Jeep Mighty Forward Control Concept

Jeep Mighty Forward Control Concept

Der Über-Jeep

Mit dem Jeep Mighty Forward Control besinnt sich der amerikanische Offroad-Spezialist einmal mehr auf seine Wurzeln. Herausgekommen ist ein kompromissloser Nutz-Laster.

Vor den Spaß haben die Jeep-Ingenieure das Klettern gesetzt. Um an das Lenkrad des Monster-Offroaders zu kommen, muss man erst die Führerkabine über ein kleines Trittbrett an der Pritsche oder die Rollfläche der monströsen 39-Zoll-Reifen erklimmen und sich dann in das Cockpit hangeln.

Hat man den Arbeitsplatz erreicht, blickt man in die vertraute Hartplastik-Cockpit-Landschaft eines Jeep Wrangler Rubicon, der die technische Basis für den rustikalen Jeep Mighty Forward Control liefert.

Doch der Mighty FC kann auch anders: Die Sitze sind mit dem Stoff einer Tasche der Snowboard-Marke Burton überzogen. "Wir wollten ein Auto, bei dem jeder ein Grinsen im Gesicht hat", erklärt einer der Väter des Jeep Mighty FWC, Ingenieur Craig Buoncompagno.

 

 
 

Kerniges Grummeln

Das bleibt auch beim Klang des 3,6-Liter-Pentastar-V6-Motors mit 285 PS und einem maximalen Drehmoment von 353 Newtonmetern, der beim Beschleunigen ein kerniges Grummeln auf die Ohren knallt. Das Drehmoment schiebt das Schwergewicht schon mächtig an und erreicht nach bereits nach 10,7 Sekunden aus dem Stand die 100-km/h-Marke. Allerdings ist schon bei 130 km/h Schluss.

Irgendwie ist das auch nicht ganz gut so. Denn vorne auf dem Kutschbock mit einer Knautschzone, die gegen null geht, muss man ja nicht mit aller Gewalt Geschwindigkeitsrekorde brechen.

Wenn man sich den Jeep Mighty Forward Control so anschaut, hat man Angst, dass das Vehikel vorne überkippt. Schließlich ist der Mighty FC ein Cab-over-Engine-Fahrzeug und daher von Haus aus ziemlich frontlastig. Doch genau wie das deutsche Pendant, der Unimog, ist der Jeep Mighty FC für den ganz groben und effizienten Einsatz gedacht.

Technikarsenal des Wranglers

Dass der auch gelingt, ist der Automatik, der Untersetzung und - wenn nötig - den Sperrdifferentialen zu verdanken. Das ganze Techikarsenal, wie man es vom Wrangler kennt. Hilft das alles nichts, hat der Jeep Mighty FWC noch ein weiteres Ass parat: Wenn es abseits befestigter Straßen richtig zur Sache geht, ist es aufgrund der steifen Flanken möglich, die Luft aus den Reifen lassen, um noch mehr Traktion zu bekommen.

Das Fahrwerk ist natürlich modifiziert, um dem Gewicht gerecht zu werden und mehr Bodenfeiheit zu gewinnen. So kommen beispielsweise Portalachsen zum Einsatz, die es ermöglichen, dass die Achse höher liegt als die Radnabe.

Der Unterboden ist flach, um die Bodenfreiheit zu maximieren. Im Falle eines unvermeidlichen Feindkontakts sind die Stoßstangen aus Stahl.

Nach dem Trip mit dem Jeep Mighty Forward Control bleibt nur eine Erkenntnis: Dieses Auto macht einen Höllenspaß und fährt sich noch besser, als es aussieht.

Klassiker aus den 50ern als Vorbild

Die Idee für dieses brachiale Fahrzeug ist übrigens nicht neu. Schon zwischen 1956 und 1965 gab es einen Transporter namens Jeep Forward Control, der ursprünglich von Willys Overland stammte und letztendlich von Kaiser-Jeep produziert wurde. Er hatte einen Radstand von 2,06 Metern.

Der Mighty FC bringt es da schon auf 2,97 Meter. Auch wenn es im Laufe der Jahre Versionen des Forward Control mit Radständen bis zu 3,81 Metern gab, ist der Klassiker, was die Höhe angeht, im Vergleich zur Neuauflage ein fast schon zierliches Auto. Immerhin ist der Mighty FC 2,29 Meter hoch und wiegt 2.948 Kilogramm.

Beides aber sind kantige, eher krude Vertreter ihrer Zunft, bei denen die Nutzlast vor den Komfort der Insassen geht.

Text: Press-Inform / Wolfgang Gomoll | Bildmaterial: Hersteller