mobile.de: Kompakte Überflieger

Kompaktklasse: Neue Modelle 2012

Die neuen kompakten Überflieger

Bestseller wie Audi A3, Mercedes A-Klasse und VW Golf kommen 2012 komplett neu auf den Markt. In ihrem Windschatten fahren die heimlichen Stars der Kompaktklasse.

18. April 2012

2012 wird ein gutes Jahr für Neuwagenfans. Dutzende von Modellen kommen entweder komplett neu auf den Markt oder zumindest frisch renoviert. Das sollte für Schwung sorgen auf dem Zulassungsparkett.

Nehmen wir nur einmal BMW: Auf den bereits gestarteten neuen 3er folgen das Facelift des X1 und des 1er. Einen Vorgeschmack auf die kleinste BMW-Baureihe gab es auf dem Genfer Salon Anfang März 2012. Dort stand der 135i als M-Concept – mit „mehr als 300 PS“, wie BMW in aller gebotenen Unschärfe vermeldete.

Spätestens im Herbst 2012 wird der frische Einser auf die Straße kommen – rechtzeitig also, um den neuen Modellgenerationen von Audi A3 und Mercedes A-Klasse aus BMW-Sicht den Wind aus den Segeln zu nehmen. Was schwierig werden dürfte.

 

Automobile Gadgets für die Generation Facebook

A3 und A-Klasse sind (wie der 1er) bis unter die Decke vollgestopft mit neusten Assistenzsystemen wie Notbremssystem und Kollisionswarner und brillieren mit integrierten iPhone-Lösungen bzw. Navigation mit Google Earth und Streetview.

„Always on“ lautet die Marschroute der Premium-Kompakten. Die „Generation Facebook“ will ohne Social-Media-Anbindung nicht mehr leben. WLAN-Hotspot und störungsfreier Handy-Empfang sind für hippe Autos längst wichtiger als Hubraum und Breitreifen.

Im September 2012 gehen die neuen „A“-lpha-Kompakten an den Start, anfangs ausschließlich mit Vierzylindermotoren. Der stärkste Audi A3 bringt es vorerst auf 180 PS, die potenteste Mercedes A-Klasse leistet als A 250 Sport stramme 211 PS. Nachschlag garantiert, bei beiden.

Im Oktober fährt König Golf im neuen Gewand vor

Im Oktober justiert Volkswagen dann die Messlatte im Kompaktsegment: Auf dem Pariser Salon debütiert der neue VW Golf. Generation sieben soll, so der Auftrag von VW-Boss Martin Winterkorn, „in allen Belangen Klassenbester“ sein.

Das wird immer schwieriger – denn die Konkurrenz hat mächtig aufgeholt. Allen voran Hyundai. Der koreanische Topseller – inzwischen Nummer fünf der Welt – macht mit dem neuen i30 einen weiteren Schritt in Richtung Premiumanbieter.

Bester Beweis für das Vertrauen in die eigene Marke und Qualität ist das „5-Jahre-Sorgenfrei-Paket“, das Hyundai seinen Kunden mit auf den Weg gibt: fünf Jahre Garantie, fünf Jahre Mobilitätsgarantie, dazu kommen fünf Service-Checks und echtes Wohlfühl-Ambiente im i30.

Mit dem neuen i30 greift Hyundai nach der Golf-Krone

Drei Ausstattungs- und fünf Motorvarianten hat Hyundai vorerst vom Fünftürer im Angebot. Die Spritsparversion „blue 1.6 CRDi“ (128 PS) begnügt sich mit einem Durchschnittsverbrauch von 3,7 Liter Diesel auf 100 Kilometer, macht 97 Gramm CO2 pro Kilometer. Das wird belohnt: Zweimal A+, dreimal A und zweimal C (für die Benziner) lauten die Effizienzklassen des Hyundai i30.

Los geht der Fahr- und Sparspaß bei 15.850 Euro (1.4 Classic) – damit ist die neue Generation ausstattungsbereinigt günstiger als der Vorgänger. Im Spätsommer 2012 folgt dann der neue Kombi i30 cw.

Vom Platzangebot her dürfte den meisten bereits die Limousine reichen. 378 bis 1.316 Liter Stauraum bietet der Hyundai i30. Auf der Rückbank ist selbst bei weit nach hinten gerücktem Frontgestühl lässig Platz für Langbeinige. 2,65 Meter Radstand sind ordentlich. Der Golf hat voraussichtlich zwei Zentimeter weniger.

Wer sich für seinen guten Autogeschmack belohnen will, bestellt den i30 mit einem der drei Dieseldirekteinspritzer (90/110/128 PS). Mit Sechsgang-Getriebe gehen vor allem die beiden 1.6 CRDi ganz formidabel zur Sache. Sie passen ausgezeichnet zum Temperament des i30 und sind deutlich drehmomentstärker als die – extrem leisen – Benziner.

Opel greift bei den SUV von unten an

Klein und stark (115/130/140 PS) wie ein Mokka kommt Opels gleichnamiges Subkompakt-SUV daher. Mit 4,28 Meter Außenlänge betört der Opel Mokka garantiert nicht nur modebewusste Großstadtmädels auf der Suche nach dem idealen Accessoire für die Saison 2012.

Für Freizeit-Junkies und Dachgepäckträgerhasser steckt im hinteren Stoßfänger – gegen Aufpreis – Opels fast schon geniales Fahrradträgersystem „FlexFix“, auf dem bis zu drei Bikes mitreisen können. Surfbretter landen auf dem Dach oder im variablen Innenraum.

Volvos V40 setzt auf Schönheit statt Nutzen

Volvo beweist erneut, dass skandinavisches Design auch auf vier Rädern mächtig was hermacht. Mit dem neuen V40 steuern die Schweden ein auffallend schönes Schrägheckmodell zur Autosaison 2012 bei.

Kofferraum? Nicht so wichtig, hier geht es um Design, nicht um Nutzen, auch wenn das Kürzel V40 bei Volvo eigentlich für einen Kombi steht. Bei 150 PS und 24.680 Euro beginnen die Benziner, mit Dieselmotor gibt es den Volvo V40 ab 115 PS und 24.980 Euro.

Fußgänger-Airbag außen und Knieairbag innen sorgen für innovative Sicherheit. Serienmäßig an Bord ist zudem das weiterentwickelte City Safety System, das im Notfall automatisch bremst – wenn man nicht schneller als 50 km/h war.

Dacia Lodgy betört Familien mit Platz und Preis

Platz für sieben, 600 Kilo Zuladung und fast 1,20 Meter Ladelänge hinter der zweiten Sitzreihe bietet der Dacia Lodgy. Aus Familiensicht ist der in Marokko gebaute Kompaktvan ein Volltreffer, erst recht preislich: Die Basisversion gibt es für 9.990 Euro. Genau die richtige Flughöhe für Überflieger.

Mehr über die kompakten Neuheiten gibt es in der Bildergalerie.

Text: Ralf Bielefeldt