Kaufberatung: Anfängerautos

Kaufberatung: Anfängerautos

Aller Anfang ist klein

Glücklich ist, wer sich zum Führerschein auch gleich ein Auto leisten kann. Doch welches sollte das sein? Das mobile.de Magazin hat einige Vorschläge zusammengestellt.

16. Januar 2014

Zwar mag es sie noch geben, die Fahranfänger, die von ihren gut betuchten Eltern einen Neuwagen zur bestandenen Fahrprüfung geschenkt bekommen. Doch in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle dürfte ein Gebrauchtwagen das erste - das Allererste! - Auto sein.

Und warum auch nicht: Trotz aller Ausbildung ist es nun mal so, dass die ersten Jahre auf den Straßen die schwierigsten sind. Da kommt schnell die eine oder andere Schramme ans Bleichkleid, was bei einem Gebrauchten weniger stört als beim glitzernden "Neuen".

 

 
 

Zuverlässigkeit und Sicherheit müssen sein

Weiteres Kriterium für das ideale Anfängerauto sind geringe Kosten. Zuverlässig sollte er sein, denn so eine Fahrerlaubnis ist nicht billig. Jede Reparatur am Wagen reißt unnötige Löcher ins knappe Budget.

Und zum guten Schluss stellt das mobile.de Magazin hier nur Autos vor, die mit guten Noten für die Insassensicherheit ausgezeichnet wurden. Falls es mal zum Unfall kommen sollte, ist maximale Sicherheit ein Muss.

Klein- und Kompaktwagen sind ideal zum Start

In der Auswahl finden sich überwiegend Klein- und Kompaktwagen. Das hat einen Grund: Diese Autoklasse ist meistens besonders wendig und übersichtlich, was Fahranfängern entgegenkommt. Es dann nicht zu viel rangiert werden, wenn es mal enger wird. Außerdem sind die Überhänge kürzer, so dass man nicht so schnell aus Versehen anstößt.

Auch wenn der schicke Mazda MX-5 Roadster ein Traum als erstes Auto wäre, so gibt es für Anfänger bessere Wagen. Das dürfte auch den Eltern des nun autofahrenden Sprösslings gefallen, denn Autos in sparsamer Motorisierung verleiten nur selten zum Rasen.

Der Dauerbrenner und der Unbekannte

Seit über 30 Jahren gibt es den Ford Fiesta. Heute haben die Modelle einen beachtlichen Reifegrad erreicht, und so gefällt er mit sicherem Fahrverhalten, sparsamen Motoren und einer problemlosen Bedienung. Auch in der Zuverlässigkeit schneidet der kleine Kölner gut ab: Die häufigsten Mängel sind Ölverlust am Motor und falsch eingestellte oder defekte Scheinwerfer. Alle anderen Baugruppen gelten als unproblematisch.

Traditionell als zuverlässig gelten japanische Autos. Wenn sie dann noch ziemlich unbekannt sind, steigt die Chance auf ein Schnäppchen. Und hier ist eines: Der Honda Jazz. Von der Karosserieform her ist er fast schon ein Minivan, was für seine Variabilität sowie das Platzangebot spricht. Damit wird auch der Umzug in die Studentenbude möglich. Die häufigsten Mängel bei der Hauptuntersuchung betreffen die abgenutzte Bremsanlage. Auch falsch eingestellte Scheinwerfer oder eine defekte Nebelschlussleuchte kommen vor.

Eher Wartungsmängel beim Toyota

Ebenfalls einen Blick wert ist der Toyota Yaris. Ab 2006 sind diese gut verarbeitet und mit einer guten Sicherheitsausstattung versehen - allerdings fehlt häufiger das ESP. Angenehm ist die gute Übersicht des Yaris, die auch aus der hohen Sitzposition resultiert. Wenn der Toyota bei der Hauptuntersuchung unangenehm auffällt, dann sind das meist Wartungsmängel wie verschlissene Bremsen oder defekte Leuchten. Allerdings sollte man auf Ölverlust am Motor achten.

Heckantrieb? Warum nicht!

Wer Kompaktklasse sagt, meint meist den Bestseller von Volkswagen, den Golf. Keine schlechte Wahl, doch ziemlich teuer. Das gilt auch für den BMW der 1er-Reihe, der nicht zu den günstigsten, wohl aber zu den zuverlässigsten Vertretern der Klasse zählt. Bei ihm erhält man ein sehr fahraktives Auto mit zwar geringem Platzangebot (Hinterradantrieb!), aber sehr ausgereifter Technik. Interessenten sollten das Fahrwerk und damit die einzige Schwachstelle von BMWs 1er begutachten: Verschlissene Bremsen, ausgeschlagene Spurstangenköpfe oder defekte Stabi-Lager sind häufig.

Ein zuverlässiger Exot

Der 1er ist doch zu unvernünftig? Dann kommt hier noch ein Tipp des vernünftigsten Herstellers überhaupt: Volvo. Hin und wieder leisten sich selbst die grundsoliden Schweden einen kleinen Aha-Effekt in der Modellpalette - die Rede ist vom C30. Bis 2012 wurde das Kombi-Coupé gebaut, dann war es vorbei. Der schöne, kompakte und elegante Wagen hat lediglich ein Problem mit der Beleuchtung. Das fängt bei defekten Leuchten an und reicht bis zur fehlerhaften Einstellung. Ansonsten fällt nur eines negativ auf: ein nicht richtig befestigter Auspuff. Na denn!

Weitere Vorschläge finden Sie in der Bildergalerie.

Text: SH | Bildmaterial: Mazda