Verrückte Einzelstücke

Verrückte Einzelstücke

Einmal… und nie wieder!

Gerade wenn ein Auto nur ein einziges Mal gebaut wird, können die Ideenlieferanten aus dem Vollen schöpfen. Und das Ergebnis kann dann manchmal sogar fliegen.

17. Februar 2014

Einer der zuverlässigsten Garanten für diese Art Auto ist seit Jahren der Schweizer Frank Rinderknecht. Mit seiner Firma Rinspeed überlegt er sich seit Jahren Mobilitätskonzepte für die Zukunft. Hin und wieder kommt etwas total Abgefahrenes dabei raus. So inspirierte ihn der tauchende weiße Lotus Esprit aus dem James Bond Film „Der Spion, der mich liebte“ zu seiner Version des Tauchautos. Der Rinspeed sQuba basiert lose auf dem Lotus Elise und kann zwei Passagiere im Unterwasser-Cabrio transportieren.

 

 
 

Flügeltüren für vier

Und natürlich ist auch die Firma Lamborghini wieder mit dabei. Noch bevor der Lamborghini Countach die Scherentüren salonfähig machte (1971) gab es bei den Italienern Überlegungen für einen viersitzigen GT Namens Espada. Das ungewöhnliche daran: Der erste Prototyp hatte riesige Flügeltüren, über die die Passagiere den Innenraum erklimmen konnten. In Serie ging der Espada dann mit zwei herkömmlichen Portalen.

Da fliegen die Fetzen

Rennen zu fahren kann eine sehr teure Angelegenheit sein. Wie praktisch wäre es, wenn sich ein und derselbe Rennwagen mit geringen Umbauten auch in weiteren Serien einsetzen ließe? Diese Überlegungen stellte sich 1952 der einarmige Rennfahrer Otto Mathé an. Heraus kam der „Fetzenflieger“. Wer das extrem filigrane Gefährt je im Original sah (zu bewundern im Hamburger Museum „Prototyp“), würde sich bestimmt nicht trauen, damit mehr als 100 km/h zu fahren.

Eigentlich ist der Fetzenflieger ein Formel 2 Monoposto mit 395 Kilo Gewicht. Doch im Handumdrehen Lassen sich Kotflügel, Beleuchtung oder ein zweiter Sitz montieren, so dass der Formel-Rennwagen auch bei Sandbahnrennen eingesetzt wurde.

Batmobil, das Allererste

Eines der berühmtesten Filmautos ist das Batmobil des amerikanischen Superhelden Batman. Davon gibt es mittlerweile unzählige Versionen und Nachbauten, die in verschiedenen Filmen und TV-Serien eingesetzt wurden. Weitgehend unbekannt ist jedoch, dass das allererste Batcar aus dem Comic Nr. 27 vom Mai 1939 nie als reales Auto gebaut wurde, sondern nur im Comic existierte. Bis sich 1960 zwei junge Amerikaner in mühevoller Heimarbeit der Angelegenheit annahmen und nach der Comic-Vorlage ein reales Auto schufen. Dieses wurde zur Batman-Promotion genutzt und wird derzeit restauriert.

Dieses und weitere Beispiele für verrückte Einzelstücke finden Sie in der Bildergalerie.

Text: SH | Bildmaterial: Wikipedia / Bahooka