Der elektrische Samba-Bus

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte – das Bild der Woche von mobile.de lädt dazu ein, genauer hinzuschauen.

Volkswagen stellt auf dem Genfer Autosalon mit viel Brimborium diesen Bus vor: Mit 3,99 Meter Länge kaum größer als ein Polo – und damit 30 Zentimeter kürzer als das historische Vorbild, der erste VW-Bus T1.

Genau, auch Volkswagen kann kein neues Modell vorstellen, ohne damit irgendwie die große Vergangenheit zu zitieren. Und daher hat der "Neue Bulli" eine Zweifarblackierung, die in der ziemlich platten Nase mit einem riesigen VW-Emblem aufgeht.

Der Zwitter aus Großraumlimousine und Bus soll von einem Elektromotor mit bis zu 115 PS Leistung auf maximal 140 km/h beschleunigt werden, der vorn eingebaut ist. Ganz im Gegensatz zum so genannten Vorbild, dass natürlich einen Boxermotor im Heck hatte und sich als Hippie-Kutsche einen geradezu legendären Ruf erwarb.

Die Retro-Welle brachte uns nicht nur schöne Autos

Wird der "Neue Bulli" je gebaut werden? VW testet mit der Präsentation das Interesse der Käufer. Ähnlich war die Vorgehensweise beim "New Beetle", einer von 1997 bis 2010 gebauten Anspielung an den Käfer, das meistgebaute Auto der Welt: Als die erste Studie drei Jahre zuvor für Begeisterung sorgte, fiel in Wolfsburg die Entscheidung zum Serienbau.

Der Anfang der Retro-Welle, die uns den neuen Mini, den Chrysler PT Cruiser, den Fiat 500 und einige andere, mal mehr, mal weniger Autos eingebracht hat. Wird es mit dem "Neuen Bulli" ähnlich ablaufen? Es dürfen Wetten abgeschlossen werden – frühestens in zwei Jahren wissen wir mehr.

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