Die besten Familientransporter

Die besten Familientransporter

Da geht was rein!

Van oder Kombi? Das mobile.de Magazin hat jeweils fünf Alternativen für die ganze Familie bis 10.000 Euro verglichen. Das ist nicht nur eine Modell-, sondern auch eine Systemfrage.

8. August 2013

Wer war es denn nun, wer ist der erste? Die meisten Autokenner würden auf den Chrysler Voyager tippen, der seit 1984 als Begründer der Van-Klasse gilt. Doch es gab noch einen davor: Im September 1983 erschien der Mitsubishi Space Wagon. Das japanische Auto wurde damals als „Großraumlimousine“ tituliert, der Begriff Van setzte sich erst später durch.

Der Mitsubishi Space Wagon war noch etwas unentschieden. Anders als der ein Jahr später erschienene Chrysler Voyager hatte er noch keine Schiebetüren, die dem ebenfalls 1984 erschienenen Renault Espace auch fehlten.

 

 
 
 

Der Mitsubishi war der Erste

Zwar schon ein Siebensitzer, war es mit der Variabilität seines Innenraumes noch nicht weit her. Doch schon beim Mitsubishi lugten die Vorteile des Van-Konzeptes durch: viel Platz auf kompakter Plattform. Das unterscheidet Vans grundsätzlich von Kombis, denn deren Konzept ist ausgereizt: Noch mehr Kofferraum als durch Verlängerung des Daches ist bei den meisten Limousinen nicht mehr möglich.

Wer mehr Platz wollte, musste sich vor dem Siegeszug des Van-Konzeptes auf Altbewährtes wie den VW Bus beschränken.

Van statt Handwerkerauto

Der „Bully“ und seine Verwandten konnten jedoch nie ganz ihre Herkunft als gewerblicher Kleintransporter ablegen. Da rappelt es, der Motor ist dürftig gedämmt und nacktes Blech schafft nicht gerade die erwünschte Wohlfühl-Atmosphäre.

Mit den Vans legten die Raumtransporter das Image des Handwerkerwagens ab und waren ebenso gut oder gar luxuriöser als eine normale Limousine ausgestattet.

Variabilität ist Trumpf

Heutige Vans wie der Opel Zafira überzeugen neben dem großen Platzangebot auch durch die Variabilität ihres Innenraumes. Da können Sitze und Bänke geklappt, versenkt oder nur teilweise genutzt werden. Was immer eine Familie gerade brauchen könnte, soll so ein Van beherrschen, und sei es das neue Schlafzimmer vom schwedischen Möbelhaus kostengünstig nach Hause bringen.

Kombis sind nicht nur für Familien

In Bezug auf diese Variabilität sind Kombis im Nachteil. Zwar bezeichnet die offizielle Namensgebung „Kombinationskraftwagen“ eigentlich eine Mischung aus LKW und PKW, aber in der Realität sind Kombis eben Limousinen mit verlängertem Dach. Das schränkt durch die fehlende Höhe die Möglichkeit der Innenraumgestaltung ein. Auch sind alltägliche Verrichtungen wie das Anschnallen eines Kleinkindes schwieriger, weil es an Türhöhe fehlt.

Kombis sind schneller und schick

Doch das hat nicht nur Nachteile. Wer nicht auf den letzten Raumgewinn aus ist, bekommt mit einem Kombi eine Limousinen-ähnliche und damit edler aussehende Lösung.

Hier werden auch Menschen glücklich, die eigentlich gar keinen großen Raumgewinn brauchen, sondern nur keinen Platz verschenken wollen. Wer hin und wieder ins Grüne will und sein Mountainbike einlädt, braucht schlicht und ergreifend keinen Van.

Ein Mercedes als Vorreiter

Galten auch Kombis früher als typische Handwerker-Autos, so hat sich auch dieses Image längst gewandelt. Spätestens seit 1978, als Mercedes sein erstes T-Modell auf den Markt brachte, war der Kombi auch im Establishment angekommen. Das hat sich heute so weit entwickelt, dass es den Begriff der „Lifestyle-Kombis“ gibt.

Autos für Menschen – so die Werbung – die auf ein Mindestmaß an Variabilität und Platz nicht verzichten möchten, jedoch eher ein elegantes oder sportliches Modell suchen. BMW 3er touring, Cadillac CTS Wagon oder die wiederbelebten Shooting Brakes, auch wenn sie heutzutage nicht mehr zweitürig sind, sind untrügliches Zeichen und Protagonisten dieser Klasse.

SUV statt Van oder Kombi

Doch der große Boom bei Kombis oder Vans ist vorbei. Die neuen Trendsetter sind SUV genannte Autos in Geländewagenoptik, die man auch als die eigentlichen Kombinationskraftwagen bezeichnen könnte, welche die Vorteile von Van und Kombi vereinen. Das sind gute Zeiten für Gebrauchtwagenkäufer bei Vans oder Kombis.

In der Galerie finden sie je fünf Kombis und Vans bis 10.000 Euro.

Text: SH | Bildmaterial: Opel