So regelt das Internet den Verkehr

Die Straßen sind voller Autos. In jedem ist mindestens ein Handy unterwegs. Die logische Folge: Es liegen schon jetzt unzählige Daten vor, von denen bald alle Autofahrer profitieren werden.

Das Internet macht die Welt zum Dorf. So futuristisch es vor zwei Jahrzehnten anmutete, per Satellit gestohlene Fahrzeuge zu orten, so irrwitzig sind die Möglichkeiten heute. Der immer dichter werdende Verkehr produziert eine unvorstellbare Menge an Daten und verwertbaren Informationen. Was Datenschützern sorglose Nächte bereitet, euphorisiert Verkehrplaner und Informatiker. Und Autohersteller.

Die mobile Blechbüchse als Allheilmittel gegen Stau und Stagnation. Das klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Und ist doch zunehmend Realität. Kaum ein Autofahrer ist heute noch ohne sein Handy unterwegs, schon gar nicht im hoch industrialisierten Europa, geschweige denn in den Vereinigten Staaten oder den führenden Staaten Asiens.

Zahl der Smartphones wächst rasant – und damit die Möglichkeiten ihrer sinnvollen Vernetzung

Die Zahl der Smartphones, die dank bezahlbarer Flatrates nahezu permanent online sind, steigt rapide an. Die Datengeschwindigkeiten und damit die Nutzungsmöglichkeiten legen in atemberaubendem Tempo zu. Gleiches gilt für die Zyklen neuer Geräte. Und für die Begeisterung, mit der sich die Generation Facebook auf Neuheiten und Zusatzprogramme („Apps“) stürzt.

Autohersteller setzen auf regelmäßige Updates

Connectivity lautet das Zauberwort. Je höher der Vernetzungsgrad, desto mehr IT. Immer und überall erreichbar und sendebereit zu sein, das ist das Gebot der Stunde. Und der Start fürs Autofahren 2.0. Die klassischen Radio-Navigationseinheiten und Multimedia-Bediensysteme entwickeln sich zunehmend zum persönlichen Assistenten des Fahrers. Die Autohersteller setzen auf offene, updatefähige Hardware-Lösungen, die mit den Geschwindigkeiten der Elektronikbranche Schritt halten können. Und so das Auto – wie einen Computer oder Smartphones à la iPhone – immer auf dem neusten Stand halten. Wer nicht von vornherein dabei sein will, kann seinen Neuwagen über Vorrüstungen im Standbye-Modus halten und zu gegebener Zeit „freischalten“ für die mobile Zukunft.

Mobilität wird durch Vernetzung gewaltig optimiert

Internet im Auto braucht kein Mensch? Weit gefehlt. Die Börsenhighflyer Apple und Google haben vorgelebt, in welcher atemberaubenden Geschwindigkeit innovative, leicht zu handelnde Technik die Massen euphorisiert und den Alltag revolutioniert. Die nächste große Zielgruppe sind rund 900 Millionen Autofahrer weltweit. Gelingt es, die möglichst kostengünstig und narrensicher zu vernetzen – mit dem Web und untereinander, nimmt das Thema Mobilität die nächste Evolutionsstufe.

Verkehrsinformationen online und Navigation über Sprachsteuerung (ab Mitte 2011 zum Beispiel im neuen Audi A6 Avant) sind die kommenden Themen des mobilen Internets. Immer vorn mit dabei: Datensammelgigant Google und vermutlich bald auch Facebook. Via Handy-Ortung lässt sich feststellen, wo der Verkehr steht und wo er rollt. Auf Autobahnen genauso wie im lokalen Kiez. Frag einfach deine Freunde. Online. Schneller und präziser kann Verkehrsfunk im Radio niemals sein.

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