Die besten gebrauchten Cabrios

Gebrauchte Cabrios zwischen 2.000 und 20.000 Euro

Die 10 coolsten Cabrios für jeden Geldbeutel

Frühlingszeit, Cabriozeit: Wir zeigen 10 coole Cabrios, bei denen sich das Verhandeln lohnt. Für (fast) jeden Geldbeutel.

Schon klar, echte Cabriofahrer scheren sich nicht ums Wetter. Bei Minusgraden zieht man den Schal enger. Wenn es regnet, fährt man halt schneller. Allzu viele Hardcore-Cabrio-Enthusiasten scheint es allerdings nicht zu geben. Darauf deuten Daten von mobile.de hin. Inserate für offene Autos bleiben üblicherweise im Sommer deutlich kürzer online als im Winter. Spätestens ab September steigen die „Standtage“ für die meisten Modelle.

An den Preisen lässt sich das oft nicht ablesen. Autos, deren Wert kaum noch sinkt oder schon wieder steigt, bleiben von saisonalen Schwankungen weitgehend verschont. Trotzdem: Wer im Frühjahr mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen im eigenen Cabrio sitzen will, sollte jetzt anfangen zu suchen. Schließlich sagt der inserierte Preis nichts darüber aus, wie verhandlungsbereit ein Händler ist. Die Standtage schon eher. Außerdem: Spätestens ab März steigt für viele Modelle die Zahl der Inserate. Dann hilft die Vorbildung beim Finden des perfekten Schnäppchens.

Wir haben 10 coole Cabrios rausgesucht, die Potenzial zum Klassiker haben. Von gerade noch bezahlbar bis richtig günstig.
 

Smart Forfour Electric Drive: Emissionsfrei für Vier

Der Smart Forfour surrt zügig, aber nicht vehement los. 60 kW (81 PS) und 160 Newtonmeter Drehmoment im Heck reichen für 12,7 Sekunden bis 100 km/h. Das fühlt sich nicht viel schneller an, als es sich liest. Bis 50 km/h allerdings, und darauf kommt es in der Stadt an, wirkt der kleine Viersitzer aber recht dynamisch.

Wie seine konventionellen Brüder wurde der Forfour ED nicht für dynamische Ansprüche gebaut. Dafür lenkt er zu leichtgängig. Im Stadtverkehr ein Vorteil: Unkompliziert und flink geht es um enge Ecken. Von hinten röhrt kein ungehobelter Dreizylinder, statt des unharmonischen Doppelkupplungsgetriebes gibt es eine einstufige Übersetzung. Und weil der Forfour einen halbwegs seriösen Radstand aufweist, hoppelt er weniger als der Fortwo. Das zusammen macht den Forfour ED derzeit zur entspanntesten Art, Smart zu fahren.

Hinten sitzt man nicht beengt, aber es reicht für vier Erwachsene auf kurzen Strecken. Kinder haben locker genug Platz, und mit dem Forfour darf man bis zu drei davon zum Einkaufen oder in die Kita chauffieren. Oder zwei und den Partner.

Die Parkplatzsuche stellt mit 3,49 Metern Länge selten ein Problem dar. Angenehm schmal bleibt der Forfour mit 1,67Meter auch. Die Wonne, in den engsten Seitenstraßen U-Turns in einem Schwung zu erledigen, vergibt man sich leider. Der Fortwo braucht kaum 7 Meter Platz von Bordstein zu Bordstein, beim Forfour ist es ein Meter mehr. Das macht ihn aber immer noch locker zum wendigsten Viersitzer im Viertel.

Peugeot 306

Der 306 war der letzte schöne offene Peugeot. Kein Blechdach, kein dicker Hintern, keine superschräge A-Säule, die ansatzlos aus der Motorhaube wächst. Nicht mal ein Überrollbügel wie beim 205 Cabrio stört die Linie. Pininfarina hat das Auto gezeichnet. Es war sein letztes Peugeot-Cabrio. Zwischen 1994 und 2003 wurde das 306 Cabrio gebaut, dann kam die Ablösung durch den 307 CC mit Blechdach und sonderbaren Proportionen.

Die Preise des Viersitzers sind inzwischen stabil – auf niedrigem Niveau. Auf mobile.de verlangten Anbieter zwischen Januar 2015 und Januar 2017 im Schnitt gut 2.200 bis 2.600 Euro. Bei einer Laufleistung von maximal 150.000 Kilometern, viele Modelle haben mehr drauf. Das Angebot ist klein und schrumpft. Los geht es schon im dreistelligen Bereich.

Die meisten 306 Cabrios werden mit dem 88 PS starken 1,6-Liter-Benziner oder mit dem 1,8er mit 101 PS angeboten. Der 2.0 mit 121 PS ist seltener und teurer. Mehr als 6.000 Euro kostet derzeit (02/2017) kein offener 306. Der Zeitpunkt für einen Kauf dürfte günstig sein. Falls man ein versierter Bastler ist. Der 306 gilt als nicht sehr zuverlässig. Als Oldtimer wird der Franzose aber sicher wertvoller.

Peugeot 306 Cabrio auf mobile.de finden
 

Ford StreetKa

Okay, nicht jeder mag den StreetKa. Originell ist er auf jeden Fall, und außerdem selten. Nur gut zwei Jahre (2003 bis 2005) wurde der kleine Zweisitzer gebaut. Dann meinte Ford, eine Blechdachcabrio-Version des Focus sei wichtiger und ließ den StreetKa auslaufen. Beide wurden bei Pininfarina gebaut.

Mit einem 1,6 Liter großen Benziner, der 95 PS leistet, lässt der StreetKa sich unerwartet dynamisch bewegen. Gut 1.000 Kilo sind eben nicht viel. Vor allem aber rollt der Roadster auf einem feinen Fahrwerk, das später auch im geschlossenen SportKa verbaut wurde.

Das Angebot auf mobile.de bewegt sich meist um die 300 Inserate. Die Tendenz fällt leicht, die Preise auch. Noch, denken wir. Kostete der StreetKa Anfang 2015 noch mehr als 3.500 Euro, lag er im Januar dieses Jahres bei gut 3.000 Euro, allerdings stiegen auch die Laufleistungen von durchschnittlich 95.000 Kilometer auf 104.000 Kilometer. Richtig billige Autos gibt es nicht. Ab 1.500 Euro geht es los. Optimisten verlangen mehr als 6.000 Euro für Autos mit geringer Laufleistung.
 

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Fiat Barchetta

Zugegeben, der Barchetta ist kein Spider. Insofern war es vermutlich sinnvoll, dass Fiat Mitte der 90er den Namen nicht wiederbelebt hat. Stattdessen nannten die Italiener den offenen Zweisitzer „Bötchen“. Das originelle Design stammt von dem Griechen Andreas Zapatinas und gefällt sicher nicht jedem.

Trotzdem: Die Preise für den offenen Italiener sinken nicht mehr. Im Schnitt lagen sie im Januar 2017 bei 4.290 Euro, im Vorjahr pendelten sie noch um die 3.500 Euro. Das Angebot auf mobile.de ist überschaubar und schwankt stark. Wer im Juni 2015 nach einer Barchetta suchte, konnte zwischen mehr als 220 Angeboten wählen, im Februar 2016 war es noch die Hälfte. Zuletzt gab es deutlich weniger als 100 Angebote.

Sitzen die Händler womöglich im Winter auf ihrer Primadonna, weil sie im Sommer bessere Chancen haben, dass Käufer ein Auge zudrücken? Die Technik des Fiat gilt als problematisch. Darüber, welchen Motor man kauft, muss man sich keine Gedanken machen. Es gibt nur einen. Der 1,8-Liter-Benziner leistet 131 PS und geht munter voran.
 

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MG F

Die britische Marke MG hat eine lange Roadster-Historie. Der MG F war 1995 der letzte Nachkomme. Und der erste mit Mittelmotor. Meistens steckt ein 1,8-Liter-Vierzylinder hinter den Insassen, der 120 PS leistet. Die VVC-Version mit 145 PS wird seltener angeboten, genau wie der Trophy mit 160 PS oder die Basisversion mit 111 PS aus 1,6 Litern Hubraum.

Das Angebot an MG F auf mobile.de ist mit rund 100 Inseraten dünn, die Preise schwanken entsprechend stark. Der Schnitt lag über die vergangenen zwei Jahre zwischen rund 3.600 und gut 4.300 Euro. Eine klare Tendenz lässt sich nicht ausmachen. Schon wegen des seltenen Mittelmotorkonzepts und der MG-Historie dürfte der MG F langfristig im Preis steigen.
 

 

Mazda MX-5 NA/NB

 Ohne den MX-5 gäbe es womöglich gar keine Roadster mehr. Jedenfalls keine bezahlbaren, kleinen. 1989 belebte Mazda das Segment wieder, ab 1990 auch bei uns. Der erste MX-5 trug den Code NA und hatte die berühmten Klappscheinwerfer. Acht Jahre später kam die zweite Generation mit dem Code NB. Spaß machten beide – und tun es noch immer. Dabei war das Leistungsangebot überschaubar. Der NA leistete zunächst 116 PS aus einem 1,6-Liter-Sauger, Anfang 1994 kam der 1.8 mit 131 PS. Ein knappes Jahr später wurde das Basismodell auf 90 PS reduziert.

Im NB ging es bei 110 PS los, der 1,8er leistet hier erst 140 PS, ab Dezember 2000 dann 146 PS. Die Version mit Automatik-Getriebe kam nur auf 139 PS und verfügte über vier Gänge. Besser, man ignoriert sie. Einen MX-5 muss man selbst schalten.

Preislich unterscheiden sich NA und NB am unteren Ende des Angebots nur wenig. Ab 1.500 Euro starten die ersten Angebote – mit hoher Laufleistung und in eher schlechtem Zustand. Am oberen Ende findet man tendenziell mehr Ur-MX-5 als solche der zweiten Generation. Klares Signal: Der MX-5 NA wird zum Klassiker. Die aufgerufenen Preise bewegen sich im Durchschnitt beider Baureihen zwischen 4.000 und 5.000 Euro, Tendenz steigend. Im Schnitt liegt der ältere MX-5 mittlerweile über dem jüngeren.

Günstige Mazda MX-5 auf mobile.de

Smart Roadster

 Er hielt nur zwei Jahre durch. Von 2003 bis 2005 baute Smart den Roadster. Nicht allzu oft. Der kleine Sportler war zu teuer, bot nicht viel Leistung und passte schnell nicht mehr in die Modellstrategie.

Wer über das automatisierte Handschaltgetriebe mit – Moment mal eben – sehr langen Schaltpausen hinwegsieht, kann viel Spaß im Smart haben. Wenig Gewicht und der niedrige Schwerpunkt machen ihn zum Kurvendynamiker. In Längsrichtung ging leider nicht viel. Nicht mal mit dem Brabus-Modell, das immerhin 101 PS und 130 Newtonmeter Drehmoment aus dem 0,7-Liter-Turbo holte.

Der Top-Roadster ist selten und kostet mehr. Ob es die Basis mit 61 PS oder die 82-PS-Version ist, spielt für den Preis kaum eine Rolle. Im Schnitt verlangen die Verkäufer zwischen 6.000 und 7.000 Euro für den Roadster. Das sind Liebhaberpreise. Richtig billige Autos gibt es nicht. Selbst mit deutlich mehr als 100.000 Kilometern werden sie nur selten für weniger als 3.000 Euro inseriert. Die Karosserieform (es gab den Roadster mit und ohne verglastes Heckabteil) spielt dabei keine Rolle.

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Mercedes SLK (R170)

 Mercedes-Cabrios hatten bislang fast immer das Zeug zum Klassiker. Der erste kleine Roadster von Mercedes macht da keine Ausnahme. Trotz des Variodachs oder gerade deswegen? Zumindest zerstört das faltbare Stahldach nicht die Proportionen. Klare Linien, knappes Heck und schnörkelloses Mercedes-Design – der Nachfolger mit der angetäuschten McLaren-Nase bekam das nicht so gut hin.

Das Angebot (der erste SLK wurde mehr als 300.000 Mal gebaut) auf mobile.de ist üppig. Je nach Jahreszeit werden im Schnitt zwischen gut 600 und mehr als 1.000 SLK angeboten. Die Durchschnittspreise lagen in den vergangenen zwei Jahren zwischen 6.500 und etwas mehr als 7.000 Euro. Klingt bezahlbar, aber SLK-Fahrer sind viel unterwegs. Laufleistungen von mehr als 200.000 Kilometern sind keine Seltenheit, der Durchschnitt geht Richtung 150.000 Kilometer.

Startpreise von etwas mehr als 2.000 Euro wirft mobile.de aus. Die meisten Modelle sind dann Basis-200er mit 136 PS oder 230 Kompressor (193 PS). Seltener werden 200 Kompressor angeboten (192 PS), die es in Deutschland nie offiziell zu kaufen gab. Mit dem Facelift im Jahr 2000 änderte sich das. Der 200 Kompressor (163 PS) ersetzte den Basismotor, der 230 Kompressor bekam 197 PS. Außerdem führte Mercedes den SLK 320 mit 3,2-Liter-V6 und 218 PS ein. Kurz danach kam der 32 AMG mit 354 PS. Das Topmodell kostet üblicherweise immer noch am meisten.

Mercedes SLK auf mobile.de

Audi TT (8N)

 Es ist beinahe, als gäbe es nur perfekte Kreise und Geraden. Als Audi im Jahr 1998 den ersten TT zeigte, gefiel die Designsprache nicht jedem. Heute werden selbst Kritiker anerkennen: Er ist ausgezeichnet gealtert. Wobei er offenbar nicht nach dem Prinzip „form follows function“ entwickelt wurde.

Audi musste sogar nachbessern, weil der TT bei hohen Geschwindigkeiten nicht funktionierte, wie er sollte. Er brach zu leicht aus und bekam deshalb einen kleinen Heckspoiler. Der stört die Linie ein wenig, bringt aber den nötigen Anpressdruck.

Dem künftigen Klassiker-Status sollte wenig im Wege stehen. Die Preise für den Roadster steigen zwar noch nicht, bleiben aber trotz steigender Laufleistung stabil. Etwas mehr als 8.000 Euro musste man Anfang 2017 im Schnitt einplanen. Los geht es etwa bei 5.000 Euro. Dann steckt meistens der 1,8-Liter-Turbobenziner unter der Haube, öfter mit 179 PS (später 190 PS) als mit 150 PS (später 163 PS). Die Version mit 224 PS, die serienmäßig mit Allrad ausgeliefert wurde, ist seltener.

Der erste Audi TT auf mobile.de 

BMW Z3

 Beim BMW Z3 ist die Richtung klar: Es geht aufwärts. Im Januar 2015 wollten Verkäufer auf mobile.de im Schnitt rund 8.600 Euro haben. Zwei Jahre später kostete er rund 3.000 Euro mehr. Der kleine Roadster von BMW hat einen Ruf als Fahrdynamiker – den sein direkter Nachfolger nicht mehr mit ihm teilt. Das Konzept blieb: intimes Cockpit, lange Haube, kurzes Heck. Man sitzt beim zwischen 1995 und 2002 gebauten Z3 quasi auf der Hinterachse.

Das Motorenangebot für den Z3 startet schon mit einem 1,8-Liter-Benziner und nur 116 PS (ab 09/1998 mit 118 PS aus 1,9 Litern Hubraum). Für Drifteinlagen etwas wenig, aber dafür kosten Modelle mit hohen Laufleistungen nicht viel. Bei um die 5.000 Euro geht es los, wer etwas mehr Leistung will (1.9i mit 140 PS, ab 04/1999 2.0 mit 150 PS) findet Angebote ab etwas mehr als 6.000 Euro.

Mehr Leistung kostet beim Z3 auch auf dem Gebrauchtmarkt. Auch, weil die stärkeren Modelle meist etwas jünger sind. Der 2.2i mit 170 PS war ab Herbst 2000 im Angebot, der 2.8 kam Im Frühjahr 1997, der 2.8i (193 PS) zwei Jahre später. Günstig sind beide nicht, aber auch nicht so teuer wie der deutlich seltenere 3.0i (231 PS) – oder gar der Z3 M Roadster. Wer einen guten findet, sollte zuschlagen.

BMW Z3 auf mobile.de

Porsche Boxster 986

 Viel günstiger als mit einem Boxster der ersten Generation (986) kann man nicht Porsche fahren. Jedenfalls nicht offen. Wobei Einstiegsangebote von unter 7.000 Euro eher etwas für Bastler sein dürften, wenn überhaupt. Trotzdem, wen eine hohe Laufleistung nicht schreckt, der findet Ur-Boxster für weniger als 10.000 Euro.

Im Schnitt kosten Boxster der Baujahre 1996 bis 2004 auf mobile.de allerdings schon mehr als 15.000 Euro. Das sind fast 3.000 Euro mehr als noch vor zwei Jahren. Es wird also Zeit: Wer noch schnell den ersten günstigen Einstiegs-Porsche haben will, muss sich ranhalten. Bald wird man mehr ausgeben müssen.

Frühe Modelle des Mittelmotor-Zweisitzers werden noch von einem 2,5-Liter-Boxer angetrieben. Später ersetzte Porsche den durch einen 2,7er, die Leistung stieg von 204 auf 220 PS. Den Boxster S (3,2 Liter, 252 PS) bekommt man nur schwer für weniger als 10.000 Euro, er kam erst 2000 auf den Markt. Kurz vor der Ablösung gab es 228 PS für den Boxster und 260 PS für den Boxster S. Mit dem Sondermodell „50 Jahre 550 Spyder“ legte Porsche noch was drauf. Der leistete 266 PS und war auf 1.953 Exemplare limitiert. Vermutlich eine sichere Wertanlage, die allerdings jetzt schon rund 30.000 Euro kostet.

Porsche Boxster auf mobile.de finden

Text: Heiko Dilk | Bildmaterial: Hersteller