Mehr als 200.000 Autos mit H-Kennzeichen

Davon kann der Neuwagen-Markt nur träumen: Immer mehr Autos mit H-Kennzeichen knattern über deutsche Straßen. Am meisten wuchs die Anzahl einer populären Mittelklasse-Baureihe
 

Das H-Kennzeichen ist ein wahrer Bestseller: Erstmals seit der Einführung der Sondernummer für mindestens 30 Jahre alte Fahrzeuge ist der Bestand auf mehr als 200.000 Personenwagen angewachsen.

Das geht einher mit zunehmender Begeisterung für alte Autos, wie steigende Besucherzahlen bei Oldtimer-Veranstaltungen und Umfragen belegen. Millionen Deutsche träumen davon, sich einen fahrbare Antiquität zuzulegen.

Die Top 10 der meisten Modelle mit H-Kennzeichen dominiert ein Auto, dass auch zu Neuwagen-Zeiten ein Bestseller war: der VW Käfer. Derzeit sind 25.505 Käfer mit H-Kennzeichen unterwegs, das sind neun Prozent mehr als im Vorjahr.

Beim Mercedes 123er ist noch Potenzial

Auf den Käfer folgen drei Mercedes-Baureihen (die Mittelklasse der 1970er-Jahre W114/115, der Vorgänger Heckflosse und der R107 genannte SL-Roadster der 1970er-Jahre), danach der Porsche 911.

Neu an Position 5 der H-Kennzeichen-Top-10 ist die populäre Mittelklasse Mercedes W123, deren Verkaufszahl Mitte der 70er-Jahre sogar kurzzeitig den VW Golf überholte. Derzeit sind vom 123er 4.111 Exemplare mit H-Kennzeichen ausgestattet.

Doch es werden sehr wahrscheinlich noch erheblich mehr werden, denn die Baureihe wurde bis 1986 hergestellt.

Das H-Kennzeichen wird Autos nach einer Sonderprüfung zugeteilt. Es ermäßigt die jährliche Kraftfahrzeugsteuer auf pauschal 191 Euro und erlaubt die Zufahrt zu Umweltzonen auch ohne Plakette.

 

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