mobile.de: 24-Stunden-Rennen Nürburgring

Das 40. 24-Stunden-Rennen am Nürburgring

Audi-Festival

Audi gewann zum ersten Mal und letztlich klar das 24-Stunden-Rennen vom Nürburgring - und dann gleich als Doppelsieg. Turbulenter ist es in der Eifel selten zugegangen.

22. Mai 2012

Die vier Ringe stellten am Nürburgring diesmal alles in den Schatten. Es war sonnig, spannend und abwechslungsreich wie selten. Das werksunterstützte Phoenix-Team siegte mit der Fahrerbesetzung Marc Basseng, Christopher Haase, Frank Stippler und Markus Winkelhock letztlich, weil die Geschwindigkeit über 24 Stunden stimmte und größere technische Probleme ausblieben.

Pilot Markus Winkelhock: "Es war eine Riesen-Show mit toller Stimmung, die Konkurrenz war extrem stark, die Autos waren auf einem hohen Niveau. Dass wir am Ende ganz vorne stehen, ist natürlich gigantisch." Nachdem sich BMW und Mercedes mit technischen Problemen nach hinten verabschiedeten, wurde der erste Sieg beim 24-Stunden-Rennen gleich ein Doppelsieg für die Audi R8 LMS ultra. "Das war ein absolut fantastisches Rennen und ein schönes Ergebnis für Audi. Wir haben lange auf diesen Erfolg gewartet - heute ist er endlich gekommen", so Audi-Rennleiter Dieter Gass.

Manthey im Pech

Favorit Manthey kam trotz zwei Siegen bei den letzten VLN-Rennen nicht recht auf Touren. Insbesondere der Manthey Startnummer 10 mit Marco Holzer, Jörg Bergmeister, Nick Tandy und Patrick Long kam erst spät auf Touren und fuhr sich nach Unwägbarkeiten letztlich immerhin ins Vorderfeld - fiel dann jedoch aus. Ein Drama auf der Zielgeraden für den Manthey-Porsche mit der Startnummer 11. Der Porsche 911 GT3 R blieb ohne Kraftstoff hinter der Ziellinie liegen.

Der Renault Clio mit Startnummer 169 krachte in den am Streckenrand stehenden Wochenspiegel-Porsche mit Pilot Romain Dumas und brachte ihn um die Wertung. "Renngeschichten mit einer derartigen Spannung kann wohl nur die Grüne Hölle schreiben", bilanzierte enttäuscht Porsche-Sportchef Hartmut Kristen.

BMW mit Problemen

BMW konnte die grandiose Bestzeit des Zeittrainings nicht in eine Top-Platzierung umsetzen. Hatte Nordschleifen-Haudegen Uwe Alzen die Konkurrenz mit einer Rundenzeit von unter 8:19 Minuten geschockt, reichte es nach technischen Problemen an der Antriebswelle letztlich nur zu einem Platz unter den ersten zehn. Die drei BMW-Werksfahrer Uwe Alzen, Jörg Müller und Dirk Müller fuhren nach einem knapp einstündigen Zwangsstopp noch auf Platz sieben. Ein Rang dahinter der zweite werksunterstützte BMW Z4, der am Sonntagnachmittag auf Rang zwei liegend ebenfalls mit technischen Problemen zurückfiel.

Mercedes konnte zumindest einen seiner brüllenden SLS-Boliden auf Podium bringen. Der SLS vom Team Heico landete auf Platz drei.

McLaren im Abseits

Die mit großen Erwartungen gestarteten Außenseiter von McLaren verabschiedeten sich schnell. Besonders spektakulär stellte Klaus Ludwig, der zusammen mit Ex-Formel-1-Pilot Nick Heidfeld seinen McLaren MP4 12C ab. Er kollidierte bei hoher Geschwindigkeit im Streckenabschnitt Schwedenkreuz mit einem Seat Leon. Danach gab es einen Satz heiße Ohren für den Unfallverursacher und die definitive Aussage des ehemaligen DTM-Champions: "Nie wieder Nordschleife."

Text: Press-Inform / Stefan Grundhoff