Gebrauchte Kleinwagen für 5.000 Euro

Beim Kleinwagenkauf: Augen auf!

Mängel im Detail

Wer für einen Kleinwagen maximal 5.000 Euro bezahlen will, möchte natürlich ein hochwertiges Auto kaufen. Doch gerade in dieser Preisklasse sind oft Blender unterwegs – hier einige Schwachpunkte, auf die Sie besonders achten sollten.

 
 
19. Januar 2016

Kleinwagen vom Format zwischen VW Polo, Opel Corsa und Ford Fiesta gehören seit Jahren zu den beliebtesten Autos privater Käufer. Dafür spricht einiges: Moderne Kleinwagen sind längst der Rolle eines ärmlich ausgestatteten Billigmobils entwachsen.

Ob Ausstattung oder Motorisierung: Mit Kleinwagen lassen sich heute auch problemlos längere Strecken absolvieren. Und ihr Platzangebot reicht ohne weiteres für zwei Reisende, wenn nicht mehr.

Doch Käufer gebrauchter Kleinwagen müssen besonders aufpassen, denn in dieser Größenordnung sind viele Angebote auf dem Markt, die problematisch sind.

Viel Verschleiß, wenig Pflege

Was ist die Ursache dafür, dass viele Kleinwagen besonders stark verschlissen, schlecht gepflegt und abgenutzt sind? Es liegt an der gesamten Nutzergruppe: Kleinwagen kauft niemand zum Vergnügen, sondern aus simplen Kosten-Nutzen-Erwägungen.

Und darunter sind viele Menschen, die jeden Euro zweimal umdrehen müssen. Das Risiko: Viele sparen sich mitunter auch mal die ein oder andere Inspektion. Und sie nehmen den Wagen hart ran. Ein Kleinwagen ist fast immer ein kleines Nutzfahrzeug, so gut wie nie ein vierrädriger Liebling wie etwa ein Cabrio.

Der zweite Aspekt ist die bevorzugte Anwendungsart vieler Kleinwagen: Aufgrund ihres geringen Platzbedarfs werden sie oft für die Stadt gekauft. Und treffen dort auf einen Lebensraum, der deutliche Spuren hinterlässt: Poller und viele andere Autos verursachen nur Blechschäden, doch Bordsteinkanten verschleißen Lenkung, Fahrwerk und Reifen. So wie das Einparken auf engstem Raum.

Hoher Wiederverkaufswert

Aber was auf lange Sicht noch gravierender ist: Viele Kurzstreckenfahrten mit entsprechend vielen Kaltstarts lassen den Motor erheblich schneller altern als Langstreckentouren. Auch ein Stadtproblem.

Wer sich bei mobile.de auf die Suche nach einem passenden Kleinwagen macht, wird schnell zwei Feststellungen treffen: Erstens sind Kleinwagen in der Anschaffung selten billig.

Für 5.000 Euro bekommt man bei beliebten Vertretern wie dem VW Polo oftmals acht bis zehn Jahre alte Exemplare angeboten. Der Wiederverkaufswert der kleinen Alleskönner ist dann immer noch relativ hoch. Was den Verkäufer freut, ist ärgerlich für den Käufer.

Wenig Kilometer nicht immer gut

Und zweitens: Viele Kleinwagen haben auch im reiferen Alter erstaunlich geringe Kilometerstände. Das klingt erst einmal gut, muss es aber nicht sein. Wie mobile.de kürzlich anhand von Expertenmeinungen bei Klassikern nachwies, ist der reine Kilometerstand bei Autos nicht entscheidend.

Zum guten und sorgenfreien Zustand eines Autos gehört eine vernünftige Wartung und – mehr noch – die Art und Weise, wie diese Kilometer zustande gekommen sind. Bei Kleinwagen könnten seltene Fahrten das Problem sein, die auch noch im stressigen und verschleißfreudigem Stadtverkehr auf Kurzstrecken zustande gekommen sind.

Wer 5.000 Euro investieren will, findet auf mobile.de derzeit mehr als 10.000 Kleinwagen (mit „TÜV neu“). Welche davon besonders empfehlenswert sind, sehen Sie in der => Bildergalerie.

Zahl der Kaltstarts ist entscheidend

Christian Beringer, Diplom-Ingenieur und Kfz-Sachverständiger aus Pullach bei München: „Die Nutzungsart des Autos ist viel entscheidender als die reine Kilometerleistung.“ Ein Kilometerstand, der im Kurzstreckenbetrieb zustande kam, bedeutet wesentlich mehr Verschleiß als auf der Langstrecke. Bereits die Zahl der Kaltstarts spielt eine große Rolle.

In die gleiche Kerbe haut auch der ADAC. Was tut man seinem Auto mit häufigem Kurzstreckenverkehr an, was könnten typische Mängel sein? Das mobile.de Magazin fragte Arnulf Thiemel von ADAC-Technikzentrum: „Häufiger Kurzstreckenverkehr bis zu fünf Kilometern Fahrstrecke mit verschleißfördernden Kaltstarts kann für die Technik des Fahrzeugs tatsächlich belastend sein.

Es kann auch zu erhöhtem Wartungsbedarf wie beispielsweise verkürzten Ölwechselintervallen kommen.“ Doch dagegen kann man etwas tun: „Man sollte dann am Wochenende oder zwischendurch immer mal eine längere Strecke fahren. Das gilt vor allem für Diesel. Im Kurzstreckenbetrieb kann sich sonst der Partikelfilter zusetzen.“

Kurzstrecken-Autos sind identifizierbar

Einen Wagen, der viel im Kurzstreckenverkehr eingesetzt wurde, kann man häufig an optischen Mängeln identifizieren: Dazu zählen die typischen Kratzer an Front- und Heckstoßstange vom vielen Einparken oder leichte Dellen in den Flanken, wo diese Fahrzeuge die Hinterlassenschaften unachtsamer Nebenparker tragen.

Genau prüfen sollte man auch Felgen und Reifen. Ab einer bestimmten Tiefe von Kratzern oder gar einer Verformung der Felge sind das keine optischen Mängel mehr, sondern es beeinträchtigt die Sicherheit, weil spontane Brüche zu befürchten sind.

Das gilt umso mehr für die Reifen: Tragen Sie deutliche Spuren der Abnutzung, sind sie überaltert (mehr als sechs Jahre) oder haben sie gar Beulen, die auf eine gerissene Karkasse im Inneren hindeuten – spätestens jetzt ist es an der Zeit, den Rückzug anzutreten und weiter zu suchen.

Empfehlenswerte Kleinwagen-Modelle finden Sie in der => Bildergalerie.

Kleinwagen-Suche bei mobile.de

Wer 5.000 Euro investieren will, findet auf mobile.de derzeit mehr als 10.000 Kleinwagen (mit „TÜV neu“). Klicken Sie jetzt in der Detailsuche links auf „Marke, Modell, Variante“, um Ihr bevorzugtes Fabrikat einzugeben.

Anschließend können Sie die Suche über weitere Aspekte (Umkreissuche, Ausstattung, Kilometerstand etc.) zusätzlich verfeinern.

Günstige Alfa bei mobile.de

Text: Portalmanufaktur / Stephan Hellmund
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Tests & Vergleiche bei mobile.de