mobile.de: Top Ten Supersportwagen

Top 10 der Supersportwagen

Die Power-Liste

Schneller, leichter, teurer – Sportwagen punkten in vielen Kategorien. mobile.de stellt die zehn schnellsten Serien-Supersportwagen vor. Es geht um Hundertstel-Sekunden.

 

Mit den schnellsten Autos verhält es sich in etwa wie mit Flachbildfernsehern und Laptops: Kaum hat man sich für ein Gerät entschieden, taucht irgendwo ein leistungsstärkeres, schnelleres, besseres auf.

Das ist kein Zufall, denn der Markt ist von hartem Wettbewerb bestimmt. Erst recht, wenn es um Supersportwagen geht. Die Hersteller der PS-Geräte ihrerseits beäugen einander und den Markt insgesamt mit Argusaugen.

Die Luft ist dünn, die Abstände liegen im Nanobereich: Bei den Prestige-Sprintwerten auf 100 km/h geht es inzwischen um Hundertstel-Sekunden.

Nissan zum Beispiel reklamiert für seinen Schnäppchen-Sprinter GT-R (s.u.) offiziell gerade einmal 3,05 Sekunden auf hundert. Damit nimmt der rasante Japaner dem mehr als doppelt so teuren McLaren MP4-12C (rund 200.000 Euro) prestigeträchtige 0,05 Sekunden ab.

Beim Autoquartett sticht das. Auf der Straße verpufft es.

Rekorde für die Ewigkeit sind passé

Noch extravaganter, noch brachialer, noch unglaublicher. Bei Sportwagen gibt es auch in Zeiten von CO2-Hysterie nur eine Marschroute: noch mehr Dampf – im Zweifel per Elektrounterstützung wie beim 767 PS starken Porsche 918 Spyder (ab 2013 für 768.000 Euro).

Hauptsache, es knallt – beim Beschleunigen und natürlich in den Ohren.

Eine Top 10 dieser Fahrzeugklasse ist immer nur eine Momentaufnahme.

Weil vielleicht schon morgen irgendwo irgendwer einen Renner präsentiert, der zahlenmäßig mal wieder einen neuen Bestwert markiert.

Und eigentlich keiner mehr so recht durchschaut, wer denn jetzt am schnellsten auf 100, 200, 300 km/h ist oder ein, zwei, drei Gramm weniger in die Waagschale schmeißt beim Leistungsgewicht (Verhältnis Gewicht/kg zu Leistung/PS).

300 km/h gibt es bereits ab 90.900 Euro

Die in der Bildergalerie gezeigte Top 10 der Sportwagen hat daher eine relativ simple Eingangshürde: die Stückzahlen. Mindestens 100 Einheiten der Asphaltrakete müssen gebaut werden. Das verspricht Alltagstauglichkeit auf höchstem Niveau. "Top of the line“, was die Technik betrifft, und dennoch für jeden beherrschbar, der sich diesen Luxus leisten kann oder will.

Die Eintrittskarte in die Welt der mindestens 300 km/h schnellen Autos kostet heutzutage nicht einmal mehr 100.000 Euro. Vergleichsweise lächerliche 90.900 Euro verlangt Nissan für den 315-km/h-Renner GT-R. Dafür gibt es bei Aston Martin nicht einmal einen halben DBS (ab 242.400 Euro). Und der schafft "nur“ 295 km/h.

Bei 1,4 Millionen ist die Preis-Hitliste schon zuende

Exakt fünf Stundenkilometer mehr bescheinigt Jaguar dem XKR-S. Damit gehört auch der 550-PS-Brite zum feinen 300er-Club – für 129.900 Euro. Bei (derzeit) 1,4 Millionen Euro plus Mehrwertsteuer endet das Basispreisvergnügen der Seriensupersportler.

Dafür gibt es den offenen Bugatti Veyron 16.4 Grand Sport. Von der geschlossenen Version wurde jüngst das letzte der insgesamt 300 Exemplare verkauft. Jetzt geht es mit herausnehmbarem Dach weiter. Oben ohne darf der extravagante Renner 360 km/h fahren, mit Targatop sind es 407 km/h.

Hat man das Teil nicht dabei, gibt es noch eine Stoffmütze, um Haupt und Interieur vor Schauern zu bewahren. Tempolimit damit: 130 km/h. Und das ist doch ein ganz besonderer Rekord für Supersportwagen.