mobile.de: Testfahrt Porsche Boxster

Testfahrt Porsche Boxster S

Fahrspaß pur in dritter Generation

Das neue Modell ist eine perfekt abgestimmte Spaßrakete für Männlein und Weiblein. Es könnte selbst dem 911 Cabrio gefährlich werden.

Der Boxster ist der günstigste Einstieg in die offene Porsche-Welt, denn er kostet nur etwa halb so viel wie das 911 Carrera Cabriolet. Die beiden S-Modelle von Boxster und 911 sind sogar fast gleich schnell – der Abstand des kleinen Mittelmotor-Sportlers zum ehrwürdigen Neunelfer wird in vielen Bereichen kleiner.

Wenn der neue Cayman erscheint, dürfte das 911 Coupé die Konkurrenz zu spüren bekommen.

Neun Sekunden zur Sonne

Der neue Boxster ist ein Stückchen länger, aber auch niedriger als sein Vorgänger. Der Radstand wuchs um 60 mm, die Spurbreite um 40 mm. Pilot und Copilot finden bequem Platz im Zweisitzer, und sogar das kleine Reisegepäck ist kein Problem: Das Fach unter der Fronthaube (150 Liter) schluckt zwei Trolleys, unter die Heckklappe passen weitere 130 Liter.

Unkompliziert ist das gut schallgedämmte elektrische Verdeck. Es öffnet und schließt auf Knopfdruck in neun Sekunden, auch während der Fahrt bis maximal 50 km/h.

Motorisierung startet bei 265 PS

Der Boxster hat zwei verschiedene Sechszylinder-Boxer im Angebot. Das Basismodell hat 2,7 Liter Hubraum, 265 PS und 280 Nm Drehmoment. Der Boxster S protzt mit 3,4 Litern Hubraum, 315 PS und 360 Nm. Der kleinere Motor benötigt beim Anfahren mehr Drehzahl und man zieht nicht ganz so souverän aus der Kurve, doch für schnelles Fahrvergnügen langt es allemal.

Wer Schub ohne Ende will, ist mit dem S-Modell besser aufgehoben. Dazu kommt eine Resonanzsauganlage mit verstellbaren Klappen, die den kernig-brabbelnden Sound des Boxers erst richtig zur Geltung bringt.

Keine Chance für Z4 und SLK

Beim Fahrverhalten gibt es nichts zu meckern – Mercedes SLK und BMW Z4 sehen alt aus gegen den Boxster. Mittelmotor, breite Spur, eine perfekte Gewichtsverteilung (46% vorn, 54% hinten): Besser geht es nicht. Die Lenkung mit aktiver Rückstellung tut ihr übriges dazu.

Die Sechsgangschaltung ist präzise, empfehlenswert ist der Aufpreis für das extrem reaktionsschnelle Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (PDK) aber allemal.

Referenz in seiner Klasse

Der Boxster setzt die Maßstäbe in seiner Klasse. Er ist die perfekte Fahrmaschine, nicht mehr und nicht weniger. Die Preise sind happig: 48.291 Euro kostet das mager ausgestattete Einstiegsmodell, 59.120 Euro der Boxster S.

Text: Sebastian Viehmann; press-inform