Bis sich die Laster biegen

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte – das Bild der Woche von mobile.de lädt dazu ein, genauer hinzuschauen.
 

Es ist zum Die-Wände-hoch-Fahren: Das Auto bestimmt seit Generationen mehr und mehr unser Leben, doch die Kunst hat bisher einen weiten Bogen darum gemacht.

Oder doch nicht? Im Karlsruher Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) wurde jetzt die Ausstellung "CAR CULTURE" eröffnet, die dem vierrädrigen Mobilitäts-Garanten seinen würdigen Platz im Universum einräumt – pünktlich zum 125. Geburtstag.

Darunter sind viele Auto-Kunstwerke, deren Betrachtung einfach nur Spaß macht: Zum Beispiel dieser Kleinlaster, der sich um 90 Grad in die Vertikale biegt.

Doch es gibt noch einiges mehr, was verfremdet, veralbert oder dämonisiert wurde. Alles in allem überwiegt bei den Künstlern der kritische Blick: Einer hat ein Maschinengewehr auf der Motorhaube installiert, mit dem Mercedesstern als Fadenkreuz.

Ein anderer hat Autos einfach nur in der Schrottpresse plattgedrückt, der dritte ein Auto in Flammen aufgehen lassen. Nicht zur Nachahmung empfohlen. "Mobili" dagegen zeigt einen Totenschädel auf Rädern.

"Die Sicht der Künstler auf das Auto ist nicht so optimistisch wie die der Autobauer", lautet die vorsichtige Stellungnahme vom ZKM-Leiter Peter Weibel. Wen wundert das: Jede hat eben seine Botschaft. Die einen leben vom Produkt, die anderen von der Kritik. Die einen loben es über den grünen Klee, die anderen ziehen darüber her. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen.