mobile.de: Top Ten - schellste Diesel

Top 10 der schnellsten Diesel

Diese Diesel sind echte Sportwagen

Träge war gestern: Moderne Dieselmotoren sind extrem spritzig. Das zeigt das Top 10 der spurtstärksten Diesel-Autos, die derzeit am Markt verfügbar sind. Es geht um Zehntelsekunden!

27. April 2011

Ab und zu blasen sie einem noch dicke dunkle Wolken auf die Frontscheibe, die sogenannten Selbstzünder, meist beim Runterschalten und mit kaltem Motor. Doch selbst der Unbedarfteste weiß inzwischen: Moderne Dieselautos sind keine lahmen, nagelnden Enten mehr, sondern sparsame, höchst kultivierte Langstreckenläufer. Und fast immer auch ausgezeichnete Sprinter.

Turbo, Direkteinspritzung und perfekt auf den Drehmomentverlauf abgestimmte Getriebe treiben moderne Diesel in Sportwagenmanier an. Das extrem früh – oft schon ab 1350 Umdrehungen pro Minute – anliegende maximale Drehmoment sorgt für beeindruckenden Schub. Klassische Faustregel hier: Je mehr Zylinder, desto mehr Bumms. Für die Höchstgeschwindigkeit gilt das nicht: Alle Diesel-Topmodelle sind bei 250 km/h elektronisch abgeregelt.

Daher wurde bei dieser Top-10-Liste ausschließlich auf das Spurtvermögen Wert gelegt. Wie schnell sind die Diesel-Renner beim Sprint von 0 auf 100 kmh? Voraussetzung, um in dieser Liga zu bestehen: mindestens sechs Zylinder unter der Haube. Was damit drin ist, beweisen eindrucksvoll Audi und BMW: Mit ihren jeweils in mehreren Baureihen eingesetzten Dreiliter-Turbodiesel-Direkteinspritzern schaffen sie Werte von unter sechs Sekunden.

 
 
 

Einsames Duell unter Bayern

Ohnehin ist der Wettstreit der Top-10-Diesel eine recht einsame, weil rein bayrische Angelegenheit: Audi und BMW machen ihn unter sich aus. Erst bei 6,2 Sekunden auf 100 stößt eine weitere Marke hinzu: Mercedes-Benz mit dem neuen CLS 350 CDI (195 kW/265 PS). Mehr als ein Dutzend Modelle nehmen dem viertürigen Schwaben-Coupé mindestens eine Zehntelsekunde ab. Fast ein bisschen erstaunlich: E-Klasse und S-Klasse, beide nicht vorn dabei. Genauso wenig wie Porsche mit dem Cayenne Diesel (8,3 s) oder VW mit dem Phaeton, wobei das Wolfsburger Dickschiff auch „nur“ noch als 3.0 TDI (8,6 s) zu haben ist und nicht mehr als gefürchteter V10 TDI. Der ging immerhin mit 6,9 Sekunden von null auf 100 km/h an den Start. Einziges ausländisches Modell im Spitzenfeld: der Jaguar XF 3.0 V6 D. 6,4 Sekunden benötigt der feine Brite, um die Tachonadel über die 100er-Markierung zu treiben. Wäre das Maß die Spitzengeschwindigkeit gewesen, wäre der Jag mit auf Platz 1: 250 Spitze.

So aber herrscht blau-weiße Glückseligkeit im Selbstzünderlager. Mit einer Doppelspitze aus Ingolstadt. Platz eins, so viel sei verraten, geht an Audi: 5,5 Sekunden auf 100. Mit einem Diesel! Genau genommen mit zwei Dieseln. Einer hat zwölf, der andere acht Zylinder. Wenn das der Rudolf noch erlebt hätte.