Neuvorstellung: Porsche 911 Carrera 4 und Carrera 4S

Porsche Carrera 4 und 4S

Porsche hoch vier

Porsche spendiert seinem neuen 911er den langerwarteten Allradantrieb und weitere Ausstattungsoptionen. Darunter auch ein adaptiver Tempomat für mehr Sicherheit.

28. August 2012

Ein Zugewinn an aktiver Sicherheit freut jeden Autofahrer. Vor allem, wenn er ein so wertvolles Kleinod wie einen Porsche 911 sein eigen nennt. Ab Ende des Jahres erweitert die Sicherheitsfunktion "Porsche Active Safe" den Tempomaten der Zuffenhausener. Das System reagiert nach dem bekannten Muster: Registriert die Sensorik einen drohenden Auffahrunfall, warnt ein optisches und akustisches Signal den Fahrer. Außerdem wird der Bremsdruck erhöht und ein leichter Bremseingriff initiiert.

Allerdings ist dies Option nur für Modelle mit Doppelkupplungsgetriebe erhältlich. Immerhin dürfen sich die Fans der Handschaltung über das neue Glasschiebedach freuen, das dann für das Coupé der 991er-Baureihe (interner Code des aktuellen 911er) wählbar ist.

 

 
 

Bekannte Technik

Unter dem schicken Blechkleid spielt sich noch mehr ab: Mit den neuen Ausstattungsoptionen ist auch der Allradantrieb für den Porsche Carrera und Carrera S erhältlich. Technisch hat sich gegenüber dem Vorgänger nicht viel verändert.

Eine elektronisch gesteuerte Lamellenkupplung verteilt die Kraft auf Vorder- und Hinterräder. Im Normalfall wirken 100 Prozent auf der Hinterachse, die Kraft wird nur bei Bedarf auf die Vorderräder umgeleitet. Ein automatisches Bremsdifferential verteilt dann das Drehmoment auf die einzelnen Räder, die Antriebsschlupfregelung sorgt für die nötige Traktion.

Mehr Dynamik

Die allradgetriebenen Modelle wiegen 65 Kilogramm weniger als der Vorgänger und legen damit in der Dynamik noch einmal zu. Beweise gefällig? Das 350 PS starke Carrera 4 Coupé sprintet in 4,5 Sekunden von null auf hundert, und die Höchstgeschwindigkeit beträgt 285 Stundenkilometer. Die S-Variante hat 50 PS mehr und ist 0,4 Sekunden beziehungsweise 14 km/h schneller.

Der Verbrauch liegt bei 8,6 bzw. 9,1 l auf 100 km.

Neu ist die optische Aufbereitung: Im Kombi-Instrument kann sich der Fahrer die Kraftverteilung anzeigen lassen.

Breiteres Heck

Äußerlich erkennt man die Modelle mit Allradantrieb am breiteren Heck. Das ist auch bei der neuesten 991-Baureihe so. Jeweils 2,2 Zentimeter sind die Radhäuser breiter. Damit die Hinterreifen diesen Platz auch optisch ausfüllen, sind auch sie einen Zentimeter dicker.

Garniert wird das Ganze mit einem roten LED-Leuchtband zwischen den Rücklichtern. Nicht wenige Porsche-Käufer legen sich aus diesem optischen Grund einen Vierer zu.

Dazu braucht man allerdings das nötige Kleingeld: Das 911 Carrera 4 Coupé kostet 97.557 und das Cabrio 110.290 Euro. Die 4S-Variante beginnt als Coupé bei 112.313 Euro. Oben-ohne kostet der Porsche mindestens 125.046 Euro.

Text: Press-Inform / Wolfgang Gomoll