mobile.de: Top Ten der schnellsten Kombis

Top 10 der Serienkombis

Die schnellsten Raumwunder

Von null auf 100 in nur 4,3 Sekunden, Spitze locker 250 km/h. Wenn diese Kombis Gas geben, müssen Sportwagen die linke Spur räumen.

Nutzfläche ist nicht alles bei Kombis. Immer schöner, immer schneller, lautet die oberste Regel für Premium-Packesel. Jetzt legen Autobauer wie Mercedes-Benz sogar noch eine Schippe drauf. Mit der wiederbelebten Kategorie „Shooting Brake“.

Noch schnittiger, noch mehr Design, noch weniger Laderaum. Der Fahrzeuggattung der „Lifestylelaster“ setzen die Coupés mit Steilheck endgültig die Krone auf. „Schnickschnack-Vehikel“, spotten Stauraum-Fans. Mercedes-Benz wird es egal sein: Der schnittige CLS-Ableger ist einer der Hingucker auf dem Pariser Salon 2012.

In Sachen Leistung ist der CLS Shooting Brake über jeden Zweifel erhaben: Bis zu 408 PS hat das fünftürige Coupé mit Ladefläche (1.550 l Stauvolumen) unter der Haube. Entscheidet man sich für die AMG-Version mit V8-Biturbo, sind es sogar bis zu 557 PS (Sondermodell „Edition 1“). Tempo 250 ist Ehrensache (außer beim Vierzylinder-Diesel). Wie bei immer mehr Kombi-Gesellen auch.

 

 
 
 

Sport geht auch mit Rucksack

Anfang der 1990er ging die Leistung der Luxus-Ladewunder durch die Decke: BMW zum Beispiel präsentierte den Kombi zum M5. Das traditionell stärkste Modell der Marke als Kleinserie mit Rucksack. Das war ein Ding; damals noch mit kleinem „t“ im Namen - Touring.

340 PS entfachte der Reihensechszylinder. Der Leistungssprung auf acht Zylinder und 400 PS, den die neue 5er-Generation 1998 vollzog, blieb dem Kombi allerdings verwährt. Die Baureihe E39 flog ohne M-touring-Variante über die Straßen.

Mit 2,2-Liter-Reihenfünfzylinder-Turbomotor (230 PS) wuchtete sich der Audi 100 S4 anno 1991 bis 1994 in 7,1 Sekunden auf Tempo 100. Richtig krachen ließ es der S4 V8 quattro mit 4,2 Liter Hubraum. 6,6 Sekunden auf 100 – das war schon sehr amtlich. Sein Nachfolger (855 Mal gebaut bis 1997) drückte diese Leistung als S6 plus bereits auf 5,7 Sekunden.

Am Anfang waren die Großen Drei

Mercedes-Benz komplettierte das Trio der „Großen Drei“ aus Deutschland: Tuning-Tochter AMG ließ Dampfschiffe wie C 32 und E 55 T-Modell vom Stapel. Ebenfalls 250 km/h schnell, „offen“ waren sogar 280 Sachen drin.

Keine sechs Sekunden auf 100 – das ist seitdem Ehrensache bei den Über-Kombis. Unter fünf – das geht auch. Und allem Anschein nach fällt bald die vier. Benchmark derzeit: 4,0 Sekunden.

Der Preis für dieses Vergnügen: exorbitant, wo man auch hinschaut. 75.250 Euro ruft Audi für die neuste Generation des S6 Avant auf (420 PS). 83.750 Euro verlangt BMW für den 381 PS starken 5er M550d xDrive im Touring-Gewand. 108.409 Euro beträgt der Expresszuschlag für das Mercedes-Benz E 63 AMG T-Modell (525 PS).

Steigt man vom Leistungs-Olymp hinab, bleiben einige Zehntausend Euro mehr auf dem Festgeldkonto. Sprintspektakel mit hohem Unterhaltungswert werden dennoch geboten: Auch mit „nur“ 300 PS geht es 5,7 Sekunden auf Tempo 100 und weiter bis Vmax 250.

Für eilige Familien und schnelle Singles

Der VW Passat macht es vor. Der günstigste Rennlaster in der Top-10-Wertung der spurtstärksten Serien-Kombi-Modelle kostet 42.575 Euro. Eine Kampfansage in Richtung Mercedes-Benz, BMW und Co.

Mehr über die Usain Bolts der Familienkutschen erfahren Sie in der Bildergalerie.

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Text: Ralf Bielefeldt