So wenige Unfalltote wie noch nie

Gute Nachrichten: 2010 gab es im deutschen Straßenverkehr so wenig Todesopfer wie noch nie. Die Zahl der Blechschäden nahm dagegen zu. Die Ursachen lagen nicht allein in der Technik.
 

Ein überraschender Gegensatz: 2010 krachte es auf deutschen Straßen so oft wie seit zehn Jahren nicht mehr.

Doch die Folgen blieben äußerst glimpflich, mehr noch: Die Zahl der Unfalltoten im vergangenen Jahr liegt so niedrig wie nie zuvor.

1970 war das Jahr mit dem Maximum an Todesopfern; damals wurden 21.332 Tote in Folge von Verkehrsunfällen registriert. 2010 waren es 3.648 Menschen, meldet das Statistische Bundesamt.

Die Behörde nennt als Grund für den Rückgang die besonderen Witterungsbedingungen vor allem im Winter 2010. Durch überdurchschnittlich viel Schneefall, Glatteis und niedrige Temperaturen war der Verkehr vielfach stark verlangsamt worden.

Weil es angesichts von so vielen Toten nicht opportun ist, zu jubeln, nehmen Verkehrsverbände auch diese an sich guten Nachrichten zum Anlass, mehr Vorsicht anzumahnen: Noch immer stirbt durchschnittlich alle zwei Stunden ein Mensch auf deutschen Straßen, alle eineinhalb Minuten wird jemand verletzt.

Ein besonderes Augenmerk verdient die Zahl der getöteten Kinder: Im Jahr 2010 starben 104 Kinder auf deutschen Straßen – allerdings nur die Hälfte als Fußgänger oder Radfahrer. Nahezu 50 Prozent der Opfer verunglückte als Mitfahrer in einem Auto.

Das Statistische Bundesamt wertete auch die Unfallprotokolle der Polizei aus: Die gefährlichste Unfallursache bleibt "nicht angepasste Geschwindigkeit", also Raserei. 40 Prozent aller Todesopfer im Straßenverkehr gingen darauf zurück.

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