Als der Technik-Check geboren wurde

90 Jahre DEKRA

Sicherheit weltweit

Seit neun Jahrzehnten im Dienste der Sicherheit unterwegs: Die Expertenorganisation DEKRA feiert ihren 90. Geburtstag. Was als kleiner Verein in Berlin startete, ist heute ein weltumspannender Konzern

30. Juni 2015

Am 30. Juni 1925 wurde der Deutsche Kraftfahrzeug-Überwachungs-Verein e.V. ins Vereinsregister beim Amtsgericht Berlin-Mitte eingetragen.

Heute sind über 35.000 Mitarbeiter sind in 50 Ländern auf allen Kontinenten aktiv – für die Sicherheit im Verkehr, bei der Arbeit und zu Hause.

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Ein starker Verein in Berlin

Anfang des 20. Jahrhunderts erkennen der Großindustrielle Hugo Stinnes und andere Persönlichkeiten aus der deutschen Wirtschaft die Herausforderungen für die Sicherheit, die sich aus der stark zunehmenden Motorisierung ergeben.

Gemeinsam entwickeln sie die Idee einer freiwilligen technischen Überwachung von Kraftfahrzeugen. Daraus entsteht DEKRA

Schnell setzt sich die Idee durch: Unternehmen und öffentliche Einrichtungen mit eigenem Fuhrpark treten dem Verein bei DEKRA sorgt für die Sicherheit und Zuverlässigkeit der Fahrzeuge. Anfang der 1930er Jahre ist DEKRA bereits an rund 80 Standorten mit Prüfstellen vertreten.

DDR-Regierung beauftragt DEKRA

Der Schwerpunkt liegt zunächst auf der Prüfung von Nutzfahrzeugen und gewerblichen Fuhrparks. 1960 wird die Hauptuntersuchung in ihrer heutigen Form mit der Prüfplakette auf dem Kennzeichen eingeführt. Praktisch zeitgleich erhält DEKRA die Anerkennung als Überwachungsorganisation. Seitdem prüfen die Sachverständigen auch private Pkw.

Mit der Expansion nach Frankreich Ende der 1980er Jahre beginnt die Internationalisierung von DEKRA: Zum ersten Mal werden Fahrzeugprüfungen in einem europäischen Nachbarland angeboten. Die Wiedervereinigung bringt die nächste große Herausforderung: Noch von der ersten frei gewählten Regierung der DDR wird DEKRA zum 1. Juli 1990 mit dem Aufbau der Technischen Prüfstelle in Ostdeutschland beauftragt.

Innerhalb kürzester Zeit entsteht ein flächendeckendes Netz an Prüfstellen. Schon im Oktober 1991 wird die millionste Prüfplakette im Osten vergeben. Auch Fahrerlaubnisprüfungen nimmt DEKRA dort ab: Bis Mitte 2014 sind es bereits 10 Millionen praktische Fahrprüfungen.

Test Center auf dem Lausitzring

In den 1990er Jahren wächst DEKRA weiter: Beteiligungen in Tschechien, Polen und Russland, der Slowakei, Ungarn und Italien kommen hinzu. Zur Jahrtausendwende gibt es DEKRA fast in der gesamten EU.

Zu Beginn des neuen Jahrtausends stärkt das Unternehmen seine Position in Sachen Technologie: Das hoch moderne DEKRA Automobil Test Center (DATC) am Eurospeedway Lausitz in Brandenburg wird im Jahr 2003 in Betrieb genommen. Zusammen mit der 1978 gegründeten DEKRA Unfallforschung und dem DEKRA Crash Test Center in Neumünster bündelt es die Kompetenzen für Kunden aus der Automobilindustrie.

DEKRA baut den Bereich Industrieprüfdienstleistungen aus: 2005 wird NORISKO, der führende Industrieprüfdienstleister in Frankreich übernommen. Mit den Übernahmen des Explosionsschutzunternehmens Chilworth (2011) und dem Spezialisten für verhaltensorientierte Prozess- und Organisationssicherheit BST (2012) baut DEKRA die Position als Anbieter von Sicherheitsberatung deutlich aus.

Bereits Pläne für 2025

Die neueste Akquisition: 2013 übernimmt der Konzern die neuseeländische Vehicle Testing New Zealand (VTNZ) und baut so das Kfz-Prüfgeschäft weiter aus. DEKRA ist mit Abstand die weltweite Nummer 1 in diesem Bereich.

Der Einsatz für die Verkehrs- und Anlagensicherheit, den die Gründerväter 1925 als Vereinszweck in der Satzung festhielten, ist bis heute das zentrale Anliegen: „Als global aufgestellte Expertenorganisation setzen wir uns weltweit für Sicherheit im Verkehr, bei der Arbeit und zu Hause ein“, so Stefan Kölbl, Vorsitzender des Vorstands DEKRA e.V. und DEKRA SE. „Unsere Vision für das Jahr 2025 lautet: Wir werden der globale Partner für eine sichere Welt. So schreiben wir den Auftrag aus der Gründungs-Satzung konsequent für heute und morgen fort.“

Mehr Einblicke in die DEKRA Geschichte finden Sie hier

Text: mob