Vom Aussterben bedroht

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Seine Tage sind gezählt: Der DDR-Volkswagen Trabant P601 stirbt aus auf unseren Straßen. 2007 waren noch rund 52.000 Trabant-Modelle beim Kraftfahrtbundesamt (KBA) gemeldet.

Heute sind es exakt 33.726 Autos dieses Typs, meldet das KBA in einer aktuellen Statistik. Damit lässt sich das Ende vorausberechnen. Noch seltener sind Ost-Fabrikate vom Typ Wartburg (7.485 angemeldete Fahrzeuge), der Lieferwagen Barkas (977 Fahrzeuge), das DDR-Taxi Moskwitsch (373 Fahrzeuge) und die sowjetische Limousine Saporoschez (102).

Die Gründe für das Artensterben sind kein Geheimnis: Der Trabi, im Bild auf der Graffitti-Meile "Eastside Gallery" in Berlin als Mauerbrecher gewürdigt, war nie besonders hübsch – diese Eigenart teilt er im Prinzip mit allen seinen Kollegen, die in der sozialistischen Planwirtschaft wie fast alles immer Mangelware waren und sich daher auch ohne hinreißendes Design gut verkauften.

Mehr noch: Sie gingen im geschlossenen System DDR weg wie geschnitten Brot. Dass Westware nicht nur besser aussah, schneller fuhr, mehr lud und länger hielt, war keine Frage – aber da kam eben niemand 'ran. Der zweite gewichtige Grund für das Verschwinden der Ost-Autos ist ihre miserable Qualität: Trabant, Wartburg, Lada und alle anderen hatten keine Hohlraumversiegelung. Sie rosten gewissermaßen beim Hinsehen.

 

 

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