mobile.de: Neuheiten Herbst/Winter 2012

Neuheiten Herbst/Winter 2012

Frischware zum Jahresende

Die Auto-Saison 2012 endet mit mehr als zwei Dutzend Neuheiten. mobile.de zeigt, welche Modelle dieses Jahr noch kommen.

24. Oktober 2012

Im Herbst, da bläst es manchmal ordentlich. Auch durch die Verkaufsräume der deutschen Autohändler weht frischer Wind: Bis zum Jahresende rollen noch mehr als zwei Dutzend neue Modelle heran, die frisch gestylt unter den Weihnachtsbaum sollen.

Supersportwagen und Luxuskarossen sind kaum darunter – die Autohersteller versuchen vor allem mit günstigen Alleskönnern der europäischen Absatzkrise zu trotzen. Ein Überblick in alphabetischer Reihenfolge.

Der Knaller vorweg: Der frisch geliftete Aston Martin DB9 fährt als Coupé oder Cabrio („Volante“) mit nunmehr 517 Pferden unter der Haube ins Modelljahr 2013. Bei 174.994 Euro geht der Briten-Spaß los (Volante ab 189.995 Euro).

 

 
 

Cadillac greift BMW und Audi an

Ganz neu kommt der Cadillac ATS daher – kantig und schnörkellos soll er BMW 3er, Audi A4/A5 und Mercedes-Benz C-Klasse ordentlich vor den Kühler fahren. Gestartet wird in Europa mit einem Zweiliter-Turbo (ab 37.500 Euro), 2013 folgt ein 3,6-Liter-V6-Motor.

Ein frischer Funke im Kleinstwagensegment kommt Ende des Jahres aus dem Hause Chevrolet: Der Spark (ab 9.290 Euro) glänzt innen und außen mit frischem Design.

Günstige Minivans von Ford und Fiat

Fiat und Ford schicken 500L (seit 20. Oktober, ab 15.900 Euro) und B-Max (Dezember, ab 15.950 Euro) zur Jahresendrallye. Recht stylisch herausgeputzt ist der Italiener, der an den Mini Countryman erinnert und auf Wunsch sogar Kaffee kochen kann (kein Witz!).

Der Ford B-Max punktet mit Schiebetüren und intelligentem Raumkonzept. Seine Plattform stammt vom Fiesta, und der kommt mit neuem Gesicht, neuen Motoren und deutlich hochwertiger als der Vorgänger Anfang 2013 in die Läden. Bestellt werden kann schon jetzt, auch Fiats Panda als Allrad-, Trekking- oder Erdgasvariante (ab November).

Neue SUV von Honda und Kia

Fans des Honda CR-V sollten sich den 3. November 2012 im Kalender markieren. Dann kommt die vierte, deutlich größere und komfortablere Auflage des SUV nach Europa – erstmals auch als günstiger Fronttriebler (2.0 i-VTEC 2WD, ab 22.290 Euro).

Der überarbeitete Kia Sorento verändert sich äußerlich nur unwesentlich, rollt künftig aber auf der Plattform des Hyundai Santa Fe durch die Lande. Als Benziner gibt es den Sorento ab 29.990 Euro, mit Diesel ab 32.290 Euro.

Mazda6-Fans müssen sich gedulden

Für den Angriff auf die deutsche Mittelklasse rüstet sich derzeit der Mazda6: Am 19. November startet der Vorverkauf für Kombi und Limousine, ausgeliefert wird aber erst ab 2. Februar 2013. Mit scharf gezeichnetem Gesicht, reichlich Platz und einer ansprechenden Inneneinrichtung soll der mindestens 24.990 Euro teure Japaner in die deutschen Herzen rollen.

Für den Antrieb stellt Mazda zwei Dieselmotoren (150 und 175 PS) und drei Benzindirekteinspritzer (145, 165 und 192 PS) bereit. Auch dem neuen VW Golf GTI hat Mazda den Kampf angesagt: Seit 18. Oktober steht der frisch gestylte Mazda3 MPS mit dem bekannten 2,3-Liter-Benziner (260 PS, ab 28.390 Euro) zum Verkauf.

Feuer unterm Hintern gibt’s von McLaren und Mercedes

Nicht unbedingt für die kalte Jahreszeit geeignet ist der McLaren MP4-12C Spider. Nichtsdestotrotz wird der offene Supersportwagen (auf und zu in 17 Sekunden) ab November ausgeliefert. Wer 231.650 Euro in ein Auto investieren kann, hat vielleicht auch ein Ferienhaus in südlicheren Gefilden; das ist mit Spitzentempo 329 ja schnell erreicht. Von null auf hundert marschiert der Spider genau wie das Coupé in 3,1 Sekunden.

Oder soll's lieber der neue Mercedes-Benz SLS AMG GT sein? Der steht wahlweise als Coupé (204.680 Euro) oder Roadster (213.010 Euro) in den Showrooms. Eckdaten: 591 PS, 0 auf 200 km/h in 11,1 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 320 km/h (abgeregelt, versteht sich).

Etwas ruhiger lässt es der CLS Shooting Brake angehen – ein Crossover aus Luxuscoupé und Kombi, das laut Mercedes „einzigartiges Design und außergewöhnliche Variabilität“ verbindet. Preislich startet der CLS Shooting Brake bei 61.761 Euro, leistungsmäßig bei 204 PS.

Mit zwei Neuheiten startet auch Mitsubishi in den Herbst: Die dritte Generation des Outlander soll mit sparsameren Motoren und vielen Assistenzsystemen punkten; optisch bleibt es bei der bewährten Kreuzung aus Geländewagen, Van und Kombi. 2013 kommt das Kompakt-SUV auch als Plug-in Hybrid. Der ASX wechselt frisch geliftet ins neue Jahr.

Opel setzt auf Adam und Mokka

Ganz anders, nämlich „wild und abenteuerlustig“, will der Opel Mokka sein. Von November an rollt das kleine SUV auf die deutschen Straßen. Ob der „Sub-Kompakte“ eine ähnlich aufputschende Wirkung hat wie Koffein, wird sich zeigen. Serviert wird der Mokka als frontgetriebener 115-PS-Benziner ab 18.990 Euro. Etwas günstiger wird der US-Twin Chevrolet Trax ausfallen (ab Frühjahr 2013).

Wer mit Opels Adam liebäugelt, kann den kleinen Schönling jetzt bestellen, ausgeliefert wird ab Januar. Der Mini- und Fiat 500-Konkurrent ist mit einem Einstiegspreis von 11.500 Euro zwar kein Schnäppchen, dafür aber vielseitig und qualitativ auf Augenhöhe mit der Konkurrenz.

Peugeot 208 mit Parkassistent

Peugeot spendiert seinem neuen Bestseller 208 zum Ende des Jahres das aktive Einparksystem „Park Assist“. Das Kleinwagen-Novum kommt im 208-Sondermodell „Intuitive“ zum Einsatz (ab 17.700 Euro).

Porsche bietet von November an sämtliche Varianten des neuen 911 (Carrera, Carrera S, Cabrio und Coupé) auch mit Allrad an. Sportlich ist nicht nur der Vortrieb, sondern auch der Preisaufschlag gegenüber dem Hecktriebler: 97.557 Euro kostet der Carrera 4, 125.046 Euro das Cabrio.

Reichlich Schnickschnack und einen schnittigen Auftritt bietet ab 7. November der neue Renault Clio. Das erste Serienmodell von Chefdesigner Laurens van den Acker macht mit breiten Hüften auf sich aufmerksam. Außen hui, innen pfui? Nein, der neue Clio ist ein durchaus solides Auto – das sollte er bei einem Grundpreis 12.800 Euro auch sein. 2013 folgen eine Sportversion und der Kombi Grandtour.

Seat Leon mit Voll-LED-Licht

Leuchtende Augen hat man derzeit bei Seat: Der neue Leon (ab 24. November, 15.390 Euro) fährt optional mit Voll-LED-Lampen vor. Überhaupt muss der Spanier sein Licht nicht unter den Scheffel stellen, denn er bietet nicht nur ein markantes Gesicht, sondern dank des VW-Querbaukastensystems (MQB) auch solide Technik und ausgewogene, durchaus sportliche Fahreigenschaften.

Schnörkellos und mit viel Platz für Passagier und Gepäck (550 bis 1490 Liter Kofferraumvolumen) will Skoda mit dem Rapid das untere Kompakt-Limousinen-Segment erobern. Für 13.390 Euro – das Topmodell kostet 22.660 Euro – geht die jüngste Modellreihe der Tschechen seit dem 20. Oktober 2012 über die Theke.

Volvo will mit einer Cross-Country-Variante des V40 die Wartezeit zum Marktstart des XC40 überbrücken. Der V40 CC wirkt dank Unterfahrschutz und Seitenschwellern zwar recht robust, einen Allradantrieb hat jedoch nur das Topmodell T5 AWD (35.780 Euro). Günstigste Ausführung ist der 115 PS starke Diesel D2 (ab 26.780 Euro).

Öko-Aktivisten und Trendsetter können den V60 Plug-in Hybrid ordern: Mit Diesel- und Elektromotor soll er sich mit nur 1,9 Liter Sprit auf 100 Kilometer begnügen. Ausprobieren können es aber vorerst nur die 1.000 Kunden, die sich ein Exemplar der „pure limited“-Edition gesichert haben. Serienmäßig für jedermann kommt der mindestens 56.900 teure V60 im Sommer 2013 nach Deutschland.

Europaweiter Golf-Start im November

Last but not least: Volkswagen. Die Wolfsburger haben dieses Jahr noch einiges in petto, was den Herbst bunter erscheinen lässt. Da wäre beispielsweise der VW Touareg, der sich zu seinem 10. Geburtstag unter dem Namen „Edition X“ mit einer umfangreichen Sonderausstattung beschenkt. Ein R-Line-Paket schmückt auf Wunsch den Volkswagen CC (ab 1.810 Euro).

Seit 18. Oktober gibt es zudem den Scirocco in einer GTS-Variante (breite, zweifarbige Rennstreifen, rote Außenspiegelkappen, modifizierte Stoßfänger, ab 28.100 Euro). Das neue Beetle Cabrio kann ab November bestellt werden. Bei 21.350 Euro fängt der Open-Air-Spaß an.

Und dann ist da natürlich noch der neue Golf. Die Mutter aller Kompakten kommt am 10. November zum Händler. Los geht es wie gehabt bei 16.975 Euro (1.2 TSI, 85 PS), der kleinste Diesel (1.6 TDI, 105 PS) kostet ab 20.725 Euro.

32 europäische Länder kriegen die siebte Generation Golf noch dieses Jahr. 2013 legt Volkswagen nach: GTI, GTD, Blue-Motion, CNG (Erdgas) und der elektrisch fahrende „e-Golf“ sind gesetzt, „weitere Überraschungen geplant“, verriet Martina Biene, VWs oberste Golf-Produktmanagerin, bei der Fahrpräsentation auf Sardinien.

Text: ms/fayvels büro