VW Design Vision GTI

VW Design Vision GTI

Der Über-GTI

Ein Golf GTI mit 503 PS - das ist der Traum eines jeden Fans des Kult-VWs. Mit dem Design Vision GTI ist dieser Wunsch der Realität ein Stück näher gekommen.

26. November 2013

Die schlechte Nachricht gleich zu Beginn. Der Design Vision GTI hat einen "Fehler". Er ist ein Einzelstück. Deswegen gleich vorab der Appell an Volkswagen: Bitte baut dieses Auto!

Warum dieses Flehen? Wer einmal in der weißen Flunder gesessen hat, versteht diesen Wunsch. Sobald man den Startknopf drückt, erwacht der doppelt aufgeladene Sechszylinder-Motor mit einem zornigen, lautstarken Grollen zum Leben. Ein kleines Antippen des Gaspedals genügt, und schon setzt sich das knapp 1,5-Tonnen schwere Gefährt schlagartig in Bewegung.

Kein Wunder, das aufgemotzte Triebwerk der Baureihe EA 390 wuchtet satte 503 PS und ein maximales Drehmoment von 560 Newtonmetern auf die Kurbelwelle. Allerdings sind schon etwas Drehzahlen nötig, um die potente Maschine bei Laune zu halten.

 

 
 

Top-Speed 300 km/h

Für ein Brainstorming-Produkt fährt sich die weiße Flunder aber ganz hervorragend. Dank des 4motion-Antriebs krallen sich die Walzen förmlich in den Asphalt. Nach nur 3,9 Sekunden ist die 100-km/h-Grenze lockerpassiert. Weiter geht es bis 300 km/h. Ganz schön knackig.

Das Gleiche kann man auch über das Sportfahrwerk sagen. Wer an Bandscheibenproblemen leidet, sollte in den Über-GTI besser nicht einsteigen. Die Lenkung ist direkt und setzt jeden Befehl sofort um. Wie beim Ferrari Manettino sind drei verschiedene Fahrmodi per Schalter anwählbar: Bei "Street" ist das Golf-Geschoss noch am weichgespültesten, bei "Track" geht es richtig zur Sache und "Sport" ist ein Kompromiss aus beiden.

DSG sorgt für reibungslose Gangwechsel

Um die unbändige Kraft des Motors auf den Asphalt zu bringen, ist schon ein Allrad-Antrieb nötig. Der stammt, wie die ganze Technik des Design Vision GTI aus dem Arsenal des Modularen Querbaukasten (MQB), auf dem auch der aktuelle Golf basiert.

Also sorgt auch ein handelsübliches Doppelkupplungsgetriebe für reibungslose Gangwechsel.

"Das Auto ist eine Ideensammlung zum Thema Golf GTI," sagt Stefan Vogel aus dem Entwickler- Team.

Futuristisches Cockpit

Das Interieur ist durch den Rennsport inspiriert. Platz ist anders. Trotzdem kann man sich in die hautengen Schalensitze schlängeln, ohne dass einem das Dach auf den Kopf fiele. Das Cockpit selbst könnte genauso gut aus einem Lamborghini stammen. Carbon dominiert, die digitalen Instrumente sitzen in kantigen Höhlen. Nur das Nötigste wird angezeigt, kein überflüssiger Schnickschnack.

Das abgeflachte Lenkrad liegt extrem gut in der Hand. Das ist auch noch nötig, wenn man das Geschoss aus Wolfsburg bändigen will.

Nettes Rennsport-Detail am Rande: Die Türen werden mit einer Schlaufe geöffnet.

Nur die schwarz-glänzenden Standard-Hebel links und rechts von der Lenkradsäule stören den futuristischen Eindruck. Da ist den Designern wohl der Mut oder die Zeit ausgegangen.

Spektakuläre Hülle

Äußerlich ist das Gegenteil der Fall. Der Design Vision GTI begeisterte beim alljährlichen GTI-Treffen am Wörthersee die Fans des VW-Kult-Sportlers.

Anfassen, ja, fahren, nein, hieß es damals. Das hat sich mittlerweile geändert. Auch ein halbes Jahr nach der Premiere sieht die weiße Rakete aus Wolfsburg verflucht sportlich aus.

Der spektakuläre GTI-Rochen ist mit 4,25 Metern Länge 1,5 Zentimeter kürzer als der Normalo-GTI, aber dafür fast sechs Zentimeter tiefer und sieben Zentimeter breiter.

Text: Press-Inform / Wolfgang Gomoll | Bildmaterial: Hersteller