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Bodensee Klassik

Alpenpanorama

Konkurrenz für die Silvretta. Mit der Bodensee Klassik hat die Oldtimersaison eine neue Auftaktveranstaltung.

11. Mai 2012

Die europäische Oldtimersaison hat eine neue Auftaktveranstaltung. Die erstmals ausgerichtete Bodensee Klassik schwingt sich auf, der etablierten Silvretta Classic im Sommer Konkurrenz zu machen. Sehenswerte Oldtimer, Rundfahrten durch das Appenzeller Land und das Dreiländereck garantierten strahlende Gesichter vor dem Dauerpanorama des Bodensees.

 

Wankelstar aus den USA

Mercedes 300 SL, Porsche 356 oder Jaguar E-Type kann man auf jeder Oldtimerrallye bestaunen. Doch einen Wankel-Pick-Up aus den USA bekommt man nicht alle Tage zu Gesicht. Wer könnte ihn fahren außer Markus Frey, zusammen mit seinem Bruder der bekannteste Mazda-Sammler der Welt. Der passonierte Wankel-Jünger fuhr einen der Höhepunkte der ersten Bodensee Klassik.

"Der Wagen kommt aus den USA", so Markus Frey, "er wurde nur in den USA angeboten und hat den ganz normalen Wankelmotor des RX-7 mit 115 PS. Sein Baujahr: 1974." Frey hat neben dem Mazda-Betrieb zusammen mit seinem Bruder eine vom Vater aufgebaute Sammlung von Mazda- und Wankelfahrzeugen - einzigartig auf der Welt. Ähnlich auffällig, aber weniger einzigartig ist nur ein paar Startnummern weiter hinten: der 76er Chevrolet Camaro im Biene-Maja-Look mit Stefan Seibert am Steuer.

Limousinenluxus

Besonders die Fans europäischer Luxuskarossen kamen bei der Bodensee Klassik auf ihre Kosten. Mit dem 173 PS starken Jaguar XJ 6 4.2 Serie II sind die Engländer ebenso vertreten wie die seinerzeit aufstrebenden Ingolstädter mit ihrem Audi 100 Typ 43 CD 5E, dem Ford Granada 1700 von 1976 oder der sehenswerten S-Klassen der Baureihen W 116.

Keine der Luxuslimousinen präsentierte sich rund um den Bodensee jedoch so einzigartig wie der BMW 733i von 1977. Der schwarze Münchner mit seinem seidenweichen Reihensechszylinder war bei BMW lange Zeit ein internes Schulungsmobil für Servicearbeiten am E23.

Italienische Gefühle

Cabriolegenden wie die gleichermaßen seltenen wie teuren BMW 507 oder Maserati 3500 GT Vignale Spyder verzauberten besonders an den ersten beiden Rallyetagen die Teilnehmer und rar gesäten Zuschauer.

Wirth nicht zu schlagen

Ebenfalls spektakulär und nahezu einzigartig: der Opel Moonlight Roadster von 1933 mit seinem 1,8 Liter großen Vierzylinder. "Ein tolles Auto. Gerade in dieser Zweifarblackierung", so Mitfavorit Hanns-Werner Wirth, "etwas mehr Leistung könnte er in den Bergen jedoch schon haben. Da sind 33 PS nicht viel."

Wirth gewann letztlich vor dem Duo Andreas und Babette Teichmann auf ihrem Jaguar E-Type 4.2 Serie I und dem Datsun 240 Z mit Axel Ernst und Johannes Bitte-Suermann.

Text: Press-Inform / Stefan Grundhoff