Neuvorstellung: Mercedes-Benz GL

Neuvorstellung Mercedes GL-Klasse

Auf den Spuren des Range Rover

Ende des Jahres kommt der neue Range Rover als König der Edel-Offoader zu den Händlern. Kurz darauf folgt der Mercedes GL, die rechte Wahl für alle, denen ein ML zu gewöhnlich ist.

Nur allzu gerne hätte Mercedes die Spitzenposition unter den Luxus-Geländewagen inne. Doch hier sitzt seit Anfang der 70er Jahre dick und breit der Range Rover. Der neue Range feiert seine Weltpremiere im Sommer, Ende des Jahres kommt er in den Handel. Zumindest bei der offiziellen Weltpremiere kann Mercedes dem britischen Vorzeige-Klettermaxen wertvolle Monate abnehmen. Der neue GL als großer Bruder des sich zunehmend zum Kombi-SUV-Crossover entwickelnden ML feiert seine Weltpremiere auf der New York Motorshow.

Der GL bleibt sich außen treu

Der 5,12 Meter lange Mercedes GL der zweiten Generation ist von seinem Grundkonzept ganz der Alte. Er ist die große Version des ML, bietet üppige Platzverhältnisse für bis zu sieben Personen und soll insbesondere in den USA auf Kundenfang gehen, wo es bekanntlich gerne etwas größer sein darf. Optisch macht der um 100 Kilogramm abgespeckte GL wie schon sein Vorgänger einen betont eigenständigen Eindruck.

Der steil stehende Kühlergrill, die großen Lufteinlässe und der weithin sichtbare Unterfahrschutz gefallen ebenso wie die nicht übertrieben dynamische Seitenlinie. Im überraschenden BMW-Design präsentiert sich sein Heck mit üppig dimensionierten LED-Leuchten und einer breiten Chromspange.

Auch innen gewohnte Qualität

Im Innenraum zeigt sich das bekannt hochwertige und aufgeräumte Mercedes-Bild. Alles eine Nummer größer als man es vom ML kennt mit bequemen Ledersitzen, großen Interieurflächen und der auch bei Daimler immer wichtiger werdenden Mittelkonsole mit Bedienmodulen für Luftfederung, Fahrprogramme und Multifunktionseinheit. Die Becherhalter lassen sich auf Wunsch beheizen und sie sind so groß, dass in ihnen auch die amerikanischen Kaffeetöpfe von Starbucks und Co ausreichend Platz finden.

Im Fond würde man sich ausreichend groß dimensionierte Kopfstützen wünschen und nicht solche die mehr der gelungenen Versenkung dienen. Das machen andere Hersteller nach wie vor besser als Mercedes. Elektrisch lässt sich nicht nur die dritte Sitzreihe versenken, auch der Einstieg auf die beiden Sitzplätze in Reihe drei wird durch ein elektrisches Umlegen der Sitzreihe zwei nennenswert erleichtert.

Das GL-Ladevolumen liegt zwischen 680 und 2.300 Litern. Mit an Bord des GL: Alle nennenswerten Assistenzsysteme wie Abstandstempomat, Spurwechselassistenz und Kollisionswarner, die auch E- und S-Klasse bieten.

Der Verbrauch sinkt – der Preis steigt

Bei den Antrieben gibt es keine Überraschungen. In Europa dürfte der Mercedes GL 350 Bluetec mit dem bekannten Dreiliter-Diesel und seinen 190 KW / 258 PS, 620 Nm und 220 km/h Spitze den Ton angeben. Sein Normverbrauch sank um knapp 20 Prozent auf 7,4 Liter. In den USA ist der 300 KW / 408 PS starke Mercedes GL 500 das erwartete Volumenmodell. Sein 4,7 Liter großer V8-Turbo ermöglicht 250 km/h Spitze und einen Verbrauch von 11,3 Litern Super. Beide Versionen bieten serienmäßig Allradantrieb und eine Siebengang-Automatik.

Eine AMG-Version soll mittelfristig ebenfalls verfügbar sein. Die genauen Preise des neuen Mercedes GL stehen noch nicht fest. Sie dürften jedoch durch Mehrleistung und das Plus an Sicherheits- und Komfortausstattungen knapp über dem Vorgängermodell liegen, das mit dem Mercedes GL 350 Bluetec bei rund 77.000 Euro startete.

Text: Stefan Grundhoff; press-inform