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Studie: BMW i8 Concept Spyder

Sportlich, Spyder, sparsam!

Der i8 wirft sein Häubchen ab: BMW stellt eine Roadster-Version seines Öko-Sportwagens vor. Sie heißt Spyder und verspricht Fahrspaß pur trotz Mini-Verbrauch.

"So stellen wir uns die Zukunft des Premium-Segments vor!" Benoit Jacob ist mächtig stolz auf sein neues "Baby". Der Chefdesigner der Submarke BMWi, unter der die Münchner Elektroautos vermarkten wollen, hat dem i8 Coupé das Dach geklaut und einen hinreißenden Roadster daraus gemacht.

Der i8 Concept Spyder ist 4,4 Meter lang und ragt nur 1,2 Meter über den Boden. Er rollt auf 21-Zoll-Rädern, die Karosserie besteht zum Teil aus kohlefaserverstärktem Kunststoff (CFK). Insgesamt soll der Zweisitzer 1,63 Tonnen auf die Waage bringen.

Niedriger Schwerpunkt

Rekordverdächtig leicht ist das nicht, aber der BMW muss ja auch eine Hybridbatterie mit sich herum schleppen. Die ist tief unten im "Drive-Modul" des Wagens untergebracht, während Pilot und Beifahrer im "Life-Modul" unterkommen - so beschreiben die BMW-Entwickler den modulartigen Aufbau der i-Fahrzeuge.

Die Achslastverteilung liegt zu gleichen Teilen auf der Vorder- und Hinterachse, was wie der niedrige Schwerpunkt des Flitzers der Fahrdynamik zugute kommt.

Die Kraft der zwei Herzen

Angetrieben wird die futuristische Spyder-Studie, mit deren Serienfertigung wohl frühestens 2014 zu rechnen ist, von einem 131 PS starken Elektromotor an der Vorderachse und einem Dreizylinder-Benzinmotor mit 223 PS an der Hinterachse. Die Systemleistung liegt bei 260 kW / 354 PS, das maximale Drehmoment bei 550 Nm.

Von 0 auf 100 km/h vergehen in dem blauweißen Hybridsportler nur fünf Sekunden, den Zwischenspurt von 80 auf 120 km/h absolviert der Wagen in vier Sekunden. Bei 250 km/h wird elektronisch abgeregelt.

Mini-Verbrauch - auf den ersten 100 km

Bei all der Power an den Achsen, die übrigens je nach Fahrsituation getrennt voneinander oder gemeinsam den Wagen antreiben, versprechen die Münchner einen Mini-Durst, nämlich durchschnittlich drei Liter auf 100 km.

Dieser Wert allerdings bezieht sich wie auch bei anderen Plug-In-Hybriden nur auf die ersten 100 km und geht davon aus, dass mit einem voll aufgeladenen Akku die elektrische Reichweite - beim i8 Spyder sind das maximal 30 km, bevor der Benzinmotor mithelfen muss - ausgenutzt wird. Danach steigt der Verbrauch.

Interieur ist bereits seriennah

Auch wenn der Wagen nur eine Studie ist, zeigt er vor allem im Interieur laut Designer Benoit Jacob schon "zu 80 Prozent" den Serienzustand. Klassische Instrumente gibt es nicht mehr, zwei große und farbenprächtige Bildschirme vor dem Fahrer und an der Mittelkonsole informieren über alles Wichtige.

Immerhin erscheinen der iDrive-Controller an der Mittelkonsole und die meisten Schalter noch ziemlich vertraut.

Viel Platz darf man von BMWs offenem Öko-Sportler allerdings nicht erwarten: Gerade einmal 100 Liter Kofferraumvolumen haben die Entwickler geplant. In der Studie, die erstmals auf der Peking Motor Show zu sehen ist, verbergen sich zudem unter der gläsernen Heckklappe zwei Kickboards. Sie sind aus Karbon gefertigt, genau wie Teile des Autos.

Text: Sebastian Viehmann; press-inform