Studie: VW Taigun

Studie: VW Taigun

Südwind

Die Up!-Reihe bekommt einen Crossover. Auf der Sao Paulo Motorshow präsentiert Volkswagen eine Crossover-Version des Einsteigermodells Up!. Sein Name: Taigun.

22. Oktober 2012

Volkswagen will so schnell wie möglich auf den Trend zu kleinen Crossovern aufspringen. Während sich die zentraleuropäischen Märkte ab kommendem Jahr auf eine SUV-Version des VW Polo freuen können, ist der Taigun für besonders preissensible Märkte gedacht, denen der Polo SUV mit Allradantrieb zu teuer wäre.

Im Fokus der Konzeptstudie: Länder wie Brasilien oder Indien. Optisch zeigt das Taigun-Konzeptmodell Anleihen zu den größeren Volkswagen-SUV-Modellen Tiguan und Touareg.

 

 
 

Up! als Basis

Technisch basiert der Taigun auf der New Small Family von Volkswagen. Mit der Länge von 3,86 Metern wäre der kleine Crossover, der zunächst nur als Fronttriebler vorgesehen ist, die obere Grenze der Wolfsburger Einsteigermodelle.

Für den Antrieb der brasilianischen Messestudie sorgt der bekannte Dreizylinder mit einem Liter Hubraum, der auch die bisherigen Modelle der Up!-Familie antreibt. Erstmals ist das Triebwerk jedoch mit Direkteinspritzung und Turboaufladung kombiniert, was die Leistung auf 81 kW / 110 PS und 175 Nm maximales Drehmoment ansteigen lässt.

Der Normverbrauch eines etwaigen Serienmodells würde bei 4,7 Litern Super auf 100 Kilometern liegen. Die Höchstgeschwindigkeit des nicht einmal eine Tonne schweren Fronttrieblers läge bei 186 km/h.

Gute Chancen auf Umsetzung

Der Taigun bietet Platz für vier Personen wobei ein Ladevolumen zwischen 280 und 987 Litern zur Verfügung steht. Die Heckklappe öffnet sich geteilt nach oben und unten, während die Heckscheibe sich zum einfacheren Be- und Entladen separat öffnen lässt.

Ob und wann der VW Taigun Realität wird, steht noch nicht fest. Doch die Chancen auf eine Serienumsetzung stehen angesichts der großen Nachfrage nach kleinen Crossovern auf den internationalen Märkten gut.

Text: Stefan Grundhoff; press-inform