Hybrid-Autos

Zahl der Woche

1,9 Liter Diesel ...

... verbraucht der neue Volvo V60 auf 100 Kilometer (Euro-Norm). Wie ist das möglich? Das Auto hat einen Diesel-Hybrid mit großem Akkupack an Bord. Volvo bringt ihn 2012 auf den Markt.

12. Mai 2011

Es war nur eine Frage der Zeit, bis er auf den Markt kommt: der Diesel-Hybridantrieb. Jetzt hat Volvo einen Prototyp vorgestellt, mit einem sensationell niedrigen Verbrauch: Nur 1,9 Liter Diesel soll der Mittelklasse-Kombi auf 100 Liter verbrauchen.

Damit wäre er sparsamer als der Volkswagen Polo BlueMotion, der bisher als einziges Auto unter drei Liter auf 100 Kilometer verbraucht. Doch anders als der Polo, der lediglich einen Dreizylinder-Turbodiesel mit 75 PS an Bord hat, ist der Volvo mit zwei Motoren ausgestattet, die jeweils als Solisten oder im Duett musizieren können.

Der Diesel hat 215 PS, der Elektromotor steuert noch einmal bis zu 70 PS bei. In reinem Elektrobetrieb sind bis zu 50 Kilometer aus der Batterie möglich; danach muss der V60 entweder an die Steckdose oder mit Verbrennungsmotor angetrieben werden.

Kombiniert stehen summe summarum 285 PS zur Verfügung; das ermöglicht eine Beschleunigung von 6,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h – solche Fahrleistungen erreichte der erste Porsche 911! Im nächsten Jahr will Volvo den Hybrid-Diesel zum Kaufen anbieten; der Preis ist noch unbekannt.

Peugeot Diesel-Hybrid kommt schon im Herbst 2011

Streng genommen ist Volvo nicht der erste Hersteller, der einen Diesel-Hybrid zur Serienreife bringt: Vor einigen Monaten zeigte bereits Peugeot einen Selbstzünder, kombiniert mit Elektroantrieb.

Der Peugeot 3008 HYbrid 4 wird sogar schon in diesem Jahr auf den Markt kommen: Voraussichtlich zur IAA Frankfurt im Herbst soll der kompakte Van mit Doppelantrieb auf den Markt kommen. 

Einziger Unterschied zum Volvo: Der Peugeot ist kein Plug-in-Hybrid, kann sich also nicht mit reinem Batteriebetrieb fortbewegen. Dennoch ist auch sein Verbrauch nach EU-Norm beachtlich gering: 3,8 Liter auf 100 Kilometer.

Der Diesel leistet 163 PS, der kleine Elektromotor steuert noch einmal bis zu 37 PS bei. Der Preis steht ebenfalls noch nicht fest; allerdings gibt es einen Schätzwert: Peugeot bot bereits im Frühjahr eine limitierte Kleinserie mit Sonderlack und Chromzierteilen für 39.900 Euro an. Der 3008 in Volksausführung dürfte etwa 2.000 Euro billiger sein.