Sportwagen bis 5.000 Euro

Sportwagen bis 5.000 Euro

Viel Dampf für wenig Geld

Ein Sportwagen für schlanke 5.000 Euro? Kein Problem. Das mobile.de Magazin gibt einen Überblick über schnelle Schnäppchen.

20. März 2013

Die Unterscheidung ist nicht leicht: Was ist noch ein Coupé, was schon ein Sportwagen? Coupés sind meistens Ableitungen ihrer viertürigen Basismodelle und setzen mehr auf Eleganz. Sportwagen hingegen haben keine mehrtürigen Gegenstücke in der Modellpalette und sind maximal 2+2-sitzig. Ganz sauber ist diese Unterscheidung heute nicht, denn natürlich basieren auch die Sportwagen technisch manchmal auf den Bestsellern der Autokonzerne.

 

 
 

Was ist noch Coupé, was Sportwagen?

Der Audi TT ist ein gutes Beispiel hierfür. Tatsächlich ist er eines von immerhin sieben Derivaten, die auf der Technik und Plattform des VW Golf IV aufbauen. Trotzdem haben die Entwickler des knackigen TT nicht nur ein interessantes Design geschaffen, sondern ihn so abgestimmt, dass die Basis kaum noch zu erahnen ist.

Gleiches gilt für den Toyota Celica. Seine technische Basis ist die Limousine Carina, aber sehen oder fühlen kann man das nicht. Die siebte Generation im Sharp-Edge-Design ist gleichzeitig die letzte, 2005 endete die Produktion. Wer sich für den Celica entscheidet, kauft gleichzeitig den letzten Sportler dieser Generation von Toyota.

Darf es ein Porsche sein?

Wenn es eine Firma gibt, die den Sportwagenbau niemals aufgeben kann und wird, dann ist es natürlich Porsche. Auch wenn das Geld heute eher mit dem SUV Cayenne verdient wird. Die schwäbischen Sportwagen düsen normalerweise in anderen Preisregionen, doch ist der verkannte 924 zu diesem Kurs zu bekommen. Dann heißt es jedoch aufpassen, denn langsam aber sicher steigt auch diese Baureihe im Wert. Für 5.000 Euro bekommt man daher entweder aufgehübschte Mängelexemplare oder aber ein solides Modell im Zustand 3.

Schönheit auf den zweiten Blick

Sportlich und kräftig war der VW Corrado auch. Eigentlich sollte er der nächste Scirocco der Niedersachsen werden. Doch leider geriet er zu teuer, zu schwer und zu kräftig. Da die Entwicklung schon so weit vorangeschritten war, führte VW mit dem Corrado flugs eine neue Klasse ein. Dieser Sportwagen hat weder Vorläufer noch Nachfolger – sonderlich erfolgreich war er zu Lebzeiten nicht, doch er hat eine treue Fangemeinde.

Alfas aus der alten Zeit

Und Alfa Romeo? Ist derzeit nur mit dem kleinen Mito und der kompakten Giulietta auf dem Markt, doch früher gab es eine reichhaltige Modellpalette. Da gab es den GTV, der beste Alfa-Tradition verkörperte. Zwar war er mit Frontantrieb ausgerüstet (was an der technischen Basis von Fiat lag) – aber kaum einer hat‘s gemerkt, so neutral wuselte der Sportler um die Kurven. Unter der Haube steckte auch nicht irgendein Fiat-Derivat, sondern ein klassischer Alfa-Vierzylinder (oder V6). Einfach schön.

Auch Amerikaner können Sportwagen!

Heavy Metal. V8. Trampeliges Fahrwerk. Verarbeitung irgendwo zwischen Lada und Dacia. Kunststoff, der auch nach Jahren noch ausdünstet. Wer so denkt, hat weder den Chevrolet Camaro noch sein Schwestermodell Pontiac Firebird verstanden. Tatsächlich haben die US-Sportler mit günstigen Kursen die ganzen USA motorisiert.

Und das nicht mal schlecht. Die Fahrwerke der Baujahre ab 1993 sind zwar der europäischen Konkurrenz nach wie vor unterlegen, aber man fliegt nicht schon bei Schrittgeschwindigkeit aus der Kurve. Und erst der brachiale Antrieb! Die beiden Amis sind gute Freunde, zwar ein bisschen ungehobelt, aber treue Begleiter. Was will man mehr?

Italienische Eleganz, deutsche Präzision, amerikanische Fahrfreude – für 5.000 Euro steht einem die internationale Sportwagenfraktion offen. Man muss sich nur entscheiden.

Mehr dazu finden Sie in der Bildergalerie.

Text: SH | Bildmaterial: Alfa Romeo