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Kaufberatung Porsche 924, 944 und 928

Porsche 924 – günstiger Einstieg

Worauf müssen Sie achten, wenn Sie planen, sich einen Porsche 924 zuzulegen? Welche Varianten gab es und sind die "kleinen" Porsches so zuverlässig wie die großen Geschwister?

Der Porsche 924 erschien 1976 und wurde bis 1988 gebaut. Das Einsteigermodell von Porsche ist ein zweitüriges Coupé mit zwei Notsitzen hinten, die zur Erweiterung des Kofferraums umgeklappt werden können. Der Zugang zum Kofferraum gelingt durch die kuppelförmige Heckscheibe. Neben dem Coupé gibt es noch die „Targa“-Variante. In der Porsche-Typologie bedeutet das normalerweise ein herausnehmbares Dachmittelteil. Allzu viel Frischluft sollte man sich beim Porsche 924 Targa nicht erhoffen: er hat nur ein schiebedachähnliches Dachteil, das entweder geklappt oder ganz herausgenommen werden kann. Der Porsche 924 war als preisgünstiger Sportwagen unter dem VW/Audi-Label geplant – dementsprechend puristisch war die Ausstattung zu Beginn der Produktion.

Die Innenräume hatten einen sehr einfachen Charme, selbst der notwendige Heckscheibenwischer kostete Aufpreis. Die ersten Exemplare sind auch nicht feuerverzinkt (erst ab 1978) und hatten serienmäßig nur ein Vierganggetriebe. Insgesamt sind diese Exemplare eher für Sammler geeignet, für den Einsatz als Alltagssportler sollte man sich ein späteres Exemplar suchen.

Mit echtem Porsche-Motor: der 924 S

Hierfür besonders geeignet sind die Porsche 924 „S“ (1985-1988). Die „S“-Modelle haben nicht mehr den anfangs verwendeten VW-Audi-Motor, sondern den gedrosselten Vierzylinder des Porsche 944 unter der Haube. Diese Kombination führt zu einen ungewöhnlichen Nebeneffekt: Da der Porsche 924 S leichter als der darüber positionierte 944 ist und eine bessere Aerodynamik hat, erreicht der 924 S bessere Fahrleistungen. Um sich dennoch vom den Porsche 944 abzusetzen, nahmen die Porsche-Entwickler dem 924 S manche Extras. Leider auch das ABS, welches nie zu erhalten war.

Das Motorenangebot für den Porsche 924 besteht aus Vierzylinder-Benzinern mit Leistungen zwischen 125 und 160 PS. Darüber gibt es noch zahlreiche Sondermodelle mit teils drastisch höheren Motorleistungen. Dieses sind jedoch Sammlerstücke in kleinen Auflagen und werden hier nicht behandelt. Ein Sonderfall sind ebenfalls die Porsche 924 Turbo, deren Motoren auf dem VW/Audi-Aggregat basieren, aber wesentlich kapriziöser sind.

924 und der Rost

Erst ab 1978 spendierte Porsche dem 924 eine Verzinkung und damit besseren Rostschutz. Doch auch die späteren Modelle können rosten. Achten sollte man vor allem auf den Bereich um das Heckklappenschloss, die Schweller vor dem Radlauf sowie die Klappe im Schweller. Die langen Dichtungen der Heckklappe neigen zu Undichtigkeiten. Dann kann Wasser eindringen und Rost verursachen, welcher den Bereich der Seitentaschen des Kofferraums befällt.

Ein großes Thema sind Unfallschäden. Durch die geringen Kaufpreise für den Porsche 924 können sich auch Fahrer ohne große Praxis diese Sportwagen leisten. Kontrollieren sollte man daher die Traverse an der Front sowie die Längsträger. Steinschlagschäden an der Front sind dagegen eher die Regel als Ausnahme.

Teure Ersatzteile

Sehr teuer ist der Austausch des Armaturenbretts gegen ein Neuteil. Fast alle Porsche 924 weisen durch Sonneneinstrahlung Risse im Armaturenbrett auf. Überhaupt sind Ersatzteile sehr teuer, wenn auch bei Porsche sowie bei freien Spezialisten nahezu alles vorhanden ist. Hilfreich ist eine Gleichteile-Liste von Clubs. Baugleiche Ersatz- oder Verschleißteile aus dem VW/Audi-Regal können wesentlich günstiger als die von Porsche sein.

Robust sind die Motoren und Getriebe. Sie erreichen problemlos auch Laufleistungen bis 400.000 Kilometer. Dazu jedoch ist bei allen Motoren ein (teurer) Zahnriemenwechsel alle 80.000 Kilometer oder alle fünf Jahre notwendig.

> Das Wichtigste zum Porsche 944 finden sie hier.