Kaufberatung: Günstige Sechszylinder

Kaufberatung: Günstige Sechszylinder

Ein halbes Dutzend…

…gute Gründe sprechen für den Sechszylinder. Er ist laufruhig, edel und manchmal sogar sehr günstig. Das mobile.de Magazin hat die besten Sechszylinder gefunden.

So ein Sechszylinder, der hat was. Da kommen einem Autoliebhaber sofort die legendären Motoren besonders von Porsche im 911er oder von BMW in den Sinn. So richtig günstig sind die Sportwagen aus Zuffenhausen allerdings meistens nicht.

 

 
 
 

BMW baut formidable Sechser - noch

BMW also. Auch wenn die Bayern in der Neuzeit voll auf den Downsizing-Trend setzen und die meisten der legendären Reihensechser durch aufgeladene Vierzylinder ersetzt haben – die BMW-Sechszylinder sind in Sachen Laufkultur und Leistungsabgabe einsame Spitze. Und sie sind günstig.

Quer durch alle Baureihen kamen die Motoren zum Einsatz. Ob Cabrio, Kombi, SUV oder Luxuslimousine, der Interessent muss sich hier nicht einschränken. Und noch ein Vorteil für BMW: Die Motoren gelten als sehr ausgereift, Laufleistungen von mehreren Hunderttausend Kilometern können erreicht werden.

Reihensechser sind selten

Sechszylinder gibt es dabei in verschiedenen Bauformen. Die klassische BMW-Methode, der Reihensechszylinder, ist dabei in den vergangenen Jahren selten geworden. Mag dieser auch erhebliche Vorteile bei Laufkultur haben – er hat gleichzeitig ein großes Problem: Er fällt sehr lang aus. Das wiederum lässt nur den Längseinbau zu, was heute als Platzverschwendung gilt.

VW nutzt das Lancia-Prinzip

Deshalb setzen viele Motorenhersteller wie beispielsweise Mercedes auf den V6, der entsprechend kürzer ausfällt. VW wiederum hat sich das Prinzip der VR6-Motoren bei Lancia abgeschaut, worauf die Italiener seit 1915 ein Patent hielten.

Diese VR-Maschinen haben einen ganz engen Zylinderwinkel von nur 15 Grad. Das verkürzt die Baulänge und hat zusätzlich den Vorteil, dass gemeinsame Bauteile wie beispielsweise der Zylinderkopf eingesetzt werden können.

Aus acht wurden sechs Zylinder

Das Projekt hieß „PRV-Motor“ und wurde umgangssprachlich auch „Europa-Motor“ genannt. Später stieß Volvo hinzu. Doch kam 1973 die erste Ölkrise und man entschloss sich, aus dem fast fertigen V8 einen sparsameren V6 zu machen. Daher hat dieser Motor typische Konstruktionsmerkmale eines V8, wie beispielsweise den großen Zylinderbank-Winkel von 90 Grad. Dieser Motor lief anfangs ziemlich rauh. Neben den genannten Firmen setzten ihn auch Lancia oder Kleinserienhersteller wie DMC (DeLorean) ein.

Boxer nicht nur von Porsche

Neben Porsche gibt es noch eine Firma, die auf Boxermotoren setzt und einen Sechszylinder gebaut hat: Subaru. Egal ob Sport-, Kompaktwagen oder SUV: Der flache Boxermotor ist meist obligatorisch, aber eigentlich nur als Vierzylinder. Den Sechszylinder gab es erstmals im Spitzenmodell Tribeca.

Zum Abschluss noch die gute Nachricht: Wer einen der klassischen Sechszylinder-Boxer von Porsche fahren will, kann dies für einen günstigen Einstiegspreis tun. Porsche Boxster gibt es bei mobile.de schon für unter 10.000 Euro, den Cayman für unter 20.000 Euro. Und das sportliche Mittelmotor-Konzept der beiden gibt es kostenlos oben drauf.

Text: SH | Bildmaterial: Lexus