Chinesische Firma plant Saab-Rettung

Kommt jetzt die Saab-Rettung in letzter Sekunde? Nachdem kürzlich ein Investor absprang, soll eine andere Firma nun bei Saab einsteigen – Pang Da hat 1.100 Autohäuser in China

Ist das die Rettung? Saab hat bekanntgegeben, dass das chinesische Unternehmen Pang Da sich an der angeschlagenen schwedischen Marke beteiligen will.

Pang Da baut selbst keine Autos, sondern ist als Vertriebsspezialist Eigentümer von mehr als 1.100 Autohäusern in China. Das könnte passen: Pang Da will nicht nur 24 Prozent an Saab erwerben, sondern darüberhinaus Autos im Wert von 30 Millionen Euro übernehmen.

Allerdings ist Pang Da schon jetzt ein Auto-Gemischtwarenladen: Das Unternehmen bietet in seinen Autohäusern Modelle der Marken Mercedes, VW, Audi, Toyota, Honda und Subaru an. Von dem Unternehmen ist bisher keine Stellungnahme bekannt.

Pang Da ist schon jetzt ein Auto-Gemischtwarenladen

Insgesamt soll Pang Da, so meldet zumindest das Saab-Management aus dem niederländischen Zeewolde (Sitz der Muttergesellschaft Spyker Cars), 110 Millionen Euro investieren. Parallel zur Beteiligung und dem Verkauf von Saab-Modellen über Pang Das Autohäuser soll ein Vertriebs-Joint-Venture aufgebaut werden, an dem Saab und Pang Da zu je 50 Prozent beteiligt sind.

Die Rettung käme in letzter Sekunde: Ende vergangener Woche war ein Rettungsballon jäh geplatzt, als der chinesische Konzern Hawtai sein Investitionsabsicht bei Saab abgesagt hatte.

Die schwedische Marke, seit vergangenem Jahr von GM an die holländische Sportauto-Manufaktur Spyker verkauft, steht unmittelbar vor der Pleite: Der Absatz liegt so weit unter der Wirtschaftlichkeitsgrenze, dass bereits Banken die Kredite gekündigt haben. Die fehlende Liquidität hat Zulieferer dann dazu bewogen, keine Teile mehr zu schicken. Saab hatte 2010 nur 32.000 Fahrzeuge gebaut; das Management nannte einst 80.000 Autos als Überlebensziel.

 

 

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