Gebrauchtkauf Audi A6, BMW 5er und Mercedes E

Gebrauchtkauf Audi A6, BMW 5er und Mercedes E

Business-Class

Wer in Deutschland einen gehobenen Geschäftswagen möchte, landet in der überwiegenden Mehrheit beim Triumvirat aus Audi A6, BMW 5er oder Mercedes E-Klasse. Was machen sie sich als Gebrauchtwagen?

16. Oktober 2013

Schon viele Angreifer wie Lexus, Jaguar oder Citroën haben sich an einem sehr lukrativen Markt in Deutschland die Zähne ausgebissen: dem der Geschäftswagen. Ob Sparkassendirektor oder Verkaufsleiter, fast immer machen diese ihre Unterschrift beim Dienstwagen-Clan aus Deutschland. Audi, BMW oder Mercedes fahren mit A6, 5er oder E-Klasse satte Gewinne ein.

Das hat Folgen: Die Franzosen haben kapituliert und bauen nur noch Autos unterhalb der Oberklasse. Lexus, in den USA ein Star, ist hierzulande nahezu unbekannt. An den Produkten liegt es jedenfalls nicht.

 
 
 

Günstige Leasingrückläufer

Für Gebrauchtwagenkäufer hat diese Monokultur allerdings Vorteile. Denn die Wagen werden zumeist geleast, und das zu günstigen Konditionen. Neu gekauft werden sie selten, denn das wäre vor allem eines: sehr teuer. Wenn die Dienstwagen am Ende der Leasingzeit zurückgegeben werden, stehen auf dem Hof des Händlers meist gut bis sehr gut ausgestattete Wagen, die auch noch scheckheftgepflegt sind.

Für die einst teuren Extras und Assistenzsysteme braucht der Gebrauchtkäufer nur einen Bruchteil des Neupreises auszugeben. Und da es diese Fahrzeuge in großer Zahl gibt, sind zumindest Audi und BMW nach drei Jahren schon für unter 50% des Neupreises zu bekommen. Nur die Mercedes sind etwas wertstabiler.

Zuverlässig sind sie, aber …

Doch taugen die ehemaligen Geschäftswagen auch als Gebrauchte etwas? Die Antwort lautet in allen drei Fällen ja. Nur eines sollte man wissen: Trotz relativ günstiger Einstandspreise sind Autos dieser Klasse ganz bestimmt keine Schnäppchen. Die aufwendige Technik hat in der Wartung und im Falle einer Reparatur ihren Preis. So kostet ein kompletter Auspuff inklusive Kat bei Audi 3.553, bei BMW 2.469 und bei Mercedes noch 2.303 Euro. Die Preise für eine Lichtmaschine im Austausch: Audi 545, BMW 601 und Mercedes 921 Euro.

Ein billiges Vergnügen sieht anders aus. Doch diese Schäden sind nach übereinstimmender Aussage von GTÜ, TÜV und ADAC eher selten. Bleiben die Wagen liegen, ist der Grund dafür entweder ein Wartungsmangel oder die Batterie. In erstem Fall ist oft das Scheckheft lückenhaft, der zweite geht auf das Konto der immer komplexeren Elektrik und Elektronik, vor allem wegen immer zahlreicheren Assistenzsystemen. Da ist die Elektrik inklusive Batterie hoch belastet.

Details zu den drei Modellen finden Sie in unserer Bildergalerie.

Text: SH | Bildmaterial: Mercedes-Benz