Individueller geht es nicht

Top 10: Absolute Unikate auf mobile.de

Kunst oder Kitsch?

Verwechslung ausgeschlossen: Es gibt Autos, die gibt es garantiert nur ein einziges Mal. Zumeist handelt es sich um Sonderanfertigungen verschrobener Millionäre. Hier die Top 10 der verrückteste Einzelstücke, die derzeit auf mobile.de zum Kauf angeboten werden

23. Juni 2015

Michael Fröhlich macht seinem Nachnamen alle Ehre: Ohne Nachfrage eröffnet er das Gespräch mit dem Scherz, dass sein Autohandel eigentlich gar kein Autohandel sei – sondern ein riesengroßer Spielplatz für Männer.

„Fantastische Fahrzeuge“ heißt der Laden in der Unterzeile, und tatsächlich scheinen ihm die ungewöhnlichen Autos nur so zuzufliegen. Und natürlich ist das mit dem Männer-Spielplatz nicht bloß ein Scherz.

In Mettmann unweit Düsseldorf entdeckten wir in Fröhlichs fantastischem Fahrzeug-Sortiment gleich zwei Autos, auf die diese Beschreibung zutrifft.  

 

 
 

Ein Playboy und sein bestes Stück

Das erste ist der ehemalige Privatwagen des Playboys Waldemar Wohlfahrt. Er war in den 60er-Jahren eine feste Größe im Jet Set, Schauspieler und angeblich auch mal der Liebste von Brigitte Bardot.

So ein Mann braucht natürlich ein besonderes Auto. Neu hat er sich deshalb ein knallrotes Mercedes Cabrio der Baureihe W 111 zugelegt. Das aber war zu gewöhnlich, deshalb ließ er es umbauen.

Ob man es mag oder nicht: Die Front der damaligen S-Klasse und deren Rücklichter ergeben zusammen mit der Geschichte einen echten Hingucker. Aus erster Hand stammt der Wagen und hat so um die 2 Millionen Kilometer gelaufen.

Buggy auf Rolls Royce-Basis

Nicht minder ungewöhnlich ist unsere zweite Wahl der „Fantastischen Fahrzeuge“: Stellen Sie sich vor, Sie wären marokkanischer König und suchten im Fuhrpark nach einem passenden Jagdwagen.

Weil sich da absolut nichts auftreiben ließ, wenden Sie sich vertrauensvoll an den italienischen Fahrzeugentwickler und Designer Franco Sbarro – und bekommen eine Kreuzung aus Jagdwagen und Buggy auf Basis eines Rolls Royce Carmargue zurück.

Das dunkelblaue Auto mit dem orangenen Lederinterieur ist nichts für Schüchterne, ganz gewiss nicht (mehr in unserer Bildergalerie).

1.201 PS sollten reichen zum Offenfahren

Unglaublich edel steht hingegen der Bugatti Veyron 16.4 mit dem beinahe adeligen Beinamen „Grand Sport Vitesse“ in Hamburg da. Dieser Bugatti ist sehr oft fotografiert worden 2013, denn da zierte er den Stand der Firma Bugatti auf dem Genfer Autosalon.

Das Braun innen und außen steht ihm wirklich gut, aber auch die weiteren Features überzeugen: Der Vitesse verbindet den leistungsgesteigerten Motor (1.201 PS) und die überarbeitete Karosserie des Super Sport mit dem offenen Dach des Grand Sport.

Luxus pur, aber nicht von außen

Wesentlich dezenter ist der zweite Wagen von AutoLehmann in Hamburg: Äußerlich deuten nur die Chromfelgen darauf hin, dass dieser Mercedes Sprinter etwas Besonders sein muss.

Ist er auch, wie der selbstbewusste Preis von 333.900 Euro beweist: Der Sprinter hat so gar nichts handwerkermäßiges an oder in sich, sondern ist extrem edel ausgestattet. Helles Leder und Holz dominieren den Innenraum, weder Kühlschrank noch TV fehlen.

258 PS treiben das luxuriöse Fahrzeug voran – das ist genau das richtige Auto für Menschen, die den Nerz nach innen tragen und dennoch nicht auf Platz oder Komfort verzichten wollen.

Hier ist alles Gold, was glänzt

Extrem extrovertiert dagegen ist der goldene Pontiac von All Naeemi. Er überzog seinen Wagen mit Blattgold, auch verzierte er das Fahrzeug mit hunderttausenden Strasssteinen.

Das Ganze in beeindruckender Qualität. Der mehrfache Pokalgewinner steht derzeit bei mobile.de zum Verkauf und war uns schon eine eigene Geschichte wert.

Zwei Porsche, wie es sie nicht noch einmal gibt

Zwei Porsche haben es auch mit auf die Liste der ungewöhnlichsten Autos bei mobile.de geschafft. Beides sind Einzelstücke. Ein vom Autotuner Gemballa komplett umgebauter 930 turbo ist dabei, aber auch ein Porsche 914 Speedster.

Der 930 erhielt zwar auch einen komplett aufgefrischten Innenraum, am ungewöhnlichsten aber sind die integrierten Doppelscheinwerfer an der Front. Das Auto gibt es so nur ein einziges Mal.

Das hat er gemein mit dem Porsche 914 Speedster. Ein niedrigerer Windschutzscheibenrahmen, der Entfall des typischen Targabügels sowie speziell angefertigtes Verdeck und Gestänge zeichnen den Prototypen aus.

Dieser Amerikaner ist Schweizer

Ein weißer Dodge Challenger weckt in Deutschland wohl bei vielen Erinnerungen an den Kultfilm „Fluchtpunkt San Francisco“. Dieses hier ist ein ganz besonderes Exemplar, denn es wurde nicht in den USA gefertigt.

Wenig bekannt ist, dass einige Dodge auch in der Schweiz endgefertigt wurden. Das trifft auf dieses Exemplar zu, welches 20 Jahre lang eingelagert war – eine wahrhaftige Zeitkapsel.

Hot Rod für die Straße

Beim nächsten Kandidaten kann man von Zeitkapsel kaum reden, auch wenn er schon 75 Jahre alt ist. In Texas / USA wurde ihm so ziemlich alles ausgetrieben, was an die Vergangenheit erinnern könnte.

Das spektakuläre Objekt startete sein Leben 1940 als braver Pickup von Ford. Nun steckt ein 330 PS starker V8 unter der Haube, zusammen mit der Designlackierung und dem aufgebrezelten Innenraum entstand ein echter Hot Rod, wie es ihn nicht noch einmal gibt.

Das Unglaubliche an diesem Ungetüm: Der Verkäufer sichert zu, dass der Wagen eine deutsche Straßenzulassung bekommt.

Dem kann im Gelände kaum einer folgen

Das Mercedes G-Modell ist seit über 30 Jahren für seine hervorragenden Geländeeigenschaften bekannt. Doch der allradgetriebene Brotkasten kann auch ein veritabler Rennwagen bei Offroad-Veranstaltungen sein.

Das hier angebotene Auto ist für Langstreckenrennen und den richtig harten Einsatz im Gelände optimiert worden. Mit Erfolg: Der Wagen konnte bislang einige Wettbewerbe erfolgreich beenden. Ein Rennwagen, aber mal ganz anders.

Und so sehen sie aus: Einzelstücke aus der Schatzkammer von mobile.de zeigt die Bildergalerie.

Text: Portalmanufaktur / Stephan Hellmund