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Kaufberatung Porsche 924, 944 und 928

Luxus und Sportlichkeit für kleines Geld?

Alltagstauglich, hochwertig verarbeitet und mit grandiosen Fahrleistungen - das sind die Sportwagen der Firma Porsche. Die 911er sind in jedem Baujahr teuer – wesentlich teurer als die Modelle 924, 944 und 928, die mit Frontmotor und Wasserkühlung aufwarten. Worauf muss man bei diesen Porsche-Schnäppchen achten?

Mythos Porsche, wer kann da schon widerstehen? Die meisten Porsche sind jedoch teuer. In unserer Datenbank finden sich aber viele Porsche mit akzeptablen Laufleistungen und in brauchbarem Zustand für weit unter 10.000 Euro. Sind das alles Schnäppchen, gibt es hier Luxus und Sportlichkeit für kleines Geld?

Grund für die vergleichsweise niedrigen Preise ist das Image. Die Frontmotor-Porsche der Baureihen 924, 944 sowie der luxuriöse 928 finden erst langsam eine eigene Fangemeinde. Doch das ändert sich gerade – wer jetzt zum günstigen Kurs einen der Frontmotor-Porsche erwirbt, wird sich über eine Wertsteigerung freuen können.

Diese Wertsteigerung ist allerdings nicht so groß, dass sie die hohen Unterhaltskosten eines Porsches kompensieren könnte. Auch günstige Porsche sind eines nicht: billig.

Porsche 924: Bruch mit der Tradition

Jahrzehntelang war für Porsche-Fans eines klar: Der Motor eines Porsches sitzt im Heck, hat möglichst sechs Zylinder und ist luftgekühlt. Einzige Ausnahme: Der Porsche 914 aus dem Jahr 1969 mit Mittelmotor. Doch die Mittelmotorbauweise des 914 ist richtige Rennsporttechnik, geht also für jeden Fan in Ordnung. Dann kam das Jahr 1975 und mit ihm Porsches neues Einstiegsmodell 924: Vier Zylinder, Wasserkühlung und Frontmotoren waren für Porsche-Kunden völlig neue Konzepte. Zudem war der Porsche 924 ursprünglich gar nicht als Porsche konzipiert, sondern ein Entwicklungsauftrag von Volkswagen. Entsprechend viele VW- und Audi-Teile finden sich unter dem Blech.

Der Porsche 924 wurde von 1975 bis 1988 gebaut, doch endgültig beendet war seine Karriere damit nicht. Schon 1981 erschien der optisch und motorseitig überarbeitete Porsche 944. Dieses Modell wurde bis 1991 gebaut, um wiederum vom ähnlichen Porsche 968 abgelöst zu werden. Dessen Karriere reichte bis 1995. In seiner Grundform wurde der Porsche 924 also 20 Jahre lang gebaut.

Porsche 928: Der Luxus-Sportler

Finanziell in einer ganz anderen Liga spielt der Porsche 928, dessen Neupreis sogar über dem des 911 lag. Er wurde von 1977 bis 1995 gebaut. Doch auch diese V8-Sportwagen sind jetzt erschwinglich. Der 928 ist eine komplette Porsche-Neuentwicklung und war vor allem für Kunden gedacht, die einen eleganten, reisetauglichen Sportwagen suchten. Daher ist er auch keine Konkurrenz für den Porsche 911. Eher warb man mit dem Porsche 928 Kunden ab, die einen 6er-BMW oder den SLC von Mercedes fuhren.

Die Porsche 924, 944 und 928 sind ähnlich konstruiert und haben eine technische Besonderheit: Im Sinne einer guten Gewichtsverteilung liegt der Motor zwar vorne, das Getriebe jedoch an der angetriebenen Hinterachse. Diese Konstruktion nennt man Transaxle-Bauweise.

„War er billig, wird er teuer“

Noch sind sie günstig zu bekommen und bieten dem Käufer einen günstigen Einstieg in die Sportwagenklasse. Insgesamt sind die Porsche von 924 bis 928 deutlich unterbewertet, doch gute Exemplare erlebten in den beiden vergangenen Jahren eine Wertsteigerung. Die Fahrleistungen sind mindestens ausreichend, und in Sachen Qualität gibt es ebenfalls kaum etwas zu meckern. Eines jedoch sollte man nicht aus den Augen verlieren: Günstig im Sinne von billig sind die Frontmotor-Porsche ganz bestimmt nicht – die Unterhaltskosten und Ersatzteilpreise bewegen sich vor allem beim Porsche 928 auf Luxusklasse-Niveau. Der alte Spruch, „war er billig, wird er teuer“, gilt bei heruntergekommenen Exemplaren ganz besonders. Worauf Sie bei diesen Porsche achten müssen, erfahren Sie in unserer Kaufberatung.

> Das Wichtigste zum Porsche 924 finden sie hier.