2.219 Euro ...

... wird ein Fahrschüler im bayerischen Freising los, bevor er den Auto-Führerschein besitzt. Der Rekord bei den Fahrschulkosten. Wer im Osten fahren lernt, zahlt bis zu 760 Euro weniger.

Alles wird teurer, sicher. Aber wenn der Führerschein so viel kostet wie ein Gebrauchtwagen, stimmt die Welt nicht mehr. Der ADAC hat ermittelt, dass der Fahrschulbesuch inklusive Prüfung bis zu 2.219 Euro kostet. Schauplatz ist Freising in Oberbayern. Doch auch in anderen Regionen sind bis zum Führerscheinerwerb mehr als 2.000 Euro fällig, zum Beispiel in Ravensburg (2.118 Euro) und München (2.091 Euro).

Vergleichsweise billig dagegen sind Fahrschulen in Ostdeutschland. Die günstigste Ausbildung boten Fahrschulen in der Kleinstadt Wittenberg in Sachsen-Anhalt an: Hier wären inklusive Prüfungsgebühr und Schulungsmaterial lediglich 1.371 Euro zu bezahlen. Auch in Leipzig (1.372 Euro) und Berlin (1.406 Euro) ist der Auto-Führerschein relativ günstig zu haben.

Grundregeln für Fahrschüler auf der Suche nach einem günstigen Ausbildungplatz: Auf dem Land sind Fahrschulen grundsätzlich teurer als in Städten, wo mehr Konkurrenzdruck die Preise senkt. Ansonsten orientieren sich die Fahrschulpreis weitgehend an den Lebenshaltungskosten: Im Süden ist Fahrenlernen am teuersten, im Osten am billigsten.

Fahrschüler sollten sorgfältig Preise vergleichen

An dem Vergleich überrascht, dass nicht nur die Fahrschul-Stunden höchst unterschiedliche Preise haben: Auch Gebühren liegen je nach Standort der Fahrschule und Tarifgestaltung des Inhabers zwischen 20 (Berlin) und 307 Euro (Freising). Auch die Gebühren für die Anmeldung zur praktischen Prüfung schwanken stark: In Bremen liegen sie je nach Fahrschule zwischen 0 und 125 Euro, in München endete die Preisliste bei 200 Euro.

Da nicht zu erwarten ist, dass die deutschen Fahrschulen ihre Gebühren vereinheitlichen, kann Fahrschülern nur zu sorgfältiger Recherche geraten werden, um die für sie günstigste Ausbildung zu finden. Billige Fahrschulen sind jedenfalls nicht unbedingt schlechter, denn die Prüfungsziele sind überall gleich; der Praxistest wird von einem unabhängigen Prüfer abgenommen.

Allerdings darf auch nicht übersehen werden: In Großstädten mit wesentlich höherer Verkehrsdichte ist die Stressbelastung für Fahrschüler höher; so dass möglicherweise mehr Fahrstunden bis zu Prüfung notwendig sind. Damit gibt ein Fahranfänger eventuell im Nachhinein mehr aus, als er zuvor durch günstigere Tarife eingespart hat.

Der Fahrschul-Klassiker: Heinz Ehrhard auf Käfer 1200 (Video)

Weitere aktuelle Auto-Themen