Die schönsten Studien 2012

Die schönsten Studien 2012

Schöner Sein

Hin und wieder dürfen die Automobildesigner die Vernunft abschalten und sich ganz auf die Form konzentrieren. Heraus kommen Stilstudien, die im besten Fall für eine Saison die Messestände zieren. mobile.de hat die Highlights 2012 zusammengestellt.

19. Dezember 2012

Automobilstudien sind immer aufregend. Das Sahnehäubchen auf dem täglichen Einerlei. Obwohl sich bei manchen Firmen die logische Folge umgedreht hat. Es gibt heute viele Studien, die lediglich leicht verbrämte Ausblicke auf die nächste Generation eines bestimmten Modells sind. Ganz sauber ist das nicht: Erst wird die Serienversion entwickelt und daraus eine „zukunftsträchtige“ Studie abgeleitet. Das soll dem Kunden signalisieren: Sieh mal, dein in der Serienversion etwas langweiliges Auto war auch mal eine Stylingstudie! Normal wäre es anders herum.

 

 
 

Die wilden Zeiten waren in den 70ern

Die wildeste Zeit der Designstudien war in den Siebzigern. Klare, kantige Formen lagen damals voll im Trend. Fast schade, dass die Räder rund sein mussten, wo die Designer doch das Kurvenlineal abgeschafft hatten. Heute ist die Aufgabe für die Designer komplizierter: In Zeiten, wo sich die Autos stärker durch ihr Innenleben wie die Bordelektrik oder die alternativen Antriebstechniken voneinander unterscheiden, werden sie sich äußerlich immer ähnlicher – der Aerodynamik zuliebe. Die eigentliche Innovation steckt oftmals unter dem Blech.

Die Ausnahmen sind Hingucker

Doch es gibt Ausnahmen. Der Mercedes Biome ist so ein Fall. Nicht nur das Material des Autos – seine Karosserie besteht aus Pflanzenstoffen – ist ungewöhnlich, auch beim Design haben die Entwickler ganz tief in die Trickkiste gegriffen.

Das Gleiche gilt auch für den Lamborghini Urus. Der letzte Ausflug ins Gelände war für den Hersteller aus Sant’Agata nicht unbedingt erfolgreich. Doch Porsche bewies, dass man auch mit eigentlich völlig unsportlichen Autos, den geländewagenähnlichen SUV, richtig Geld machen kann.

Lamborghini möchte auf die Technik der Konzernmutter Audi zurückgreifen und ein SUV bauen. Hier ist das Interesse der Kundschaft hilfreich: Kann der Chef eines Automobilherstellers auf ein großes, begeistertes Presseecho verweisen, bekommt er leichter die Produktionserlaubnis.

Studien heben das Image

Wieder anders, versuchen vernünftige Marken wie Toyotas Edeltochter Lexus ihr Image per Studie aufzupeppen. Bislang fertigen die Japaner hauptsächlich SUV und Luxuslimousinen. Tolle Autos, gar keine Frage. Aber der Pepp fehlt. Da kommt der Sportwagen LF-LC gerade recht: So eine schicke Studie hebt das Image und das Käuferinteresse – auch wenn diese schlussendlich doch für den Viertürer unterschreiben.

Text: SH | Bildmaterial: General Motors