9.900 Euro ...

... kostet "motio", das Auto speziell für junge Fahrer. Um ihre Wünsche zu erfahren, wurden 1.200 Schüler und Studenten befragt. Das Ergebnis: verblüffend unauffällig

Mindestens 400 PS, die größten Boxen im Heck und natürlich mit Cabrio-Dach – so würde man sich spontan wohl ein Auto vorstellen, das speziell für junge Leute entwickelt wird. Um so verblüffender, was das Projekt "Student Car" an einer Hochschule in Aachen ergab: Das Auto ihrer Träume stellen sich die 1.200 befragten Schüler und Studenten als Kompakt-Auto vor, mit fünf Sitzen, unauffällig-praktischem Design und einem sparsamen Benzinmotor.

Umweltfreundlicher Antrieb stand nicht auf dem Wunschzettel

"Das hat uns auch überrascht", sagt der Projektleiter Sven Faßbender. Die einzigen Besonderheiten, die man von der Zielgruppe erwarten würde: Individualisierbarkeit des Innenraums sowie ein Infotainment-System an Bord. Auch der Preis von "motio", so wurde die Studie genannt, ist für junge Kunden gemacht: 9.900 Euro, haben Faßbender und seine Studenten ausgerechnet, würde das Jugend-Auto in Großserie mit Stahlblechkarosserie kosten.

Ein kleiner Stadtflitzer mit Öko-Antrieb, wie derzeit von vielen Herstellern entwickelt wird, scheint dagegen nicht gewünscht zu werden: Weder Elektromotor noch Kleinstauto hat die Mehrheit der Befragten verlangt. "motio" ist mit 3,95 Meter so lang wie ein VW Polo, hat Platz für fünf und soll allenfalls mit zurüstbaren Elektromotoren zum Hybridauto umfunktioniert werden können. Den Verbrauch kalkulierten die Studenten mit fünf Liter auf 100 Kilometer, die Höchstgeschwindigkeit bei 160 km/h.

Allerdings nur theoretisch, denn gebaut wird "motio" nicht: Kernthema des Projekts war die Befragung und Auswertung sowie die Konzeption des Autos.

 

 

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