Schatzkiste: Die Anderen bei mobile.de

Top 10 der exotischsten Fahrzeuge

Mut zum Anderssein

Wer weiß was er will, kann bei mobile.de gezielt nach seinem Auto suchen. Spannender ist aber das, was sich hinter der Rubrik „Andere“ verbirgt. Da gibt es radikale Rennwagen, skurrile Buggys und längst ausgestorbene Exoten aus vergangenen Tagen. Und noch vieles mehr.

15. Juli 2015

Der Weg zum Nächsten kann auch über die „Anderen“ führen. Wer diesen Weg in der mobile.de Fahrzeugsuche beschreitet, findet spannende Kleinodien aus der geheimen Schatzkammer. Was Schatz ist, regelt allein 1 Vorschrift: Hier dürfen nur Fabrikate eingestellt werden, die im Marken-Menü nicht aufgeführt sind.

Das führt zum vielleicht lustigsten Museum der Mobilität im Internet – und der Eintritt ist noch dazu kostenlos: Hereinspaziert, meine Damen und Herren! Vergessene Marken, skurrile Dreiräder, aber auch ein, na, nennen wir es Cabrio, mit mehr als 1.000 PS stehen zur Wahl.

Was eben dieses kuriose Cabriolet wohl kosten mag? Nur 11.900 Euro. Ein wahres Schnäppchen, verdammt schnell übrigens: In 7,6 Sekunden beschleunigt es auf gut 300 km/h.
 

 
 

 

Eine prall gefüllte Schatzkammer

Der Weg in die mobile Schatzkammer abseits der üblichen Pfade ist ganz einfach: In der Detailsuche bei „ Marke, Modell, Variante“ einfach ganz bis nach unten Scrollen. Da steht es, ganz dezent: „Andere“.

Ab hier betritt man eine beinahe phantastische Welt: Alles, was nicht in das übliche Markenschema passt, findet sich hier. Das sind kleine Eigenbauten, aber auch untergegangene Marken oder einfach ein Gefährt, was mit gängigen Kriterien nicht erfassen ist. Die Außenseiter. Die Einzelgänger. Die Exoten

Knapp 3.000 Autos sind hier im Angebot. 10 haben wir uns mal näher angeschaut und aus den Tiefen der Datenbank ans Licht geholt. Ausführlichere Infos zu den Anderen finden sich in der Bildergalerie, hier schon mal ein kleiner Ausblick.

Ein waschechter Dragster als Wohnzimmerschmuck

Und so ist auch das Rätsel um das Cabrio mit mehr als 1.000 PS schnell gelöst: Es ist ein ur-amerikanischer Dragster, dessen massiv aufgeladener Chevy-V8 bis zu 1.400 leistet.

Bei Vollgas legen sich die Ohren an, und die Freudentränen fließen horizontal nach hinten ab.

Allerdings: Allein die ersten Vorbereitungen, dieses Ungetüm auf der Straße zu bewegen, ließe wohl schon in kürzester Zeit Heerscharen der örtlichen Polizeistreitkräfte anrücken.

Radical angasen mit dem Clubsportler

Radikal ist auch der Radical, ein Clubsport-Rennwagen. 163 PS klingen nicht viel, treffen aber auf nur 470 Kilo Kampfgewicht. Ungewöhnlich für ein Auto: Der Radical wird von einem Kawasaki-Motorradmotor angetrieben.

Wer es damit auf der Rennstrecke mal so richtig krachen lassen möchte, kann erst einmal ohne Sorge angasen: Ein neuer Motor gehört zum Ersatzteilpaket.

Das fährt die Tochter der Queen

Briten sind – oder besser: waren – bekannt für ihre teils skurrilen Automobile. Zwei finden sich bei den „Anderen“ von mobile.de, die einen zweiten Blick wert sind. Da wäre erst einmal der Scimitar GTE SE5a, ein eleganter Shooting-Brake.

Der zweitürige Kombi ist in Deutschland nahezu unbekannt, obwohl er auf der Insel prominente Käufer hatte: Unter anderem Prinzessin Anne, die Tochter der Queen, fuhr dieses Modell.

Angst vor großen Reparaturen muss man hier wohl nicht haben: Vieles ist neu, unter der Karosserie aus Kunststoff steckt problemlose Ford-Technik.

Einen E-Type hat doch jeder

Auch einen Daimler SP250 Dart trifft man in Deutschland eher selten. Sein Anblick polarisiert: Einige halten ihn mit den Glubschaugen und den Heckflossen für eine krude Designmischung, andere schätzen ihn für seine Individualität. Wem ein Jaguar E-Type zu langweilig ist, der sollte dem V8-Roadster einen zweiten Blick gönnen.

Fans der 70er-Jahre werden sie noch in Erinnerung haben, die Buggys. Radikal offen, hat dieser auch ein Verdeck, welches aber nie benutzt sein soll. Unter der schicken Hülle steckt VW Käfer-Technik.

Buggys sind eine kultige Angelegenheit, was auch der TÜV anerkennt: Folgerichtig können sie ein H-Kennzeichen tragen. Dieser hat die Prüfung bereits hinter sich und kann einfach losfahren.

Dreiräder für den besonderen Geschmack

Bislang hatten all die „Anderen“ vier Räder, darum jetzt ein kurzer Abstecher zu den Dreirädern. Auch dieses Trike beherbergt Käfer-Technik im Heck, aber im Vergleich zum Technikspender wird es polarisieren. Nicht nur ist es durch den metallic-roten Lack, die fetten Hinterreifen und die ewig lange Gabel ziemlich auffällig, nein, die ganze Bauform ist in Deutschland selten. Zwei Mann können mit, auch Platz für Gepäck ist vorhanden.

Mit dem zweiten Dreirad wird man eher kaum lange Touren unternehmen, eine frische Hauptuntersuchung ist im Preis aber inbegriffen. So ein Tuk Tuk kennen viele aus ihrem Thailand-Urlaub, wo sie als preisgünstige Taxen im Einsatz sind.

Von dort stammt auch dieses Modell, allerdings wurde es nach Angaben des Verkäufers bislang ausschließlich zu Promo-Zwecken eingesetzt und soll nur 125 Kilometer gelaufen sein. Es ist für fünf Personen zugelassen, die dank Panorama-Dach ungetrübte Cabriogefühle genießen dürfen.

105 PS für 560 Kilo – Fahrspaß garantiert

Offen fährt sich auch der winzige Secma F16 Targa am besten. Secma ist ein französischer Hersteller, der meist Fahrzeuge für 16jährige baut, die mit der Führerscheinklasse „S“ unterwegs sind.

Dieser Targa ist jedoch anders: Die Renault-Maschine liefert 105 PS an die Hinterräder, was bei 560 Kilo für atemberaubende Beschleunigung sorgt.

Die Mini-Cobra können Mutige bis auf 180 km/h treiben, was einen Sturm durch das Cockpit fegen lässt.

Von der Uni in die Pleite

Eine ungewöhnliche Geschichte hat der YES. Die englische Übersetzung von „Ja“ steht hier für einen kompakten Sportwagen mit längerer Historie. Es ist die Abkürzung von „Young Engineers Sportscar“, etwa: Sportwagen junger Ingenieure.

Das komplette Projekt war 1999 auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt (IAA) zu besichtigen und basierte auf einer Diplomarbeit der Studenten Herbert Funke und Philipp Will. Herausgekommen ist ein kleiner Sportwagen, der auf der IAA gleich 30 Mal bestellt wurde. Wie es aber einigen dieser Firmen so geht, war die Finanzdecke zu kurz und 2009 war Feierabend.

Die Konkursmasse wurde übernommen, Ersatzteile und sogar eine kleine Produktion soll es noch geben. Der puristische Sportwagen hat 256 PS, was für gepfefferten Fahrspaß sorgen dürfte.

Ein Ferrari mit Opel-Technik

Sie suchen ein wunderschönes Coupé mit italienischen Anklängen? Nicht wenige interessieren sich dann für einen Ferrari 400i, aber schrecken vor dessen Unterhaltskosten zurück. Da ist eine Marktlücke, sagte sich Erich Bitter.

Seit 1971 baute er den Bitter CD, ein formschönes Coupé auf Basis des Opel Diplomat. Sein zweiter Streich war 1980 der SC, der ebenfalls auf Großserientechnik von Opel vertraute.

Das Auto basiert auf dem Senator A, für den auch heute noch Ersatzteile verfügbar sind. Das Äußere jedoch ist edel und rar: Hier steht eines von nur 488 gefertigten Exemplaren zum Verkauf.

Einige der Anderen – eine völlig willkürliche Auswahl – sehen Sie in der Bildergalerie.

Text: Portal-Manufaktur / Stephan Hellmund