kompaktklasse und die 5 die jeweilige Generation. Der Golf I basierte folglich auf der PQ31, der Golf V auf der PQ35.

Mittlerweile werden auf Basis einer Plattform allerdings viel mehr unterschiedliche Autos gebaut als zu Zeiten des ersten Golf. 1974 hatte der Kompaktwagen seine Plattform exklusiv, erst fünf Jahre später wurde daraus zusätzlich der Jetta. Die 2003 erschienene Basis PQ35 teilen sich hingegen fast 15 Modelle aus dem VW-Konzern – vom Audi TT über den Skoda Octavia bis zum VW Tiguan.

Diese Strategie gibt es selbstverständlich auch in anderen Fahrzeugklassen und bei anderen Herstellern – allerdings kaum in dieser Breite.

Gleiche Technik, günstigerer Preis

Vorteile hat das Baukastensystem vor allem für den Hersteller. Denn größere Stückzahlen und weniger Entwicklungsarbeit sparen viel Geld ein. Besonders im Fall VW kann diese Gleichteilestrategie aber auch dem Käufer Geld einsparen. Denn schon lange ist nicht nur dort VW drin, wo auch VW draufsteht.

Ob Skoda oder Seat – hier gibt es schon bei Neuwagen die VW-Technik zum kleineren Preis. Noch besser sieht es beim Gebrauchtwagenkauf aus. Denn meistens sind die Modelle aus dem VW-Stammhaus deutlich wertstabiler als ihre Konzernschwestern. Zudem gibt es dort identische Ersatzteile häufig ein wenig günstiger.

Die besten Alternativen zum Golf

mobile.de hat sich in der beliebten Preisklasse von rund 8.000 Euro (so viel geben die Deutschen im Schnitt für einen neuen Gebrauchtwagen aus) genau umgesehen und die besten Konzern-Alternativen zu VW Golf und VW Touran gefunden – selbstverständlich stets mit grüner Umweltplakette und mit maximal 150.000 Kilometern auf dem Tacho.